23.04.2019 - 18:08 Uhr
TirschenreuthSport

"Totgeglaubter" FSV Tirschenreuth steigt auf

Ein Jahr nach dem Abstieg wird der FSV Tirschenreuth Meister in der A-Klasse Stiftland und kehrt in die Kreisklasse zurück. Mit einer echten Multikulti-Truppe.

Zwei Spieltage vor Saisonschluss feierte der FSV Tirschenreuth die Meisterschaft in der A-Klasse Stiftland und damit den Aufstieg in die Kreisklasse Stiftland. Nach Spielschluss war die Freude bei Spielern und Verantwortlichen um Abteilungsleiter Jürgen Rieger (stehend Zweiter von rechts) groß.
von Josef RosnerProfil

Schnell waren die Meister-T-Shirts nach Spielende verteilt, mit der Überschrift "Totgeglaubte leben länger". Am Ostermontag wurde der FSV Tirschenreuth nach einem 2:1-Zittersieg gegen den TSV Friedenfels II Meister in der A-Klasse Stiftland. Mit 55 Punkten und einem Torverhältnis von 93:11 ist den Kreisstädtern der Titel und der damit verbundene Wiederaufstieg in die Kreisklasse nicht mehr zu nehmen. Bereits zwei Spieltage vor Saisonende ist den Schützlingen von Trainer Tobias Stilp Platz eins nicht mehr zu nehmen. Wie herausragend der FSV agierte, zeigt die Tatsache, dass bis auf ein Unentschieden alle Spiele gewonnen wurden. Vater des Erfolgs sind Stilp und Abteilungsleiter Jürgen Rieger, die die international bunt zusammengesetzte Mannschaft zu einer festen Einheit formten.

Vor einem Jahr stand der FSV praktisch ohne Mannschaft da. Erst mit Stilp und Rieger kehrte der sportliche Aufschwung zurück, als viele Flüchtlinge, die in Tirschenreuth eine neue Heimat fanden, beim FSV ihr fußballerisches Glück versuchten. Rieger einte die unterschiedlichen Nationalitäten zu einer Mannschaft und hatte damit auf Anhieb sportlichen Erfolg. Klar, dass nach Spielschluss alle Dämme brachen und es noch auf dem Spielfeld heiß herging. Rieger musste sogar eine Weißbierdusche über sich ergehen lassen. Auch die Offiziellen des FSV Tirschenreuth freuten sich: "Totgeglaubte leben länger" lautete das Motto des Tages.

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