26.04.2019 - 16:42 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Ausrutschter nicht erlaubt

Ironisch könnte man sagen: Nichts Neues an der Tabellenspitze der Kreisliga Nord. In Wirklichkeit steigt die Spannung von Spieltag zu Spieltag vier Runden vor dem Saisonende bis zum Siedepunkt.

Das Hinspiel hat der SV Plößberg zuhause gegen die SpVgg Vohenstrauß mit 1:0 gewonnen. Hier eine Szene aus der Partie mit dem Plößberger Philipp Müller (links) und dem Vohenstraußer Nichola Neidhardt. Da es für die Mannschaft von Trainer Harald Walbert vermutlich die letzte Chance ist, um noch auf den Relegationsplatz zu klettern, zählt für sein Team gegen den Tabellenzweiten nur ein Dreier.
von Erich VölklProfil

Alle drei Teams aus dem Spitzentrio, die in den restlichen Saisonpartien nicht mehr in direkten Duellen aufeinander treffen, fuhren am Ostermontag mit knappen Auswärtsdreiern die volle Punktzahl ein. Um ganz vorne dabeizubleiben darf sich keine Elf auch nur einen kleinen Ausrutscher leisten. Tabellenführer SpVgg SV Weiden II (48) empfängt im Stadtderby den Siebten DJK Weiden (29). Die SpVgg Vohenstrauß (46) hat im Spitzenspiel des Tages den Tabellenvierten SV Plößberg (40) zu Gast und der FC Weiden-Ost (46) trifft auf den Achten FC Dießfurt (28).

Auch im Tabellenkeller wird es immer enger. Sechs Mannschaften müssen sich Sorgen machen. Mit dem Elften TSV Reuth (23) und dem Zehnten VfB Mantel (24) sowie Schlusslicht DJK Ebnath (19) und dem Vorletzten SV Anadoluspor Weiden (20) treffen vier Teams davon direkt aufeinander.

SpVgg Vohenstrauß - SV Plößberg So. 15 Uhr

Mit dem verdienten Sieg in Mantel punkteten die Gastgeber endlich auch wieder in der Ferne dreifach. Trotz der Schwere des Restprogramms möchten Trainer Matthias Müller und sein Team alle noch vier ausstehenden Partien gewinnen. Mit Plößberg kreuzt nun ein sehr gefährlicher Gegner im Sportzentrum auf. Nach der Hinspielniederlage ist hier noch eine Rechnung offen. Personell steht hinter dem Einsatz von einigen Spielern ein Fragezeichen. Krichenbauer kehrt wieder in den Kader zurück.

Gästecoach Harald Walbert freut sich über den allerersten Dreier gegen starke Gäste aus Tremmersdorf. Er lobt seine junge Truppe für einen tollen Kampf und einen verdienten Sieg. Den mannschaftlich ausgeglichenen Tabellenzweiten bezeichnet er als sehr heimstark. Im Gegensatz zum knappen Hinspieldreier fehlen ihm einige starke Offensivkräfte. Da es vermutlich die letzte Chance ist, um noch auf den Relegationsplatz zu klettern, wird sein Team alles geben.

SpVgg SV Weiden II - DJK Weiden So. 15 Uhr

"Wenn wir weiter auf dem Platz an der Sonne stehen möchten, brauchen wir einen Heimdreier im Stadtderby", motiviert Michael Riester sein Team und warnt zugleich davor, da die Gäste erst vor drei Wochen gegen Vohenstrauß gewonnen haben. "Der knappe Sieg in Dießfurt hat viel Kraft und Substanz gekostet. Einige Akteure sind leicht angeschlagen, werden aber bis Sonntag wieder fit sein. Die Spannung steigt von Woche zu Woche. Ich spüre aber auch die Vorfreude meiner Jungs auf jedes Spiel."

"Gerne hätten wir am Sonntag alle drei Punkte zu Hause belassen", resümiert Gästecoach Stefan Krebs das torlose Remis gegen Kirchenthumbach. "Aber es sollte leider nicht sein. Jetzt werden wir im Stadtderby alles versuchen, um einen Zähler vom Wasserwerk an den Flutkanal zu entführen." Außer Urlauber Daniel Treml hat er alle Mann an Bord.

TSV Reuth - VfB Mantel So. 15 Uhr

"Es war spielerisches kein Glanzlicht, aber ein eminent wichtiger Sieg", analysiert Hans Stangl den Auswärtsdreier in Kemnath und bestätigt seinem Team eine kämpferische sehr lobenswerte Leistung. "Nun stehen wir endlich wieder über dem Strich. Die Partie gegen Mantel ist richtungsweisend für beide Mannschaften." Bis auf Horn sind alle Mann an Bord.

