10.06.2020 - 16:29 Uhr
TirschenreuthSport

Kein Wort zum Sport: Jürgen Steiner

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät der Laufsportler aus Tirschenreuth, welches Mofa er als Jugendlicher fuhr, was er an Arnold Schwarzenegger toll findet und dass er in jungen Jahren keinen Bock auf Bundeswehr hatte.

Laufsportler Jürgen Steiner.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Jürgen Steiner ist ein Laufwunder. Der 58-Jährige aus Tirschenreuth hat bislang 186 Marathonläufe absolviert, davon 136 unter drei Stunden. Laufmagazine haben ihm bestätigt, dass es in Deutschland keinen Läufer mit so einer starken Bilanz gibt. Das Bemerkenswerte ist, dass Steiner erst mit 26 Jahren den Zugang zum Ausdauersport fand. "Ich hatte Übergewicht und Rückenprobleme. Beides verschwand, als ich zum Laufen begann", sagt Steiner. Auch wenn im Alter die Beine immer schwerer und langsamer werden, will er nach der Coronakrise weiter bei Marathons an der Startlinie stehen. "So lange es halt geht." Steiner ist bei der Firma Hamm in der Logistik beschäftigt.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Jürgen Steiner: Ich lebe gerne in Tirschenreuth. Das Einzige, was mir hier nicht so gefällt, ist, dass wir keinen vernünftigen öffentlichen Personennahverkehr haben. Wir haben ja nicht mal mehr einen Bahnhof. Eine Alternative zur Oberpfalz wäre vielleicht noch Mallorca. Das Klima ist ideal und bietet beste Trainingsbedingungen für einen Sportler.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Jürgen Steiner: Für Ziele, die ich erreichen will, kann ich mich sehr gut selbst motivieren und bin dann auch sehr fleißig.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Jürgen Steiner: Vor 40 Jahren, als ich zur Bundeswehr musste, gab es noch den 15-monatigen Grundwehrdienst. Ich wollte zur damaligen Zeit absolut nicht zur Bundeswehr und habe alles daran gesetzt, dass ich nach zwei Monaten ausgemustert wurde. Heute würde ich das anders machen und mich ganz sicher verpflichten.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Jürgen Steiner: Als erstes fällt mir da Huck Finn ein aus der Abenteuerserie "Tom Sawyer und Huckleberry Finn", die in meiner Kindheit im Fernsehen lief. Mich hat fasziniert, dass Huck nicht in die Schule gehen musste und seine Freiheit in vollen Zügen genoss.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Jürgen Steiner: In der Zeit, als ich zur Schule ging, durften die Lehrer und vor allem der Hausmeister der Schule ja noch Ohrfeigen austeilen oder an den Ohren ziehen. So richtig schlimme Streiche haben wir uns da nicht getraut.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Jürgen Steiner: Mit Arnold Schwarzenegger. Mich fasziniert, wie er es geschafft hat, mit viel Motivation und Fleiß erst im Bodybuilding, dann als Filmschauspieler und zuletzt als Politiker in den USA ganz nach oben zu kommen.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Jürgen Steiner: Das schaffst du nicht.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Jürgen Steiner: Was ich mir vom ersten Gehalt geleistet habe, weiß ich nicht mehr genau. Da war ich 15 Jahre alt. Bestimmt etwas für das Mofa, das ich von meinem Vater geschenkt bekommen hatte. Es war ein Mars-Mofa, eine Hausmarke vom Quelle-Versandhaus. Von der ersten Siegprämie hab ich mir neue Laufschuhe gekauft.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Jürgen Steiner: Käsekuchen und Eis.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Jürgen Steiner: Ich schaue sehr wenig Fernsehsendungen und Filme an. Wenn etwas Pflicht ist, dann der bayerische Mehrteiler „Irgendwie und Sowieso“ mit Ottfried Fischer, der 1986 das erste Mal im Fernsehen kam und momentan im Bayerischen Rundfunk wiederholt wird. Weggeschalten werden Sendungen wie Dschungelcamp oder Big Brother.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Jürgen Steiner: Natürlich Laufen und Rad fahren. Mit Freunden Pizza essen oder Kaffee trinken, außerdem im Internet surfen.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Jürgen Steiner: ... nicht erst mit 26 Jahren anfangen, gesünder zu leben und Sport zu treiben, sondern schon in jungen Jahren.

Alle Teile unserer Rubrik "Kein Wort zum Sport" finden Sie hier.

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