05.12.2018 - 16:44 Uhr
TirschenreuthSport

TSV Waldershof dominiert nach Belieben

Bereits zur Winterpause scheint die Meister-Frage in der Kreisklasse Stiftland entschieden zu sein. Die Berek-Truppe strebt unaufhaltsam gen Kreisliga-Rückkehr. Dahinter liegt eine Mannschaft aus der Kreisstadt aussichtsreich im Rennen.

Julian Schindler (Zweiter von links) ist nicht zu stoppen: Der Stürmer des TSV Waldershof netzte vor der Winterpause bereits 32 Mal ein.
von Helmut KapplProfil

Natürlich war der sofortige Wiederaufstieg unser Ziel“, gesteht Maxi Berek, Trainer des TSV Waldershof (1./56). „Aber dass es so gut läuft, damit hat keiner im Verein gerechnet.“ Es passt einfach alles zusammen, beim noch immer ungeschlagenen Tabellenführer der Kreisklasse Stiftland. „Wir haben einen optimalen Start hingelegt und je länger die Saison dauerte, kam die Mannschaft immer besser ins Rollen. Dann gelingt einfach alles.“ Die Gründe sieht Berek vorrangig in der Kameradschaft. „Wir sind ein eingeschworener Haufen.“ Ausruhen auf dem derzeitigen Erfolg sei ganz klar verboten, auch wenn der Vorsprung auf den nächsten Verfolger satte elf Zähler beträgt. „Im Fußall ist bekanntlich alles möglich. Gelingt uns erneut ein optimaler Start nach der Winterpause, dürfte uns die Meisterschaft kaum zu nehmen sein.“

Ähnlich sieht es Kollege Marco Zeus vom Mitabsteiger ATSV Tirschenreuth (2./45). „Wenn Waldershof nicht einen Totaleinbruch erleidet, ist die Meisterschaft sicher.“ Die Truppe von Coach Marco Zeus konzentriert sich jetzt auf den zweiten Tabellenplatz, der zur Aufstiegsrelegation berechtigt. Noch beträgt der Vorsprung auf den Mitkonkurrenten SG Griesbach/Großkonreuth (3./40) fünf Zähler. „Aber die sind schnell aufgebraucht“, weiß auch Zeus.

„Wenn wir unser Ding durchziehen, dann sollte es für den Relegationsplatz reichen. Dann nehmen wir halt zum angestrebten Aufstieg den Umweg.“ Mit dem derzeit Erreichten ist Zeus einverstanden. 15 Siege und nur fünf Niederlagen können sich sehen lassen, wobei es die beiden Einbußen gegen den TSV Waldershof (3:7 und 0:3) nicht brauchten. „Da haben wir es dem Gegner einfach viel zu leicht gemacht“, erinnert sich Zeus.

Noch mischt die SG Griesbach/Großkonreuth im Kampf um den zweiten Rang mit. „Fünf Zähler sind schnell aufgeholt“, sagt Trainer Manuel Waller. „Wenn Tirschenreuth schwächelt, müssen wir da sein.“ Das Hauptaugenmerk jedoch richtet er auf den dritten Tabellenplatz, den er unbedingt halten will. „Dass wir diesen belegen, hat keiner von uns erwartet. Vor der Saison hätte ich den sofort unterschrieben.“ Nur schade, dass sich die Mannschaft einen Durchhänger von fünf sieglosen Spielen leistete. „Das ist der Rückstand auf Tirschenreuth, sonst wäre sicherlich mehr drin gewesen.“ Von Platz vier, den der FC Tirschenreuth II (32) belegt, bis zum Tabellen-14. TSV Konnersreuth II (21) spielen alle Mannschaft eigentlich um die Goldene Ananas. Für sie gilt, sich vielleicht schon auf die neue Saison einzuspielen und den einen oder anderen Tabellenplatz gutzumachen.

Schlimm sieht es für das bereits abgeschlagene Duo SV Pechbrunn (15./12) und Schlusslicht SV Leutendorf (16./9) aus. Wenn nicht ein mittelgroßes Wunder passiert, werden beide den Gang in die A-Klasse antreten müssen. Sich zumindest mit guten Leistungen aus der Liga zu verabschieden, soviel Ehrgeiz sollten beide Teams schon aufbringen.

Statistik:

Statistik: In 158 Spielen fielen 583 Tore, das entspricht einem Durchschnitt von 3,6 Treffern pro Spiel. Spitzenreiter TSV Waldershof stellt mit 86 Einschüssen in 20 Begegnungen die beste Offensive, der SV Pechbrunn brachte es lediglich auf 20 Tore. 17 Gegentreffer kassierte Waldershof, 74 dagegen Schlusslicht SV Leutendorf. Zwei Mal war der TSV Waldershof an den torreichsten Spielen beteiligt: Waldershof – ATSV Tirschenreuth 7:3, Waldershof – Mähring 8:2 und SF Kondrau II – SV Leutendorf 12:2. Traurig ist die Bilanz für den SV Pechbrunn, dem auswärts kein Sieg gelang, Leutendorf bejubelte auf eigenem Gelände nur einen Dreier.

Fairnesswertung: Auch die Fairnesswertung führt der TSV Waldershof mit einem Quotienten von 1,05 an. Letzter ist hier die SG Griesbach/Großkonreuth (3,4).

Torjägerliste: 32 Tore: Julian Schindler (TSV Waldershof); 19 Tore: Jakub Smoranc (SG Griesbach/Großkonreuth); 17 Tore: Dominik Dotzauer (TSV Waldershof), Christian Neumann (DJK Falkenberg); 15 Tore: David Janda (SG Fuchsmühl), Fabian Lorenz (ATSV Tirschenreuth); 13 Tore: Thomas Weiß (FC Tirschenreuth II); 12 Tore: Lucas Ernstberger (ASV Waldsassen); 11 Tore: Lukas Klement (SC Mähring), Andreas Plonner (ATSV Tirschenreuth), Marek Zeman (SG Griesbach/Großkonreuth); 10 Tore: Radek Fiala (TSV Neualbenreuth), Daniel Lindner (DJK Falkenberg).

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