Tirschenreuth
12.04.2019 - 17:18 Uhr

Kreisliga-Führungsteams treten auf der Stelle

Will denn keiner aufsteigen? Der Kampf um den Titel in der Kreisliga Süd gleicht derzeit einem Schneckenrennen. Da der TSV Konnersreuth schon zwei Patzer der Konkurrenz verstreichen ließ, sollte gegen Mitterteich II endlich ein Dreier her.

Ab durch die Mitte: Patryk Buch (Mitte) von den Sportfreunden Kondrau behauptet den Ball gegen die Konnersreuther Louis Lang (links) und Felix Lippert. Bild: heh
Ab durch die Mitte: Patryk Buch (Mitte) von den Sportfreunden Kondrau behauptet den Ball gegen die Konnersreuther Louis Lang (links) und Felix Lippert.

Erneut patzte das Führungstrio der Kreisliga Süd vor Wochenfrist. Trotz eines mageren Remis gegen Steinmühle wahrte Tabellenführer FC Rehau (1./50) einen Vorsprung von vier Punkten auf den Verfolger VfB Arzberg (2./46), der auf eigenem Gelände der SG Marktredwitz (10./28) überraschend mit 3:4 unterlag. Der TSV Konnersreuth (3./43) nahm dieses Geschenk nicht an und verlor das Derby in Kondrau 1:2. So bleibt die Lage an der Spitze vor dem anstehenden 23. Spieltag unverändert. Da Arzberg spielfrei ist, könnte Konnersreuth zu den Oberfranken aufschließen, muss dazu aber den SV Mitterteich II (7./28) besiegen. Am anderen Ende der Tabelle lässt der SV Steinmühle (13./29) nicht locker. Allerdings beträgt der Rückstand zum rettenden Ufer noch immer fünf Zähler. Gegen den FC Schwarzenbach (9./28) muss ein Sieg her, will man den direkten Klassenerhalt nicht aus den Augen verlieren.

TSV Konnersreuth – SV Mitterteich II (Sa. 15 Uhr)

Eine desolate Leistung bescheinigte TSV-Spielleiter Florian Neumann seiner Mannschaft bei der Niederlage in Kondrau. Wenig Spielwitz, fehlende Laufbereitschaft und ein schlechtes Zweikampfverhalten, sollte sie sich nicht noch einmal erlauben. „Die Mannschaft ist nun gefordert, die entsprechende Reaktion zu zeigen“, baut Neumann Druck auf. Einige Spieler sind angeschlagen oder fallen aus privaten Gründen aus. Etwas Luft verschafften sich die Gäste nach dem Sieg gegen Marktleuthen. Angesichts der schwierigen Personallage wird es aber schwer, etwas Zählbares aus dem Derby mitzunehmen. Da die "Erste" zeitgleich spielt, sind die Trainer Ralph Müller und Markus Broschik zum Improvisieren gezwungen. Wer schließlich zum Einsatz kommt, entscheidet sich kurzfristig. Ein Punkt käme in der momentan schwierigen Lage einer Überraschung gleich.

ASV Wunsiedel – SF Kondrau (Sa. 15 Uhr)

Umgehend abhaken will ASV-Coach Fabian Bartl die 0:1-Niederlage in Selb. „Mit Kondrau erwartet uns ein unbequemer Gegner, der nicht nur durch den letzten Sieg über Konnersreuth zeigte, wozu er fähig ist“, warnt Bartl sein Team eindringlich. Außerdem dürfte die glatte 0:4-Vorrundenniederlage in unguter Erinnerung sein. „Dafür wollen wir uns revanchieren, aber dazu braucht es eine deutliche Leistungssteigerung.“ Auf einen verdienten Derbysieg gegen Konnersreuth blickt SF-Spielleiter Philipp Hopfner zurück. „Leistung und Bereitschaft waren einwandfrei. Natürlich versuchen wir, unsere Serie von sechs ungeschlagenen Rückrundenspielen fortzusetzen. Gelingt es uns, an die zuletzt gezeigten Leistungen anzuknüpfen, gehen wir in Wunsiedel nicht leer aus.“ Fischbach und Torwart Gintenreiter sind fraglich.

