Tirschenreuth
29.03.2019 - 13:54 Uhr

Zum letzten Mal Kontrahenten

Am Samstag gegeneinander, ab der kommenden Spielzeit miteinander: Das letzte Duell zwischen dem SV Steinmühle und dem SV Mitterteich II in der Kreisliga Süd steckt voller Brisanz. Keiner will als Verlierer in die Gemeinschaft treten.

Im Strafraum des SV Mitterteich II (im Bild fängt Keeper Michael Schultes einen Eckball im Hinspiel ab) wird es am Samstag wieder heiß hergehen. Die Landesliga-Reserve muss nach Steinmühle. Bild: gb
Im Strafraum des SV Mitterteich II (im Bild fängt Keeper Michael Schultes einen Eckball im Hinspiel ab) wird es am Samstag wieder heiß hergehen. Die Landesliga-Reserve muss nach Steinmühle.

Gute viereinhalb Monate ruhte in der Kreisliga Süd das Leder. Klar, dass Spieler, Trainer, Funktionäre und Fans dem Start am Wochenende entgegenfiebern. Zur Erinnerung: Der FC Rehau (1./48) und der VfB Arzberg (2./45) führen die Liga an, dicht auf den Fersen ist dem Duo der TSV Konnersreuth (3./42). Schlusslicht ist der FC Marktleuthen (15./12), die Relegationsränge belegen der FC Lorenzreuth (14./12) und der SV Steinmühle (13./15). Am 21. Spieltag geht das Führungstrio gemeinsam auf Reisen und bekommt es dabei mit unangenehmen Gegnern zu tun. Rehau gastiert bei der SpVgg Wiesau (10./25), Arzberg tritt bei der SpVgg Selb 13 (11./23) an, und der TSV Konnersreuth ist zu Gast beim ASV Wunsiedel (7./27). Aus Stiftländer Sicht steht das vorerst letzte Derby zwischen dem SV Steinmühle und SV Mitterteich II (8./25) im Mittelpunkt.

SV Steinmühle – SV Mitterteich II (Sa. 14 Uhr)

Schon aufgrund der anstehenden Fusion zu einer Spielgemeinschaft wird jeder hochmotiviert in das Derby gehen. „Wir wollen auf gar keinen Fall als Absteiger zusammengehen“, sagt Steinmühles Trainer Thorsten Meier. Dazu ist ein Sieg dringend notwendig, um den Kontakt zum rettenden Ufer nicht aus den Augen zu verlieren. Da sich beide Mannschaften sehr gut kennen, erwartet Meier einen knappen Ausgang. Da ihn gravierende Personalsorgen plagen, entscheidet sich die Anfangsformation kurzfristig. Zu einem besonderen, weil vorerst letzten Derby, treffen sich laut SV-Vorsitzendem Roland Eckert zwei Teams auf Augenhöhe. Erst in der Nachspielzeit verlor die Landesliga-Reserve vor Wochenfrist in Schwarzenbach, zeigte aber trotz des letzten Aufgebotes eine couragierte Leistung. An der Personallage wird sich kaum etwas ändern, aber wenigstens einen Zähler will Eckert mitnehmen. Zumindest Christian Weiß kehrt nach einer Erkältung zurück.

TuS Förbau – FC Schwarzenbach (Sa. 15 Uhr)

Gleich zum Auftakt steht ein Derby ins Haus, welches der Aufsteiger natürlich gewinnen möchte, um den Abstand zu den gefährdeten Rängen aufrechtzuerhalten. Gerne würde man sich auch für die glatte 0:3-Vorrundenniederlage revanchieren. Ob allerdings die Mittel dazu reichen, bleibt abzuwarten. Entscheidend wird es für Trainer Stefan Stadelmann sein, die gefährliche Offensive der Gäste in den Griff zu bekommen. Erstmals in dieser Saison steht der komplette Kader zur Verfügung. „Kunststücke werden an diesem Tag nichts einbringen“, weiß FC-Coach Santiago Da Silva. „Nur mit Kampf und Willen können wir das Derby zu unseren Gunsten entscheiden. Von Vorteil könnte es sein, dass wir schon ein Spiel erfolgreich hinter uns haben.“ Fehlen werden Fröhlich und Löffler.

FC Marktleuthen – SF Kondrau (Sa. 15 Uhr)

Die in allen Mannschaftsteilen gut besetzten und stark aufspielenden Gäste sind für FC-Coach Martin Matuschak zum Auftakt ein harter Brocken. „Aufgrund unserer prekären Tabellensituation stehen nur noch Endspiele an. Deshalb muss die Mannschaft an ihre Grenzen gehen, will sie aus dem Tabellenkeller rauskommen.“ Fehlen werden Thumser, Matuschak, Bösel und Schwara. Laut SF-Spielleiter Philipp Hopfner habe die Mannschaft ordentlich trainiert und sich nebenbei mit zwei Neuzugängen in der Offensive verstärkt. „Die Mannschaft brennt förmlich auf den Rückrundenstart und versucht, den Schwung aus den Testspielen mitzunehmen. Bei vermutlich schwierigen Platzverhältnissen wird sicher der Wille entscheidend sein.“ Roßkopf und Göybulak fallen aus.

