Tirschenreuth
01.11.2019 - 23:57 Uhr

Spitzenduo aus dem Stiftland geht auf Reisen

Tabellenführer TSV Konnersreuth gastiert am 17. Spieltag der Kreisliga Süd beim FC Schwarzenbach, Verfolger SpVgg Wiesau tritt beim ASV Wunsiedel an. Im Tabellenkeller brauchen die Sportfreunde Kondrau dringend Punkte.

Der TSV Konnersreuth (rechts Lukas Baumgärtner) bezwang am vergangenen Sonntag den FC Lorenzreuth (rechts Michael Schneider) mit 3:1 und übernahm damit die Tabellenführung in der Kreisliga Süd. Am 17. Spieltag tritt der Spitzenreiter beim FC Schwarzenbach/Saale an. Bild: hho
Der TSV Konnersreuth (rechts Lukas Baumgärtner) bezwang am vergangenen Sonntag den FC Lorenzreuth (rechts Michael Schneider) mit 3:1 und übernahm damit die Tabellenführung in der Kreisliga Süd. Am 17. Spieltag tritt der Spitzenreiter beim FC Schwarzenbach/Saale an.

Wer hätte das gedacht? Nach 16 Runden führen zwei Teams aus dem Stiftland die Tabelle der Kreisliga Süd an. Spitzenreiter TSV Konnersreuth (1./31 Punkte) und Verfolger SpVgg Wiesau (2./30) trotzen bisher erfolgreich der Übermacht oberfränkischer Vereine. Zu zwei davon geht die Reise am 17. Spieltag. Der TSV gastiert beim auf einem Relegationsplatz liegenden FC Schwarzenbach (13./18), die SpVgg Wiesau bekommt es mit dem ASV Wunsiedel (12./18) zu tun, der sich ebenfalls in einer prekären Lage befindet.

Wollen die Sportfreunde Kondrau (14./17) aus dem Tabellenkeller heraus, müssen sie gegen Aufsteiger TSV Waldershof (5./29) gewinnen. Die SG Mitterteich/Steinmühle (9./23) tritt beim punktgleichen Bezirksliga-Absteiger TSV Thiersheim (7./23) an.

SpVgg 13 Selb - SG Marktredwitz Sa. 12.00

Als äußerst unangenehmen Gegner stuft SpVgg-Trainer Mo Tamo die in einer schwierigen Lage steckenden Gäste ein. Das Hinspiel gewann Selb mit 2:1, aber in der letzten Saison setzte es zwei Niederlagen. "Gelingt es uns, die Chancen konsequent zu nutzen, sollte ein Sieg drin sein", glaubt Tamo. Personell kann er aus dem Vollen schöpfen. Bei den Gästen wird die Enttäuschung laut Trainer Mitko Plomer von Woche zu Woche größer. "Wichtig ist, dass wir uns nicht aufgeben. Bei der 0:4-Niederlage in Schwarzenbach erarbeitete sich meine Mannschaft vier sogenannte hundertprozentige Möglichkeiten, aber das Glück stand nicht auf unserer Seite. In Selb müssen wir das auf unsere Seite ziehen und ganz einfach effektiver agieren."

TSV Thiersheim - SG SV Mitterteich II/Steinmühle Sa. 14.30

Das Hinspiel hat die Heimelf trotz einer 2:0-Führung und klarer Überlegenheit mit 3:4 verloren. Diesmal sollen die Punkte in Thiersheim bleiben. Trainer Udo Schnurrer hofft, dass sein Team an die gute Leistung von Wiesau anknüpft und mit derselben Einstellung zu Werke geht. "Wenn wir dann endlich unsere Chancen konsequent nutzen, werden wir gegen die spielerisch starken Gäste gewinnen", ist sich Schnurrer sicher. Zum Aufgebot der Vorwoche gesellt sich Johannes Schlicht. Laut SG-Vorsitzendem Roland Eckert kassierte seine Truppe eine vermeidbare Niederlage in Kirchenlamitz und kommt somit nicht vom Fleck. Im Gegenteil: Mit einem Auge schauen die Gäste auf die hintere Tabellenregion. Beim Bezirksliga-Absteiger wird es schwer, etwas Zählbares zu holen. "Um eine ähnliche Überraschung wie in der Hinrunde zu schaffen, muss so ziemlich alles nach Plan verlaufen", sagt Eckert. "Chancenlos fahren wir aber nicht nach Thiersheim."

TuS Förbau - TuS Erkersreuth So. 14.30

"Blickt man auf die Auswärtsbilanz der Gäste, könnte einem ganz schön bange werden", sagt Spielleiter Stefan Dill. Seit dem 5. November 2017 haben sie kein Spiel in der Fremde verloren. "Diese Serie muss endlich ein Ende haben", fordert Dill einen Sieg. Aber er weiß, wie schwer das wird, zumal sich die Gäste mit zwei Topleuten noch verstärkt haben. Hoffnung gibt der gute Auftritt aus der Vorrunde, als die Mannschaft unglücklich mit 2:3 verlor. Die Gäste können einfach nicht mehr gewinnen. Sie warten seit fünf Runden auf einen Dreier. Mit dem Abrutschen auf Rang sechs ist auch die Stimmung gesunken. "Die Mannschaft muss sich wieder auf ihre Stärken besinnen und die liegen auf fremden Plätzen", hofft Trainer Roman Pribyl auf einen Auswärtssieg.

