15.07.2020 - 16:43 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Nach acht Jahren Schluss beim 1. FC Nürnberg? Corona stoppt Dennis Lippert jäh

Diesen Artikel lesen Sie mit
Was ist OnetzPlus?

Er hat ein Kämpferherz, das hat er nach seinem Kreuzbandriss bewiesen. Jetzt muss der Weidener Dennis Lippert wieder kämpfen - um einen neuen Vertrag. Ob in Nürnberg oder anderswo.

Dennis Lippert vorm Testspiel des 1. FC Nürnberg II im August 2019 in Mitterteich: Es ist fraglich, ob der Weidener das Club-Trikot noch mal trägt.
von Josef Maier Kontakt Profil

Er war endlich fit, bestens vorbereitet und total motiviert: "Ich hatte alle Testspiele in der zweiten Mannschaft absolviert", blickt Dennis Lippert auf den Februar zurück. "Ich stand auch beim ersten Punktspiel in Rosenheim im Kader." Dann war Abpfiff. Corona legte im März auch den Spielbetrieb in der Regionalliga Bayern lahm. Bis heute.

Der Fußballprofi aus Weiden hatte all seine Hoffnung beim 1. FC Nürnberg in die Rückrunde des Jahres 2020 gelegt. Seit seinem Kreuzbandriss im März 2017 war sein Fußballerleben ein steter Kampf. Der 24-Jährige, der vor seiner schweren Verletzung nach sechs Zweitligaspielen auf dem Weg zum Stammspieler der Profimannschaft war, musste immer wieder Rückschläge erleiden. Das Knie wurde nicht richtig gesund, es gab muskuläre Probleme. Als sein Vertrag beim Club im Juni 2019 auslief, bekam der Defensivmann auch auf Fürsprache von Regionalliga-Coach Marek Mintal noch einen Kontrakt für ein weiteres Jahr. "Marek hat sich sehr für mich eingesetzt", sagt Lippert. Im Herbst 2019 hatte der Weidener dann wieder Probleme, die Vorbereitung nach der Winterpause lief aber sehr gut.

"Das ist richtig ärgerlich", beschreibt der Weidener das, was danach folgte. Groß hadern will er nicht, andere Leute hätte Corona noch schlimmer getroffen, meint er. Bei ihm war das Virus ein weiterer Karrierebremser.

Die Vertragsverlängerung vor einem Jahr

Sport

Am 30. Juni ist sein Vertrag bei der zweiten Mannschaft des Clubs erneut ausgelaufen. "Das heißt aber noch nicht, dass Schluss sein muss", erklärt Lippert. "Wegen Corona ist in diesem Jahr alles nach hinten verschoben." Auch mögliche Verhandlungen. Zudem standen zuletzt die Relegationsspiele der Profis gegen den FC Ingolstadt im Verein total im Fokus. Es werde noch Gespräche geben, sagt der Spieler. Mit NLZ-Leiter Michael Wiesinger, der für die beiden Spiele gegen Ingolstadt zum Cheftrainer befördert wurde, hatte er vor diesen Partien das letzte Mal Kontakt. Lippert will auch nicht ausschließen, dass er bei einem anderen Verein landet. "Ich schaue mich mit meinem Berater um." Konkrete Möglichkeiten zu wechseln gebe es aber noch nicht.

Es muss nicht der FCN sein. Aber es wäre weiter sein Wunschverein. Den Spind am Trainingsgelände am Valznerweiher hat er noch, zuletzt durfte er auch bei der U21 noch mittrainieren. 2015 ist der junge Bursch von der SpVgg SV Weiden in die U17 des 1. FC Nürnberg gewechselt. "Ich bin jetzt acht Jahre beim Club", sagt er nachdenklich. "Es wäre schon total ungewohnt, wenn ich nicht mehr hier wäre."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.