Die Krefeld Pinguine sind sportlich am Ziel angekommen – doch der Weg zurück in die DEL ist noch nicht endgültig gesichert. Mit einem 5:2-Erfolg am vergangenen Freitag sicherte sich die Mannschaft vom Niederrhein auch das vierte Spiel der Finalserie gegen die Kassel Huskies und machten damit den Sweep perfekt. 4:0 in der Serie – deutlicher lässt sich ein Aufstieg kaum gestalten.
Dabei begann das entscheidende Spiel alles andere als nach Plan. Kassel führte früh mit 2:0, doch Krefeld zeigte einmal mehr die Qualität, die diese Mannschaft über die gesamte Saison hinweg ausgezeichnet hat. Angeführt von Philipp Gogulla, der mit drei Treffern zum Mann des Abends wurde, drehten die Pinguine die Partie noch im ersten Drittel. Zwei Tore binnen kürzester Zeit ebneten den Weg, danach hatte Krefeld das Spiel im Griff.
Es war sinnbildlich für diese Playoffs. Sobald es darauf ankam, fand Krefeld eine Antwort – und zog die Spiele konsequent auf seine Seite. Der Aufstieg ist damit nicht nur verdient, sondern nahezu makellos. 4:0 gegen Landshut im Viertelfinale, 4:0 gegen Regensburg im Halbfinale und nun 4:0 im Finale gegen Kassel – die Pinguine marschierten ohne Niederlage durch die Endrunde Bereits in der Hauptrunde hatte sich angedeutet, wohin die Reise gehen würde. Die Mannschaft von Thomas Popiesch war das Maß aller Dinge, spielte konstant und abgeklärt. In den Playoffs bestätigte sich das nun eindrucksvoll.
Und doch ist die Rückkehr in die DEL aktuell noch nicht in trockenen Tüchern. Für die Lizenzierung müssen die Krefelder bis zum 17. Mai die erforderlichen finanziellen Mittel nachweisen – rund 1,4 Millionen Euro sind dafür zu hinterlegen. Geschäftsführer Peer Schopp zeigte sich zuletzt optimistisch und sprach von einem „60-40-Szenario“, in dem man auf einem guten Weg sei, die Bedingungen zu erfüllen.
Sportlich haben die Pinguine keine Zweifel gelassen. Nun muss der Club auch abseits des Eises liefern, um den verdienten Aufstieg tatsächlich vollziehen zu können. Mitfeiern darf auch ein Spieler mit Weidener Vergangenheit: Daniel Bruch, vor der Saison nach Krefeld gewechselt, krönt seine Spielzeit direkt mit der Meisterschaft. Klar ist: Dieser Aufstieg wurde auf dem Eis eindrucksvoll verdient. Ob er auch formell vollzogen wird, entscheidet sich in den kommenden Wochen.



















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