ASV Wunsiedel – TSV Konnersreuth (Sa. 15 Uhr)

„Mit den Gästen erwartet uns gleich eine schwere Aufgabe, zählen sie doch zu den besten Mannschaften der Liga“, sieht ASV-Coach Fabian Bartl der Partie skeptisch entgegen. „Trotzdem wollen wir mit einer positiven und geschlossenen Mannschaftsleistung in die Restrunde starten. Von meiner Mannschaft möchte ich sehen, dass sie sich gegenüber dem blamablen 1:7 aus der Vorrunde deutlich weiterentwickelt hat.“ Koller und Dziumbla fehlen. Auf eine überragende Trainingsbeteiligung in der Vorbereitung blickt TSV-Spielleiter Florian Neumann zurück. Im Schnitt befanden sich 20 bis 25 Akteure im Training. „Die Breite im Kader kann im Aufstiegsrennen ein großes Plus für uns sein.“ Mit den Hausherren wartet für Neumann ein unangenehmer Gegner, gegen den sich seine Truppe auswärts schon immer schwer getan hat. „Vom klaren Hinspielsieg dürfen wir uns auf gar keinen Fall blenden lassen. Das könnte in die Hosen gehen.“ Fraglich ist Heinrich, Härtl fehlt aus privaten Gründen. Ansonsten hat Coach Tilo Scharnagl die Qual der Wahl.

SpVgg Selb 13 – VfB Arzberg (So. 13 Uhr)

SV-Trainer Stefan Rogler treibt es die Sorgenfalten auf die Stirn, wenn er an die restlichen Spiele denkt. Denn die Vorbereitung verlief alles andere als optimal, bedingt durch Verletzungen, Studium und Arbeit stand nie der komplette Kader zur Verfügung. „Leistungsmäßig ist der Gast meilenweit von uns entfernt“, sieht Rogler der Partie mit gemischten Gefühlen entgegen. „In der momentanen Verfassung ist es fast unmöglich, etwas Zählbares zu holen. Aber im Fußball ist alles drin.“ Laut VfB-Spielleiter Sven Riedl ist die Personallage äußerst angespannt, hinter mehreren Leistungsträgern steht ein Fragezeichen. Sicher ausfallen werden die Graf-Brüder. „Trotzdem wollen und müssen wir etwas Zählbares mitnehmen, um am Spitzenreiter dranzubleiben.“

SpVgg Wiesau – FC Rehau (So. 15 Uhr)

Gleich zum Auftakt bekommt es die Heimelf mit dem Spitzenreiter zu tun. „Wohl eine der leichtesten Aufgaben, denn wir haben nichts zu verlieren und können locker drauflosspielen“, sagt SpVgg-Vorsitzender Alfred Klarner. „Allerdings haben wir nichts zu verschenken, die Gäste werden sich warm anziehen müssen.“ Mut macht Klarner die Tatsache, dass die Mannschaft eine ordentliche Vorbereitung hinlegte, gute Testspielergebnisse ablieferte und erstmals in der Saison alle Akteure einsatzfähig sind. Auch Kollege Oliver Höll blickt auf eine optimale Vorbereitung zurück. Jetzt heißt es für ihn, an die gezeigten Leistungen anzuknüpfen. „Wiesau ist ein schwieriger Gegner, hat sich in der Winterpause verstärkt und wird sicherlich gegen den Tabellenführer hoch motiviert sein. Vom klaren Vorrundensieg dürfen wir uns auf gar keinen Fall blenden lassen.“

SG Marktredwitz – FC Lorenzreuth (So. 15 Uhr)

Die Erwartungen an das Stadtderby sind in beiden Lagern hoch. SG-Spielleiter Boban Sabovic sieht die Partie als eine echte Standortbestimmung an. „Immerhin haben sich die Gäste mit drei landesligaerfahrenen Spielern verstärkt und werden ganz anders auftreten als bei der klaren 1:4-Vorrundenniederlage. Nichtsdestotrotz wollen wir unbedingt punkten.“ Wegen einiger krankheitsbedinger Ausfälle entscheidet sich die Anfangsformation kurzfristig. Selbstbewusst gehen die abstiegsbedrohten Gäste ins Derby. „Die Neuzugänge Nothhaft, Walek und Bareuther haben sofort Verantwortung übernommen. Allerdings schmerzt der Ausfall von Abwehrchef Thomas Koller sehr“, sieht FC-Spielleiter Tommi Krull der Begegnung optimistisch entgegen. „Trotz aller Euphorie sind die Hausherren Favorit.“

 
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