Noch ist offen, ob diese Partie wirklich nötig gewesen wäre. Fakt ist aber: Wer das Relegationsspiel zwischen dem SC Eschenbach und der DJK Ensdorf beim TuS Rosenberg (18.30 Uhr) gewinnt, darf nächstes Jahr in der Kreisliga ran. Der Verlierer vielleicht auch. Das hängt aber davon ab, ob der SV Inter Bergsteig am gleichen Abend die Bezirksliga-Relegation gegen die DJK Arnschwang übersteht. Das Ergebnis dieser Partie wollten beide Teams nicht abwarten, sondern die Sache auf dem Rasen entscheiden.
Eschenbach in Favoritenrolle
Besonders (noch) Kreisligist SC Eschenbach musste in der zweiten Relegationsrunde gegen den SC Luhe-Wildenau eine bittere Pille schlucken. Das Team von Trainer Benjamin Scheidler lag in der 89. Minute noch 3:2 in Führung, kassierte in der Nachspielzeit das 3:3 und hatte in der Verlängerung dann mit 3:5 das Nachsehen. Für Coach Scheidler gibt’s aber keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Das Spiel gegen Luhe-Wildenau II war natürlich ein Nackenschlag, vor allem nach dem Verlauf. Aber wir haben’s aufgearbeitet, die Jungs haben gut regeneriert und mental schnell den Fokus wieder nach vorne gerichtet“, erklärt er gegenüber Oberpfalz-Medien. Auch Oliver Eckl, Trainer der DJK Ensdorf, hat die Partie gesehen. „Die haben 2:0 geführt, sind 20 Minuten angegangen wie die Post, und dann haben sie einfach nichts mehr fürs Spiel gemacht“, resümiert Eckl.
Der DJK-Trainer sieht den Kreisligisten als Favoriten. „Eschenbach spielt in der Kreisliga 26 Spiele, aber auf einer höheren Intensität. Ich finde schon, dass das ein Vorteil ist. Wir spielen halt doch gegen Reservemannschaften, bei allem Respekt gegenüber diesen Teams, aber da fehlt mir oft die Intensität“, gibt er offen zu. Während der SC Eschenbach noch 30 Minuten Verlängerung in den Knochen hat, verlor die DJK gegen den TSV Pleystein in regulärer Spielzeit mit 2:3. Eckl sieht darin aber keinen großen Vorteil. „Jeder hat seine Partien gespielt, die haben genauso ihre 28 Spiele in den Knochen.“
Der Kopf entscheidet
„Wir haben zudem die aktuelle Witterung, das spielt vor Ort dann alles eine Rolle“, erklärt er. Zudem müsse der Coach weiterhin einen großen Aderlass beklagen. Neben drei Offensivkräften fehlt auch Stammtorhüter Lukas Völkel weiterhin.
Das Spiel wolle Eckl mitnehmen – egal, ob man am Ende in der Kreisliga spiele oder nicht. „Wir wollen mit dem Selbstverständnis in die Partie gehen, dass man halt einfach wirklich eine klasse Saison gemacht hat.“
Ganz so locker sieht Kollege Scheidler die Einstellung seines Gegenübers allerdings nicht. „Ensdorf ist eine erfahrene, kompakte Mannschaft, die vor allem über Einsatz und mannschaftliche Geschlossenheit kommt. Da wird es wichtig sein, dagegenzuhalten und unsere Stärken auf den Platz zu bringen“, appelliert er an seine Mannschaft.
In der Relegation kann vieles passieren, wie Scheidler betont: „Entscheidet am Ende meistens der Kopf, die Einstellung und wer den Sieg mehr will.“ Und ein bisschen hängt es ja auch vom SV Inter Bergsteig ab, ob nicht vielleicht beide Teams nächstes Jahr in der Kreisliga spielen.



























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