22.01.2019 - 17:41 Uhr
TirschenreuthSport

Bezirksligen sehen zu oft Rot

Die einen sind zufrieden, in anderen Bereichen hakt es gewaltig. Beim Wintertreff der oberfränkischen Bezirksligateams wird vor allem über "Sünder" geklagt.

von Externer BeitragProfil

Durchaus zufrieden mit dem Verlauf des Spielbetriebs in den Fußball-Bezirksligen Ost und West bis zur Winterpause zeigte sich bei der Arbeitstagung in Kronach der zuständige Bezirksspielleiter Gerald Schwan. In die gleiche Kerbe schlug Bezirksvorsitzender Thomas Unger. Er sagte, dass es "keine Aufreger gegeben" habe. Anders äußerte sich Andreas Leffer, der Vorsitzende des Bezirkssportgerichts. Die bislang 135 verhandelten Fälle und 63 Roten Karten seien schon ganz erheblich. Zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr seien es 34 weniger Verfahren und 26 weniger Platzverweise gewesen.

Um dieser Problematik eventuell entgegenwirken zu können, findet deshalb am 10. Februar um 10 Uhr beim TSV Breitengüßbach eine Sondersitzung mit Schiedsrichtern und Vereinsspielleitern statt. Dabei soll gemeinsam nach Lösungen gesucht und die Zusammenarbeit verbessert werden. Dabei handele es sich um keine Pflichtveranstaltung, wobei die Anregung zu einer derartigen Zusammenkunft vom gastgebenden TSV Breitengüßbach schon vor einiger Zeit gekommen war.

Unger wies auf die Meldung der Seniorenteams zum Landesfinale hin. Er merkte zudem an, dass ein U 19-Vertreter für den Bezirksausschuss gesucht werde. Schwan gab bekannt, dass in beiden Ligen nur drei Spielausfälle zu verzeichnen waren. Die Bezirksliga West setzt ihre Saison am 16. März fort, die Bezirksliga Ost bereits am 10. März.

Hinsichtlich der Relegationsspiele wies Schwan darauf hin, dass es kein Hin- und Rückspiel geben wird, sondern nur eine Begegnung auf neutralem Platz stattfindet. Bei der künftigen Ligeneinteilung werde es zu keiner Überwechslung von Mannschaften zwischen Ost und West kommen.

Thomas Stammberger (Coburg), Mitglied im Bezirks-Schiedsrichterausschuss, teilte mit, dass 35 Bezirksliga- und 20 Verbandsschiedsrichter im Einsatz waren. Man sei mit deren Leistungen zufrieden gewesen. An die Vereinsvertreter sprach Stammberger die Bitte aus, dass der gastgebende Club einen Ansprechpartner für den Unparteiischen stellen möge. Auch sollten die Vereine Werbung zur Gewinnung von Neuanfängern betreiben.

Nicht zufrieden war wegen der gestiegenen Zahl an Sportgerichtsverfahren Andreas Leffer. Am meisten kamen Unsportlichkeit, rohes Spiel, Tätlichkeiten und Vergehen gegen Schiedsrichter zum Tragen. Zwölf der 63 Platzverweise wurden wegen Tätlichkeiten ausgesprochen. Nicht erfreulich sei auch gewesen, dass 15 Vergehen von Trainern registriert wurden. Leider sei es auch zu einem Verfahren wegen Diskriminierung gekommen. An Strafen und Gebühren mussten die Vereine bislang insgesamt 7700 Euro (Vorjahr 7250 Euro) entrichten. Leffer selbst sei gerne Ansprechpartner für die Vereine, jedoch werde er am Telefon keine Stellungnahme zu Vorfällen abgeben.

Bezirks-Online-Beauftragter Christian Diller (Ludwigschorgast) unterrichtete die Anwesenden davon, dass derzeit eine sogenannte BFV-Team-App getestet werde. Diese biete eine optimale Vernetzung und gebe den Nutzern tolle Möglichkeiten. Nicht ausgeschlossen sei, dass diese bereits in der nächsten Saison zur Verfügung steht. Interessierte User könnten sich schon jetzt auf mobil[at]bfc[dot]de anmelden. Mit einem runderneuerten Design wartet bereits der BFV-Liveticker 1.1 auf. Bezirksvorsitzender Schwan wies daraufhin, dass der letzte Bezirksligaspieltag der 18. Mai sei. Die neue Serie beginne am 20./21. Juli.

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