28.06.2020 - 22:54 Uhr
MünchenSport

Wechselt Michael Köllner zum FC St. Pauli?

Man kennt sich. Aber das ist sicherlich nicht der Grund, warum 1860-Trainer Michael Köllner wohl beim Kult-Klub vom Kiez auf dem Zettel steht.

Im Mai 2018 feierten Trainer Michael Köllner (rechts) und Sportvorstand Andreas Bornemann die Erstliga-Rückkehr des 1. FC Nürnberg. Der Trainer aus der Oberpfalz soll beim FC St. Pauli im Gespräch sein.
von Josef Maier Kontakt Profil

Lang ist's her, da gab es eine sehr erfolgreiche Serie im deutschen Fernsehen: "Zwei Münchener in Hamburg." Eine Komödie mit Uschi Glas und Elmar Wepper, die mit viel Herz, Schmerz und Kitsch im Bankenmilieu spielte. Heißt es jetzt im Fußball-Milieu bald "Zwei Oberpfälzer in Hamburg"? Philipp Ziereis ist schon seit sieben Jahren hier. Der Schwarzhofener hat noch einen Vertrag beim FC St. Pauli. Kriegt er jetzt einen Oberpfälzer Landsmann als Coach?

Luhukay ohne Zukunft

Die "Hamburger Morgenpost" spekulierte in den letzten Tagen, dass Michael Köllner, aktuell Trainer von 1860 München, beim FC St. Pauli anheuern könnte. Für die Zeitung steht fest, dass Jos Luhukay keine Zukunft beim Kiez-Klub hat. Der knorrige Holländer hat es sich mit fast allen auf St. Pauli verscherzt.

Michael Köllner bei seiner Arbeit in Giesing

München

Zusammen in die erste Liga

Die "Mopo" zieht ihre Gedankenspiele vor allem daraus, dass beim Hamburger Zweitligisten mit Andreas Bornemann ein Sportdirektor arbeitet, der es bestens mit Köllner kann. Beide arbeiteten 2017 und 2018 beim 1. FC Nürnberg zusammen. Köllner auf der Trainerbank, Bornemann am Schreibtisch. Beide hievten den Club in die erste Liga. Bornemann hatte sogar sein berufliches Schicksal mit dem von Köllner verknüpft. Als im Februar 2019 der Aufsichtsrat des FCN verlangte, Bornemann sollte Köllner entlassen, ging auch der Sportdirektor vom Valznerweiher.

St. Pauli: Trainer Luhukay muss zum Saisonende gehen

Deutschland und die Welt

Finden jetzt beide auf St. Pauli zueinander? Der Kontakt zwischen beiden ist nie abgerissen, betont Köllner immer wieder mal. Aber der Trainer aus Fuchsmühl ist nicht dafür bekannt, dass er sich in irgendwelche Abenteuer stürzt. "Die Perspektive muss stimmen", ist die oberste Maxime des 50-Jährigen. Das sagt er auch mit Blick auf seinen Verein 1860 München. Natürlich will einer, der auch schon mal in der ersten Liga Verantwortung hatte, nicht ewig in der 3. Liga bleiben. Köllner sagte aber vor dem Samstag-Spiel gegen Unterhaching, als die ersten Gerüchte umherwaberten: "Sehe ich so aus, als wäre ich fahnenflüchtig?"

Trotz des 3:0 gegen die Hachinger, bei dem Dennis Dressel drei Mal erfolgreich war, sind die Aussichten der Sechziger vor den letzten beiden Spieltagen nahezu auf Null gesunken. Perspektive hat der Verein aus Giesing aber allemal. Efkan Bekiroglu und Noel Niemann werden den Drittligisten verlassen, die junge Mannschaft dürfte aber nächste Saison dennoch zu den Favoriten gehören. Es wäre schon eine Riesenüberraschung, wenn es in der kommenden Saison "Zwei Oberpfälzer in Hamburg" heißen würde.

Bericht: "St. Paulis Trainer Luhukay räumt Fehler ein – Nachfolger aus München?" in der Hamburger MoPo

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