TSV Waldershof legt Einspruch gegen Wertung des Relegationsspiels ein

Waldershof
07.06.2023 - 14:15 Uhr
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Eigentlich hat der TSV Waldershof sein Relegationsspiel zur Bezirksliga Oberfranken gegen den SC Altenplos mit 1:5 verloren. Dabei wurde er allerdings – aus seiner Sicht – massiv vom Schiedsrichter benachteiligt. Nun folgte der Protest.

Philipp Bertsch (Mitte) und der TSV Waldershof mussten das Relegationsspiel gegen den SC Altenplos über 75 Minuten lang in Unterzahl bestreiten.

Das Relegationsspiel zur Bezirksliga Oberfranken zwischen dem TSV Waldershof und dem SC Altenplos hat ein ein juristisches Nachspiel. Der Oberpfälzer Vizemeister der Kreisliga Süd fühlte sich bei 1:5-Niederlage am vergangenen Sonntag massiv von Schiedsrichter Stephan Czepluch (SV Hallstadt) benachteiligt und hat mittlerweile beim zuständigen Sportgericht des Fußballbezirks Oberfranken Einspruch gegen den Spielwertung eingelegt. Dies bestätigte TSV-Spielleiter Stefan Schindler am Mittwoch gegenüber Oberpfalz-Medien.

Was war passiert? Der Waldershofer Nick Adam hatte in der 13. Spielminute beim Stand von 0:0 die Rote Karte wegen eines vermeintlichen Ellbogenschlags gesehen. Bei einem Einwurf für den TSV stand Adam mit dem Gesicht zum Einwerfer und hatte seinen Gegenspieler im Rücken. Beide Spieler hatten Körperkontakt und mühten sich um die jeweils beste Position. "Wir haben nun die Meldung des Schiedsrichters zu diesem Platzverweis erhalten, und dies ist – unserer Meinung nach – nicht klar und regelkonform formuliert. Deswegen haben wir neben unserer Stellungnahme auch Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt, da diese Fehlentscheidung den Spielverlauf mit hoher Wahrscheinlichkeit massiv zu unseren Ungunsten beeinflusst hat", sagte Schindler im Gespräch mit Oberpfalz-Medien.

Keine Tätlichkeit gegeben

In der Meldung des Schiedsrichters, die Oberpfalz-Medien vorliegt, wird die Szene als "Ausschlagen mit dem Ellbogen nach hinten auf die Brust des Gegenspielers" beschrieben. "Davon kann überhaupt keine Rede sein. Weder unser Spieler noch sein Altenploser Gegenspieler wussten, weshalb der Schiedsrichter abpfeift. Vielmehr rechnete der Altenploser Akteur damit, die Gelbe Karte wegen Trikotziehens zu bekommen", hatte Waldershofs Trainer Thorsten Meier unmittelbar nach Spielschluss die Szene aus seiner Sicht beschrieben.

In der Stellungnahme des TSV Waldershof heißt es dazu nun: "Um sich der engen Manndeckung zu entziehen, hat er (Nick Adam; Anm. d Red.) lediglich durch das Anheben seiner Oberarme versucht, sich daraus zu befreien. Hieraus einen gezielten Schlag abzuleiten, entspricht nicht den Tatsachen." Zumal in den Fußballregeln die Tätlichkeit (Regel 12) als "absichtlicher Schlag mit der Hand oder dem Arm gegen den Kopf oder das Gesicht des Gegenspielers" definiert sei, was auch in der Meldung des Schiedsrichters so nicht beschrieben wird.

Auswirkungen noch unklar

Maximal könne dem Waldershofer Spieler ein "fahrlässiges Vergehen" zu Last gelegt werden, was aber nach der Regel 12 "keine Disziplinarmaßnahme" nach sich ziehen würde. Nun wird sich das Sportgericht "schnellstmöglich" mit diesem Fall befassen müssen, wie Bezirksspielleiter Gerald Schwan mitteilte. Ob sich daraus Auswirkungen auf die laufende Relegation ableiten lassen, sei derzeit noch nicht absehbar.

"Das, was sich am Sonntag zugetragen hat, kann man so nicht einfach stehen lassen. Selbst wenn unser Einspruch keinen Erfolg haben sollte, sind wir es unserer Mannschaft schuldig, alles in unserer Macht stehende zu probieren", sagte Schindler weiter. Dem TSV Waldershof geht es auch darum, "ein Zeichen zu setzen, dass man sich nicht alles gefallen lassen darf". Zuspruch erfuhr der Verein dazu in den Sozialen Medien von neutralen Zuschauern und anderen Vereinen, die bei der Partie in Kirchenpingarten anwesend waren.

Oder wie es Schindler weiter formulierte: "Der Bayerische Fußball-Verband propagiert stets Fair-Play. Das haben die beiden Mannschaften in diesem Relegationsspiel vorbildlich umgesetzt. Nur die drei Unparteiischen wollten sich daran nicht beteiligen."

Waldershof04.06.2023
 
 

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