TuS Förbau – FC Lorenzreuth (Sa. 15 Uhr)

Als eine absolut richtungsweisende Begegnung stuft TuS-Stefan Dill dieses Kellerduell ein. „Mit einem Sieg würden wir uns weiter von den Gästen entfernen und nebenbei Revanche für die deftige 2:6-Abfuhr aus der Vorrunde nehmen. Die Mannschaft steht also in der Pflicht.“ Winkler und Geyer fallen aus, hinter Hauptmann steht ein Fragezeichen. Nach dem Derbysieg über Marktredwitz reisen die Gäste äußerst selbstbewusst an. Allerdings warnt FC-Spielleiter Tommi Krull das Team, den Gegner am Vorrundenerfolg zu messen. „Die Mannschaft muss erneut zu 100 Prozent Einsatz und Leidenschaft zeigen, will sie aus dem Tabellenkeller raus.“ Die personellen Voraussetzungen sind ideal, stehen doch alle Spieler zur Verfügung.

SV Steinmühle – FC Schwarzenbach (So. 15 Uhr)

Richtig freuen konnte sich SV-Trainer Thorsten Meier über den nicht eingeplanten Punktgewinn in Rehau. „Ich hoffe, dass die Mannschaft dadurch noch mehr an Selbstvertrauen gewinnt. Das anstehende Spiel wird umso schwerer, wenn die Gäste komplett antreten können. Wichtig wird es sein, deren Leistungsträger in den Griff zu bekommen. Dass ein Heimsieg in der derzeitigen Lage eminent wichtig wäre, versteht sich von selbst.“ Leider fallen erneut einige Spieler aus. „Umgehend muss die Mannschaft die Niederlage gegen Wiesau aus dem Kopf bekommen“, fordert FC-Coach Santiago Da Silva. „Lamentieren bringt jetzt auch nichts mehr. Auf uns wartet erneut eine schwierige Partie, da sich der Gegner im Aufwind befindet. Gefragt sind Einsatzwille und ein klarer Kopf, wenn wir wenigstens einen Zähler entführen wollen.“

FC Marktleuthen – FC Rehau (So. 15 Uhr)

„Die schwache Vorstellung und somit hochverdiente Niederlage in Mitterteich sollte die letzte dieser Art gewesen sein“, setzt Marktleuthens Trainer Martin Matuschak sein Team bewusst unter Druck. „Natürlich wartet mit dem Spitzenreiter eine Herkulesaufgabe, aber wir werden ihm mit allen Mitteln das Leben so schwer wie nur möglich machen.“ Zusätzlich kehren Lapschin und Thumser zurück. Trotz des mageren Remis bauten die Hausherren den Vorsprung auf die Verfolger um einen Punkt aus. Nun gilt es beim Schlusslicht dreifach zu punkten. Eindringlich warnt Vorsitzender Oliver Höll sein Team, den Gegner am Tabellenstand zu messen. „Er wird mit allen Mitteln versuchen, sich aus der prekären Lage zu befreien.“ Simon Decker rückt wieder ins Abwehrzentrum.

SG Marktredwitz - SpVgg Selb 13 (Sa. 15 Uhr)

Damit der überraschende 4:3-Sieg in Arzberg an Wert gewinnt, fordert SG-Spielleiter Boban Sabovic sein Team auf, siegreich nachzulegen. Aber die Gäste blicken auf einen guten Start ins neue Jahr zurück, sind also nicht zu unterschätzen. „Ich erwarte eine intensive Partie, versuchen doch beide Seiten auf Sieg zu spielen.“ Fuchs, Schuller, Heidl und Grummer fehlen, dafür kehren Kuhn und Tarhan zurück. Auf einen wichtigen 1:0-Sieg gegen Wunsiedel blickt Gästespielleiter Wieland Reim zurück. „Damit haben wir den Abstand auf die gefährdeten Ränge vergrößert. Ausruhen jedoch sollten wir uns auf gar keinen Fall.“ Erneut wollen sich die Gäste auf die stabile Abwehr um Torwart Smrha und die Innenverteidiger Fritsch sowie Baumann verlassen.

SpVgg Wiesau – VFC Kirchenlamitz (So. 15 Uhr)

Beim klaren 4:2-Sieg in Schwarzenbach setzte die Mannschaft alle Vorgaben ihres Trainers Christian Zettl zu 100 Prozent um. Damit dieser an Wert gewinnt, sollte umgehend ein Sieg nachgelegt werden und somit der Klassenerhalt in trockene Tücher gebracht werden. „Gelingt es uns, eine ähnliche Leistung auf den Platz zu bringen, bleiben die Zähler in Wiesau“, ist sich Vorsitzender Alfred Klarner sicher. Personelle Veränderungen sind nicht vorgesehen. Mit einem Sieg in die Restsaison zu starten, war für VFC-Coach Bernd Lauterbach enorm wichtig. „Nun lässt es sich etwas beruhigter nach Wiesau fahren. Wichtig wird es sein, Spielgestalter Lauton in den Griff zu bekommen.“ Popp und Fischer fallen verletzt aus.

 
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