02.08.2021 - 19:36 Uhr
TeunzSport

Zwei Aufsteiger, zwei Welten - OVI/Teunz sagt trotzdem: "Wir lassen uns nicht unterkriegen"

Beim FC OVI-Teunz ist in der Bezirksliga Nord noch nichts hängengeblieben. Aufstiegskollege 1. FC Schlicht zeigte am Sonntag deutlich die Grenzen auf. Erklärungen für den Fehlstart gibt es einige.

So wie hier gegen Pfreimd laufen die Kicker des FC OVI/Teunz (in den grünen Trikots) in dieser Saison desöfteren hinterher. Der Aufsteiger weicht aber auch in der Bezirksliga Nord nicht von seinem Konzept ab..
von Josef Maier Kontakt Profil

Rein vom Papier her gesehen war es nur ein Aufsteigerduell in der Bezirksliga Nord. Nach 90 Minuten war nicht nur am Ergebnis abzusehen, wie unterschiedlich die Voraussetzungen schon in dieser Liga sind, wie groß die Diskrepanz ist.

Hier ein Verein, der ausschließlich auf einheimische Spieler setzt, dort ein Klub, der ehemalige Bayernliga- und Landesligaspieler in seinen Reihen hat. Mit 3:0 siegte der 1. FC Schlicht beim FC OVI/Teunz, drei Mal traf Stefan Meisel für den Aufsteiger aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach. Ein Angreifer, der jahrelang beim SV Mitterteich Tor um Tor schoss. Der Tscheche Lukas Lobotovsky hat für die DJK Gebenbach in der Bayernliga fast 50 Spiele absolviert.

"Da ist schon eine Diskrepanz da", sagt Stephan Gäbl, der Vorsitzende des FC OVI/Teunz, ohne Groll. Das sei nun mal so. Der FC OVI-Teunz habe auch für die Bezirksliga beschlossen, nur auf einheimische Spieler zu setzen.

Viele Klubs mit Ambitionen

Und das schlägt sich in einer starken Nord-Gruppe, in der viele Teams Ambitionen haben, deutlich im Tabellenbild nieder. Nach vier Spielen hat der Fusionsklub aus Teunz und Oberviechtach noch keinen Punkt auf dem Konto - und auch noch kein Tor geschossen. Personell kam es in den letzten Wochen und kommt es auch derzeit richtig dick. "Unser Kader war schon immer eng." Mit Jonas Ambrosch, Lukas Baumer und Sebastian Gruber gingen dann vor Saisonbeginn auch noch wichtige Spieler. Und auch Spielertrainer Josef Holler (zum ASV Cham), der für einige Tore sorgte, ist nicht zu ersetzen. "Hinzu kommen Verletzungen wichtiger Spieler", ergänzt Gäbl. "Wir haben jetzt immer zwei, drei Spieler dabei, die normalerweise in der Zweiten in der B-Klasse spielen." B-Klasse gegen Bayernliga - das geht in den allerseltensten Fällen gut.

"Insgesamt ist unser Kader schwächer geworden", sagt Gäbl über das Team, das in der XXL-Corona-Saison souverän in der Kreisliga West Meister wurde. Keine Kritik gibt es auch am neuen Trainer Mathias Biebl. Dem jungen Mann, noch keine 30 Jahre alt, geben sie beim FC bewusst eine Chance. Von Anfang an war auch klar, dass es nur um den Klassenerhalt geht. Und sie wissen beim FC auch, dass ihnen dasselbe Schicksal drohen könnte, wie vor zwei Jahren, als sie auch nach nur einer Saison in der Bezirksliga wieder absteigen mussten.

Grüße per Facebook

Dennoch haben sie weiter großen Spaß am Fußball. Und schicken auf ihrer Facebook-Seite schon mal nette Grüße an ihren nächsten Gegner am kommenden Sonntag: "Wir lassen uns nicht unterkriegen & freuen uns auf das Derby gegen den SV Schwarzhofen."

Der Mann beim FC OVI-teunz

Oberviechtach
Der junge Mathias Biebl ist neuer Trainer des FC OVI/Teunz.

 

 

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