Der Überflieger der Kreisklasse Süd im Fußballkreis Amberg/Weiden ist durch und hat doppelt Grund zum Feiern: Mit dem 6:1-Sieg über die Reserve des SV Raigering holten die Sportfreunde Ursulapoppenricht den Titel und sind frühzeitig Meister. Und: Daniel Bosser erzielte mit dem Schlusspfiff den 100. Treffer für "Upo" in dieser Saison. "Als Belohnung hat er der Mannschaft etwas ausgeben müssen", sagt SF-Spielertrainer Sven Seitz, der dieses Tor als "i-Tüpfelchen" auf eine super Saison sieht. Offiziell hat seine Mannschaft zwar erst 98 Treffer, doch Seitz rechnet die zwei Tore aus dem Sportgerichtsurteil wegen Nichtantretens des FSV Gärbershof vor einer Woche gleich mit ein. Das Urteil wird am Dienstag erwartet.
"Herzlichen Glückwunsch zum Titel", gratulierte Kreisspielleiter Albert Kellner dem ersten Meister in der Oberpfalz im Amateurbereich: "Das Konstrukt hat gegriffen, es ist eine erfahrene Mannschaft, die sich in einer starken Kreisklasse Süd souverän durchgesetzt hat." Nämlich mit 63 Punkten aus 21 Spielen.
Einen ähnlichen Überflieger in den Kreisklassen gibt's im Kreis Coburg/Kronach/Lichtenfels mit dem TSSV Fürth am Berg, mit 64 Punkten aus 22 Spielen. "Die haben aber ein Unentschieden in ihrer Bilanz", erklärte Patrik Domanski vom Bayerischen Fußballverband. "Upo" und Fürth, so Domanski, seien aber im bayerischen Amateurbereich nicht die ersten Mannschaften, die bereits ihre Meisterschaft feiern konnten. "Da gibt es ein paar weitere, in den A- und B-Klassen und auch eine Bezirksligamannschaft ist schon durch", sagte Domanski.
Das tat der Feierlaune der Sportfreunde keinen Abbruch, im Sportheim stieg die Fete gleich am Samstag und dauerte an: "Die einen haben bis Samstag Nacht gefeiert, die anderen bis in den Sonntag", sagte Seitz. Der hartnäckigste Verfolger von "Upo", Germania Amberg, patzte am Osterwochenende, weswegen am Samstag die Korken knallten. Drei Mannschaften sind gegen die Sportfreunde nicht angetreten: Der SV Michaelpoppenricht, die SpVgg Ebermannsdorf und vor kurzem der FSV Gärbershof. Macht neun Punkte durch das Sportgericht und jeweils 2:0 Tore für die Sportfreunde. Sonst wäre das Torverhältnis womöglich noch besser ausgefallen, als Treffer Nummer 100 durch Daniel Bosser. "Da war die Freude extrem groß bei diesem Tor, wir hatten intern auch eine Wette laufen, wer das erzielen würde", so Seitz. In der 91. Minute war's, der Schiedsrichter habe auch sofort nach dem 6:1 abgepfiffen.
"21 Spiele am Stück zu gewinnen, das ist schon Wahnsinn. Das ist uns, glaube ich, noch gar nicht so bewusst, was wir da geleistet haben", sagte Sven Seitz. Die Zuschauer feierten gleich noch mit, der Sportheimwirt servierte belegte Brötchen (Seitz: "Also nichts Außergewöhnliches") und: "Der Grillstand vom Spiel musste noch geplündert werden. Da kam beim Essen keiner zu kurz."














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