SF Kondrau - TSV Waldershof So. 14.30

Auf einen wichtigen Punktgewinn in Arzberg blickt SF-Spielleiter Philipp Hopfner zurück. Die Mannschaft habe die ausgegebene Marschrichtung voll umgesetzt. "Wichtig wird in den nächsten Spielen sein, dass wir mehr Konstanz in unser Spiel bekommen." Allerdings kommt ein enorm starker Aufsteiger, der schon das Hinspiel glatt mit 4:0 gewonnen hat. "Diese deutliche Abfuhr wollen wir nicht auf uns sitzen lassen." Die Personallage jedoch bleibt weiter angespannt. Nach dem hochverdienten Heimsieg gegen Förbau und einer spielerisch guten Leistung rechnet sich der TSV auch in Kondrau etwas Zählbares aus. "Wir werden alles daransetzen, weiterhin ganz vorne mitzumischen", verspricht Trainer Maxi Berek. "Aber Vorsicht ist geboten. Wer in Arzberg einen Punkt holt, ist nicht zu unterschätzen." Personelle Veränderung sind nicht vorgesehen.

VFC Kirchenlamitz - FC Vorwärts Röslau II So. 14.30

Alles andere als ein Sieg gegen den Tabellenletzten wäre eine herbe Enttäuschung für den VFC. "Wir müssen schnell das Führungstor erzielen und den Gästen zeigen, wer Herr auf dem Platz ist", sagt Trainer Holger Lörner. Bis zur Winterpause wird sich die personelle Lage bei der Landesliga-Reserve wenig ändern. Deshalb ist Trainer Alexander Seidel erneut auf die Unterstützung von AH-Spielern angewiesen. "Wir wollen uns natürlich im Derby so teuer wie möglich verkaufen." Alexander Lapschin kehrt in den Kader zurück.

FC Lorenzreuth - VfB Arzberg So. 14.30

Die 1:3-Niederlage in Konnersreuth hat der Heimelf die Tabellenführung gekostet. Natürlich wird der FC versuchen, sich umgehend dafür zu rehabilitieren. Nicht vergessen ist auch die knappe 0:1-Niederlage aus der Vorrunde, für die man sich gegen die punktgleichen Gäste revanchieren will. Nach dem nächsten unglücklichen Remis rutschte der VfB auf den vierten Tabellenplatz ab. "Leider bekommt die Mannschaft das Problem mit der Chancenverwertung nicht in den Griff", ärgert sich VfB-Spielleiter Sven Riedl. In Lorenzreuth hofft er, dass endlich der Knoten platzt. Am Personal sollte es nicht liegen, denn es steht der komplette Kader zur Verfügung.

FC Schwarzenbach - TSV Konnersreuth So. 14.30

Mit dem Tabellenführer wartet auf die Heimelf ein dicker Brocken. "Klar, wir sind krasser Außenseiter, werden aber die Punkte nicht kampflos abgeben", verspricht Trainer Santiago da Silva. Der 4:0-Sieg letzte Woche gegen Marktredwitz sollte seiner Mannschaft Selbstbewusstsein geben. "Wenn es uns gelingt, möglichst lange die Null zu halten, wird es spannend." Wegen Verletzungen muss der Trainer die Viererkette umstellen. "Gegen Lorenzreuth hat die Mannschaft die Vorgaben von Trainer Sascha Haberkorn exzellent umgesetzt. Stark war auch, dass sie ihre Chancen endlich eiskalt genutzt hat", lobt TSV-Spielleiter Florian Neumann seine Truppe. "Aber der Sieg ist nichts wert, wenn wir in Schwarzenbach nicht erfolgreich nachlegen. Aber auf uns wartet eine schwierige Aufgabe, denn die Hausherren schätze ich viel stärker ein, als es der Tabellenplatz aussagt." Am Kader der Vorwoche ändert sich kaum etwas.

ASV Wunsiedel - SpVgg Wiesau So. 14.30

"Mit Wiesau steht uns ein richtig schwerer Gegner bevor, der in den letzten Wochen eine beeindruckende Serie hingelegt hat und verdient ganz oben in der Tabelle steht", sieht Trainer Fabian Bartl der Begegnung skeptisch entgegen. "Um erfolgreich zu bestehen, müssen wir uns in der Defensive steigern und eine fehlerfreie Leistung abliefern." Alfred Klarner, Vorsitzender der Gäste, will die Erfolgsserie fortsetzen. "Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung sollte das möglich sein. Natürlich ist die 0:2-Niederlage aus der Vorrunde nicht vergessen, für die wir uns revanchieren wollen. Dafür wird die Mannschaft alles geben."

 
Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:
Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.