18.09.2026 - 11:28 Uhr

„Trifft uns mitten ins Mark“: Special Olympics warnt vor AfD

An diesem Sonntag wird in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt fürchtet der Sportverband für Menschen mit geistiger Behinderung einen weiteren Erfolg der AfD.

Die Special Olympics Nationale Spiele Saarland fanden in diesem Jahr im Saarland statt. Bild: Laszlo Pinter/dpa
Die Special Olympics Nationale Spiele Saarland fanden in diesem Jahr im Saarland statt.

Special Olympics Deutschland (SOD) hat als Sportverband für Menschen mit geistiger Behinderung vor einer Wahl der AfD gewarnt. Zwei Tage vor den Landtagswahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern sagte der 1. Vizepräsident Andreas Silbersack in einer Stellungnahme von SOD: Die AfD wolle „die Inklusion abschaffen. Das trifft uns mitten ins Mark!“

Angesichts des Wahlsiegs der AfD in Sachsen-Anhalt wird Silbersack weiter zitiert: „Unsere Existenzberechtigung wird infrage gestellt und es droht der Entzug von finanziellen Mitteln in einem Bundesland. So wie es aussieht, werden wir uns auf ruppige und schwere Zeiten in Sachsen-Anhalt einstellen müssen. Wir machen uns große Sorgen, weil wir in unserer Arbeit auf Unterstützung, verlässliche Rahmenbedingungen und ein gesellschaftliches Bekenntnis zur Inklusion angewiesen sind.“

Vertreter der AfD haben sich in verschiedenen Kontexten kritisch bis abwertend über die Inklusion von Menschen mit Behinderung geäußert. Im Wahlprogramm der Partei für die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt steht zum Beispiel: „Das Experiment "Inklusion", also der gemeinsame Unterricht von behinderten Kindern mit normal begabten Kindern und die Abschaffung der herkömmlichen Förderschulen, ist auf ganzer Linie gescheitert.“

© dpa-infocom, dpa:260918-930-704997/1

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