15.09.2020 - 17:46 Uhr
VohenstraußSport

Kein Wort zum Sport: Harald Eckl

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In unserer wöchentlichen Rubrik verrät Ex-Motorradsportler Harald Eckl, wofür er seinen Eltern dankbar ist, wieso ihm seine Lehrer manchmal Leid taten und dass er in seiner aktiven Zeit jeden Cent in seinen Sport gesteckt hat,

Harald Eckl.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Mit erfolgreichen Motorradsportlern ist die Oberpfalz wahrlich nicht gesegnet. Einer, der in diesem Metier Spuren hinterlassen hat, ist Harald Eckl. Der gebürtige Vohenstraußer war von 1982 bis 1992 ein Jahrzehnt lang bei den Rennen zur Motorrad-Weltmeisterschaft unterwegs und nahm es trotz schmalem Budget mit den finanziell bestens ausgestatteten Werksteams auf. In 256 Grand-Prix-Rennen fuhr Eckl in der 250-ccm-Klasse auf Maschinen von Yamaha, Honda und Aprilia immer wieder in die Top 15, seine beste Platzierung erreichte der heute 64-Jährige 1983 mit Rang fünf beim Großen Preis von Schweden in Anderstorp. Auch auf nationaler Ebene stellten sich mit dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1990 und 1991 Erfolge ein. Nach seiner aktiven Karriere war Eckl zunächst Eigner eines Aprilia-Teams mit damaligen Talenten wie Peter Öttl und Steve Jenkner. Danach wurde der Wahl-Weidener Teamchef bei Kawasaki in der Superbike-, Supersport- sowie MotoGP-WM. Höhepunkt war die Eroberung des Supersport-WM-Titels durch den Australier Andrew Pitt (2001). Sein Engagement beim spanischen Tuenti-Team wurde 2013 mit dem Moto2-WM-Titel durch Pol Espargaro belohnt.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Harald Eckl: Durch meinen Job durfte ich weltweit viele schöne Plätze kennenlernen, aber letztendlich hat es mich immer wieder in die Oberpfalz zurückgezogen. Ich lebe mit meiner Familie und guten Freunden glücklich in Weiden.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Harald Eckl: Ausdauer, ist meine größte Stärke. "Never give up" war im Motorsport essentiell und auch heute noch will ich alles, was ich anpacke, erfolgreich erledigen. Die restlichen Stärken aber auch Schwächen kennen meine Familie und Freunde besser.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Harald Eckl: Größter? Wenn man im Leben viele Entscheidungen treffen muss, macht man auch dementsprechend viele Fehler. Wichtig war, sich dazu zu bekennen, sie rechtzeitig abzustellen und daraus zu lernen.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Harald Eckl: Ich konnte mit Idolen oder Vorbildern nie etwas anfangen. Ich wollte immer ich sein und versuchen, das Beste aus meinem Leben zu machen. Die strenge Erziehung meiner Eltern, für die ich heute sehr dankbar bin, war mein Leitfaden.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Harald Eckl: So etwas fand ich doof. Ich hatte großen Respekt vor den Lehrern. Sie taten mir eher Leid, wenn andere Schüler ihnen einen Streich spielten.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Harald Eckl: Mit Valentino Rossi. Der "Doctor" ist ein Phänomen. Er hat den Motorradrennsport geprägt wie kein anderer und tut es immer noch. Ich kenne ihn schon als kleinen Jungen und wir hatten immer wieder lose Kontakte im Fahrerlager, aber zu einem Espresso hat’s leider nie gereicht.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Harald Eckl: Das kann ich nicht, das schaffe ich nicht

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Harald Eckl: Ersatzteile für meine Rennmaschine. Die ersten Jahre habe ich jeden Cent direkt wieder in meinen Sport gesteckt.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Harald Eckl: Eiscreme. Besonders Vanilleeis mit heißen Himbeeren oder Bananensplit.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Harald Eckl: Tagesschau muss ich sehen, bei Sendungen wie Big Brother oder Dschungelcamp sträuben sich meine Haare.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Harald Eckl: Ich liebe es, Zeit mit meiner Familie zu verbringen. Den Rest der freien Zeit widme ich dem Golfspiel und meiner kleinen Motorrad- und Oldtimer Sammlung.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

Harald Eckl: ... in der Erkenntnis, die schönste Jugendzeit erlebt zu haben, diese heute noch mehr und bewusster genießen wollen.

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