22.07.2019 - 16:48 Uhr
TännesbergSport

Tännesberg, Schmidgaden und Weidenthal im Kreisliga-Check

Am Freitag legt auch die Kreisliga West los. Nachdem in der vergangenen Saison der TSV Stulln von Anfang an marschiert ist, wird dieses Mal ein offeneres Rennen um den Titel erwartet. Die Vereine aus der Region sind zurückhaltend.

Gordon Börner (rechts) und die Schmidgadener wollen in der neuen Spielzeit nicht wieder so nachlassen wie vorige Saison. Der Klassenerhalt bleibt das vordringliche Ziel des FC.
von Josef Maier Kontakt Profil

FC Schmidgaden

Es ist zwar schon rum ums Eck, aber das hat Gordon Börner gar nicht gefallen. "Das haben wir alle ein bisschen schleifen lassen, da hat sich der Schlendrian eingeschlichen." Der FC Schmidgaden kam in der abgelaufenen Kreisliga-Saison zum Ende doch noch glatt in Abstiegsnöte. "Dabei hatten wir eine so gute Vorrunde gespielt", blickt der 37-jährige Trainer zurück. Börner warnt jetzt seine Jungs schon vorsorglich immer wieder, im Saisonverlauf bloß nicht nachzulassen. Auch in der Vorbereitung nicht. Und so lief das Hinarbeiten auf die neue Spielzeit ganz gut. Ein kleiner Vorteil könne sein, dass der Kader im Großen und Ganzen beisammen geblieben sei, meint er. Mit Sebastian List kam nur ein A-Jugendlicher hinzu. Das Problem ist aber weiterhin der enge Kader. "Verletzungen sollten keine passieren", sagt der Coach.

Die Testergebnisse stimmen trotzdem zuversichtlich: Under anderem spielte der FC gegen den Bezirksligisten DJK Ensdorf 1:1. Am Sonntag siegte Schmidgaden beim FC Luhe-Markt (Aufsteiger in die Kreisliga Amberg/Weiden) mit 3:1. "Wir schießen relativ viele Tore", ist Börner mit der Angriffswucht zufrieden. "Hinten könnten wir aber schon noch besser stehen." Aufgrund der Erfahrungen der vergangenen Saison ist für Schmidgaden zunächst einmal der Klassenerhalt das Maß aller Dinge.

TSV Tännesberg

Während Börner in Schmidgaden eine gefestigte Truppe vorfindet, muss Wolfgang Stier beim TSV Tännesberg einen Umbruch meistern. Fünf Neuzugänge muss der bald 49-Jährige integrieren, dazu haben mit Martin Psohlavec und Jan Velkoborsky zwei altgediente Spieler ihre Karriere beendet. "Richtig weh tut der Abgang von Stefan Krachunov", sagt Stier. Der Innenverteidiger verabschiedete sich kurzfristig völlig unerwartet Richtung Dürnsricht .

Mit der Vorbereitung ist Stier nicht ganz zufrieden: "Vom Fitnessstand her sind wir weit, aber wir konnten uns nicht einspielen." Urlaub, Montage- und Schichtbetriebe, Studium - vollzählig sind die Tännesberger eigentlich nie. Das letzte Testspiel am vergangenen Wochenende gegen den Kreisligisten TSV Königstein macht aber etwas Mut. 4:4 hieß es zwar am Ende. "Wir haben aber 2:0 und 4:2 geführt, ehe auch die zweite Garde noch ihre Chance bekam", berichtet Stier. Einen gesicherten Mittelfeldplatz in der Kreisliga West traut Stier seiner jungen Truppe allemal zu. "Wichtig ist, einfach nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben." Vor dem Auftaktspiel am Freitag beim Aufsteiger TV Wackersdorf plagen ihn schon Personalsorgen. Unter anderem fallen die Leistungsträger Johannes Stahl und Thomas Hauer aus. Stier ist dennoch kämpferisch: "Wir wollen den Auftakt positiv bestreiten."

SF Weidenthal/Guteneck

An Neuzugängen hat sich bei den Sportfreunden Weidenthal nicht viel getan. Mit Alexander Bäuml stößt nur ein A-Jugendlicher zum Vorjahresvierten. Neu ist auch der Trainer. Jürgen Eichhammer hat sich in den vier Wochen Vorbereitung einen Überblick verschafft und sagt: "Das ist wirklich eine eingespielte Mannschaft." In der Vorbereitung konnte er auch intensiv mit den Jungs arbeiten. Die Trainingsbeteiligung sei immer hoch gewesen. "Das Spiel gegen den Ball ist schon sehr gut, ebenso das Aufbauspiel aus dem Mittelfeld", zählt Eichhammer Positives auf. Und wo sieht er noch Verbesserungsbedarf? "Beim Spiel in die Tiefe." Viele Mannschaften würden doch mitunter sehr defensiv agieren, da brauche es noch mehr Lösungen.

Selbstbewusstsein geben den Weidenthalern auch die Testspiel- und Pokalergebnisse. Unter anderem wurde Bezirksliga-Aufsteiger TSV Stulln mit 4:3 geschlagen. Die einzige Niederlage gab es beim 1:4 gegen den Bezirksligisten 1. FC Schwarzenfeld. Im Toto-Pokal stehen die Sportfreunde in der dritten Runde.

"Wir wollen auf jeden Fall wieder im vorderen Tabellendrittel landen", gibt Eichhammer das Ziel der Saison vor. Die startet für die Weidenthaler gleich mit einem Knaller. Es geht zum Aufsteiger TV Nabburg. "Dort habe ich die halbe Zeit meiner Karriere verbracht", erzählt Eichhammer. Der 46-Jährige lebt im Nabburger Ortsteil Bergelshof, ist Mitglied beim TV. Eichhammer: "Da ist doch gleich ordentlich Brisanz drin. Ich freue mich auf dieses Spiel."

Der Weidenthaler Tobias Werner (links) will sich mit seinen Teamkollegen auch in der am Freitag beginnenden Saison gut in Szene setzen. Mit Jürgen Eichhammer haben die Sportfreunde einen neuen Coach.

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