29.10.2020 - 20:55 Uhr
TirschenreuthSport

Fynn Legat schwimmt Oberpfalzrekord

Die ersten Wettkampfstarts des Tirschenreuther Schwimm-Clubs waren vielversprechend. Der hartnäckigste Gegner bleibt jedoch das Coronavirus. Ab Montag gilt die nächste Trainings- und Wettkampfpause.

Fynn Legat vom Tirschenreuther Schwimm-Club schwamm über 50 Meter Brust in 0:32,53 Minuten einen neuen Oberpfalz-Altersklassenrekord für 15-Jährige.
von Autor RBGProfil

Dresden, Plauen, Düsseldorf, Würzburg und Erfurt - Orte mit großen Schwimmarenen ermöglichten seit September einem Teil der Athleten des Tirschenreuther Schwimm-Clubs zumindest einige wenige Startmöglichkeiten. Dort, wo sich sonst zum Teil mehr 1000 Sportler an einem Wettkampfwochenende versammelten, waren die Veranstaltungen auf einen Tag gekürzt, die Anzahl der Teilnehmer je nach Badgröße und Hygienekonzept auf 50 bis 150 reduziert. Tirschenreuths Schwimmer gingen die Wettkämpfe professionell an und erzielten bei den wenigen möglichen Starts – insgesamt nur 34 – gute Zeiten und Ergebnisse. Herausragend war der neue Oberpfalz-Altersklassenrekord des 15-jährigen Fynn Legat mit 0:32,53 Minuten über 50 Meter Brust.

Sie hatten sich Wettkampfstarts so sehr gewünscht, die Leistungsträger des Tirschenreuther Schwimm-Clubs. Seit Mai beschränkten sich ihre sportlichen Aktivitäten auf das Training, wobei ihnen die Stadt und der Landkreis Tirschenreuth immerhin dafür weitreichende Möglichkeiten eingeräumt hatten. Seit Mitte September standen dann erste Wettkämpfe an – ausnahmslos in großen Bädern und auf der 50-m-Langbahn. Die dafür notwendigen umfangreichen Hygienevorschriften erforderten massive Einschränkungen hinsichtlich der Anzahl an Teilnehmern und Starts. "Wir haben zahllose Anfragen an Veranstalter in ganz Deutschland gesandt, aber die meisten Events waren schon ausgebucht, bevor deren Ausschreibung überhaupt veröffentlicht wurde", berichtet TSC-Vorsitzende Barbara Legat-Kasel von ihren Bemühungen, den Sportlern Vergleichsmöglichkeiten zu bieten. Kritik übt sie dabei an den Verbänden, die sich ausschließlich um die Sportler und Vereine an den Stützpunkten kümmern.

Mit kleinen Aufgeboten machten sich die Kreisstädter dann an fünf Wochenenden auf die Reise, wobei drei Leistungsträger das Pech hatten, wegen einer Quarantänemaßnahme der Q12 des Gymnasiums teilweise auf Einsätze verzichten zu müssen. Ungeachtet aller Erschwernisse nutzten die insgesamt acht TSC-Akteure ihre Möglichkeiten und präsentierten sich jeweils in hervorragender Verfassung. Fynn Legat, der sich bis zuletzt berechtigte Hoffnungen auf einen Start bei den deutschen Jugendmeisterschaften machte, schwamm bereits Ende September in Plauen mit 0:32,53 über die 50 m Brust einen neuen Oberpfalz-Altersklassenrekord für 15-Jährige. Besonders stark waren auch seine 1:13,57 am letzten Wochenende in Erfurt. Für die deutschen Meisterschaften, die dieser Tage in Berlin stattfinden sollten, eigentlich qualifiziert, unterstrich Kathrin Bachmeier (18) in Erfurt ihre DM-Form mit 0:28,13, 1:01,09 und 2:13,43 über 50, 100 und 200 m Freistil. Carina Bönisch (20) belohnte sich mit starken 0:31,92 und 0:29,28 über je 50 m Schmetterling und Freistil für ihren anhaltenden Trainingseinsatz.

Enorme Leistungssprünge verzeichneten nach einer rund halbjährigen Wettkampfpause vier Nachwuchshoffnungen. Vor allem der 13-jährige Leonhard Fütterer schoss dabei angesichts seiner 0:30,82 und 2:20,51 über 50 und 200 m Freistil sowie der 1:15,86 und 2:51,87 über 50 und 200 m Schmettern enorm nach vorne. Eine ähnlich deutliche Steigerung gelang der 15-jährigen Marlene Züllich mit 0:38,50, 1:26,24 und 3:08,59 über 50, 100 und 200 m Brust. Niclas Köstler (14) überzeugte mit 0:36,45 und 1:22,77 über 50 und 100 m Brust und die vom SV Weiden zum TSC gewechselte Anna Schwöd (14) feierte mit 1:13,57 und 1:25,26 über je 100 m Freistil und Schmettern einen gelungenen Einstand.

Was aber bedeutet die nunmehr angekündigte Bäderschließung verbunden mit einer mindestens vierwöchigen Trainingspause? "Natürlich tut diese Entscheidung allen weh, sie ist zum jetzigen Zeitpunkt aber wohl unverzichtbar. Wenn es bei den vier Wochen bleibt, werden wir mit dem Trainingsaufbau so beginnen wie normalerweise nach den Sommerferien, also mehr oder weniger bei Null", sagte TSC-Trainer German Helgert.

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