Der FC Lorenzreuth (1./36) führt momentan die Tabelle der Kreisliga Süd vor dem VfB Arzberg (2./34) an. Bei einem Spiel weniger liegt der TSV Konnersreuth (3./34) in einer aussichtsreichen Position. Trainer Sascha Haberkorn ist mit dem bisherigen Verlauf zufrieden. Dass es in der Spitze so eng zugehe, sei keine Überraschung. Die ersten vier Vereine lägen eng beeinander. Aber auch mit der SG Mitterteich/Steinmühle (6./29) und der SpVgg Selb (8./28) sei mit Sicherheit noch zu rechnen. "Negative Ausreißer, wie bei meiner Mannschaft, sind in dieser starken Liga immer drin. Wir wollen dran bleiben, sind aber keine Favoriten auf den Aufstieg, der bei uns eh kein Thema ist. Für mich bleibt das Rennen um die ersten beiden Plätze bis zum Schluss spannend. Aber jetzt sind wir erst einmal froh, dass es in die Winterpause geht, denn die Runde kostete viel Kraft und brachte einige Verletzte."
Überraschung in Wiesau
Selbst überrascht ist man bei der SpVgg Wiesau (4./33), die sogar noch zwei Spiele im Rückstand ist. "Unser Ziel vor Saisonbeginn lautete, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben", sagt Trainer Christian Zettl. "Dass es so gut läuft, damit haben alle im Verein nicht gerechnet. Erfolgsgarant für die hervorragende Tabellensituation ist für mich unsere Abwehr. Nur 19 Gegentore sind absolute Spitze in der Liga." Aber Zettl bleibt auf dem Teppich. "Der Aufstieg ist kein Muss, aber wir nehmen natürlich alles gerne mit. Gelingt es uns auch weiterhin, wenig Tore zu kassieren, dann sind wir ganz vorne dabei."
Mit je 29 Zählern rangieren der TSV Waldershof (5.) und die SG Mitterteich/Steinmühle (6.) in Lauerstellung. "Als Aufsteiger sind wir nach holprigem Auftakt mehr als zufrieden. Etwas mehr jedoch hätte es schon sein können, denn die Mannschaft verschenkte in einigen Spielen leichtfertig Punkte", ärgert sich Abteilungsleiter Stefan Schindler. "Wir gehen relativ entspannt in die restliche Saison und schauen, was am Ende herausspringt. Auf jeden Fall wollen wir weiterhin ganz vorne mitmischen."
Licht und Schatten wechselten bei der SG Mitterteich/Steinmühle. Gerade die eklatante Auswärtsschwäche (drei Siege, fünf Niederlagen) und insgesamt sieben Einbußen waren für Trainer Markus Broschik einfach zu viel. "Es fehlt ganz einfach die Konstanz und wir kassierten zu viele Gegentore." Außerdem plagten ihn personelle Sorgen zu Beginn der Saison. "Aber die haben sich zum Ende hin erledigt. Mit steht ein kompletter und eingespielter Kader zur Verfügung und wir haben gezeigt, dass wir jederzeit mithalten können. Wir versuchen weiterhin ganz vorne mitzuspielen."
Das würden die Sportfreunde aus Kondrau auch gerne, so wie in der vergangenen Saison. Warum es heuer nicht klappt weiß Trainer Jakub Ryba, der vor der Saison neu verpflichtet wurde. "Schon in der dritten Vorbereitungswoche ahnte ich, was auf uns zukommt. Sieben Leistungträger zogen sich langwierige Verletzungen zu. Bei dem kleinen Kader ist das kaum zu kompensieren. Ich hoffe, dass im neuen Jahr einige zurückkehren. Dann gehen wir optimistisch in die Aufholjagd um den direkten Klassenerhalt, der natürlich das erklärte Saisonziel bleibt. Wir haben alles selbst in der Hand zumal noch drei Nachholspiele ausstehen."
Am anderen Ende der Tabelle wird wohl Aufsteiger FC Vorwärts Röslau II (16./1) den Weg in die Kreisklasse antreten. Auf einem Abstiegsplatz liegt die SG Marktredwitz (15./16). Den zweiten Relegationsplatz, neben der SF Kondrau, belegt der FC Schwarzenbach (13./21).
Statistik
Tore
Recht treffsicher zeigten sich die Kicker der Liga. In 144 Spielen trafen sie 628 Mal in den gegnerischen Kasten. Da entspricht eine beachtlichen Schnitt von 4,3 Toren pro Begegnung.
Die meisten Tore (63) erzielte Tabellenführer FC Lorenzreuth, die wenigsten, nämlich nur acht in 17 Spielen, das hoffnungslos abgeschlagene Schlusslicht FC Vorwärts Röslau II. Der FC kassierte auch satte 101 Gegentreffer.
Die stabilste Abwehr (19) stellt die SpVgg Wiesau. An den torreichsten Partien war logischerweise die bedauernswerte „Zweite“ aus Röslau beteiligt: FC Schwarzenbach – SF Kondrau 3:7, FC Lorenzreuth – Vorwärts Röslau II 15:0 und SF Kondrau – Vorwärts Röslau II 11:0.
Fairness
Bestes Heimteam ist Spitzenreiter FC Lorenzreuth (6/2/1), das schwächste Vorwärts Röslau II (0/1/5). In der Fremde kam der VfB Arzberg (5/3/1) am besten zurecht, Röslau kassierte punktlos zehn Niederlagen.
Mit einer Quote von 1,77 belegt der TSV Thiersheim den ersten Platz in der Fairness-Tabelle. Letzter ist die SpVgg Selb mit 4,84 Punkten. Sie kassierte 57 Gelbe, fünf Gelb-Rote und vier Rote Karten.
Torjäger
19 Tore: Felix Fux (FC Lorenzreuth); 18: Martin Brunner (VfB Arzberg), Jiri Mlika (TuS Erkersreuth); 16: Dominik Dotzauer (TSV Waldershof); 15: Martin Roßkopf (SF Kondrau), Julian Schindler (TSV Waldershof); 12: Christioph Pirner (TSV Konnersreuth); 11: Tim Andörfer (TuS Förbau), Benjamin Lauton (SpVgg Wiesau), Tobias Schraml (FC Lorenzreuth); 10: Korbinian Lang (VfB Arzberg)













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