"Es war eine verdiente, aber beileibe keine notwendige Heimniederlage", berichtet Gästetrainer Tobias Heindl vom 0:2 gegen Vohenstrauß. "In Reuth stehen wir nun vor einer richtungsweisenden Partie, die gut und gerne als ein Sechs-Punkte-Spiel bezeichnet werden kann." Personell kann er auf seinen gesamten Kader zurückgreifen.

SC Kirchenthumbach - SVSW Kemnath So. 15 Uhr

"Wir sind mit anderen Erwartungen zur DJK Weiden gefahren. Wenn man allerdings den Spielverlauf betrachtet, geht die Punkteteilung in Ordnung", sagt SCK-Spielertrainer Daniel Klempau. "Wenn wir Rang fünf verteidigen möchten, müssen gegen Kemnath die Zeichen wieder voll auf Sieg stehen. Die Rote Karte von Simon Speckner wird uns dabei sehr schmerzen."

Gästespielertrainer Christian Ferstl spricht von einer bitteren Heimniederlage gegen Reuth, zumal es gegen einen direkten Konkurrenten im Abstiegsrennen ging. "Es bleiben aber noch vier Partien, um die notwendigen Punkte einzufahren", motiviert er sein Team. "Wir müssen in Kirchenthumbach unbedingt punkten um nicht noch weiter ins Hintertreffen zu geraten." Dass dies gegen gut organisierte und zweikampfstarke Gastgeber schwer wird, ist ihm und seiner Mannschaft bewusst.

FC Weiden-Ost - FC Dießfurt So. 15 Uhr

Trainer Peter Kämpf bezeichnet die Gäste aus Dießfurt als einen unangenehmen Gegner. "Wir haben mit ihnen noch eine Rechnung aus dem Hinspiel offen", motiviert er seine Mannschaft. "Damit wir ganz oben dabeibleiben, müssen wir alle drei Punkte unbedingt zuhause belassen." An der Kaderzusammenstellung wird sich nichts ändern.

"Meine Mannschaft hat ein sehr gutes Spiel abgeliefert", lobt Gästecoach Eugenio Wild sein Team trotz der knappen Niederlage gegen den Wasserwerknachwuchs. "Wir haben so gut wie gar nichts zugelassen und an diese Leistung müssen wir auch bei Weiden-Ost wieder anknüpfen." Dass es ein hartes Stück Arbeit wird ist ihm und seiner Elf klar, dennoch will er die Heimreise nicht mit leeren Händen antreten.

FC Tremmersdorf - TSV Erbendorf So. 15 Uhr

"Aufgrund der ersten Halbzeit hätten wir einen Punkt verdient gehabt. Durch eine Unachtsamkeit haben wir uns leider nicht belohnt", sagt FC-Spielertrainer Benny Scheidler. "Gegen Erbendorf werden wir voll auf Sieg spielen. Die Mannschaft ist gut drauf. Trotzdem müssen wir aufpassen, da Erbendorf ein sehr unangenehmer Gegner ist." Personell hat er außer den Langzeitverletzten alles an Bord.

Von drei wichtigen Heimpunkten für den Klassenerhalt gegen starke Gegner aus Ebnath berichtet Gästecoach Stefan Rupprecht. "In Tremmersdorf wird es mit Sicherheit nicht einfacher", bereitet er seine Mannschaft auf eine kampfbetonte Partie vor. Am Kader wird sich vermutlich nichts ändern.

DJK Ebnath - SV Anadoluspor So. 15 Uhr

"Nach der dämlichen Niederlage in Erbendorf hat sich unsere Lage weiter verschlechtert", ärgert sich Robert Söllner, zeigt aber seiner Mannschaft einen kleinen Strohhalm auf. "Gegen den Tabellennachbarn aus Weiden müssen unbedingt alle drei Zähler zuhause bleiben. Ansonsten wird die zehnte Kreisligasaison auf lange Sicht auch die letzte sein." Bis auf Johannes Reiss und Wolfgang Schinner kann Trainer Markus Sebald mit seiner besten Aufstellung antreten.

Nach den bitteren Niederlagen in den beiden Stadtderbys steht bei den Gästen Wiedergutmachung auf dem Programm. "Das Spiel ist schon so etwas wie eine Vorentscheidung und dies ist auch dem gesamten Team bewusst", sagt Fatih Karabiber. "Ich bin mit der Mannschaftsleistung zufrieden. Momentan fehlt uns leider das Quäntchen Glück. Wir freuen uns auf das Sechs-Punkte-Spiel und werden wie immer bis zum Schlusspfiff alles geben."

Für Sie empfohlen

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.