Auswärtsfluch hält an: Klare Schlappe für die SpVgg SV Weiden

Weiden in der Oberpfalz
09.09.2022 - 22:02 Uhr

Es bleibt dabei: Die SpVgg SV Weiden kommt in der Bayernliga Nord auswärts nicht in Fahrt. Die klare Niederlage beim ATSV Erlangen wird binnen weniger Minuten besiegelt. Sportlicher Leiter Rüdiger Hügel ist darüber stinksauer.

Viel zu bereden gab es nach der deutlichen 1:4-Niederlage beim ATSV Erlangen für SpVgg-SV-Trainer Rüdiger Fuhrmann (rechts) und seinen "Co" Oliver Eckl (Zweiter von rechts).

Zwei Gesichter zeigt die SpVgg SV Weiden bislang in dieser Saison. Während zu Hause sogar der Spitzenreiter gestürzt wurde, bekommt das Team von Trainer Rüdiger Fuhrmann auswärts keinen Fuß in die Tür. Auch am Freitagabend blieb die Wasserwerkelf in der Bayernliga auswärts weiterhin ohne Sieg, kassierte beim ATSV Erlangen mit 1:4 (0:3) die fünfte Niederlage auf des Gegners Platz und musste zusehen, wie der Kontrahent in der Tabelle vorbeizog.

Bereits in der ersten Halbzeit geriet die SpVgg SV mit 0:3 vorentscheidend ins Hintertreffen und stand völlig neben sich. „So wie wir uns in der ersten Hälfte präsentiert haben, dürfen wir nicht auftreten. Es war sicherlich ein guter Auftritt von Erlangen, wir haben sie aber auch nach Belieben spielen lassen. Das war bodenlos von uns“, schimpfte der Sportliche Leiter Rüdiger Hügel. Zwischen der 26. und 40. Spielminute gab Weiden in knapp einer Viertelstunde die Partie her. „Die Tore fallen zu schnell und wir haben nur reagiert. Da machen wir einfache Fehler und sind nicht am Mann dran,“ analysierte Hügel.

Dabei begann die Partie zweier junger Teams, keiner der 22 startenden Spieler war 30 Jahre oder älter, vielversprechend für die Wasserwerkelf. Youngster Stefan Pühler hätte bereits nach zwei Minuten an seine starke Leistung gegen Eintracht Bamberg anknüpfen können, scheiterte aber am starken Heimtorwart Max Böhnke. Die Partie verlief zu Beginn ausgeglichen und fehlerbelastet, hatte aber dennoch ein gutes Tempo.

Bis zur eben entscheidenden Sequenz im ersten Durchgang, als Patrick Görtler, Lukas Kuschka und Lucas Markert den ATSV mit drei Toren in Front brachten. Das Heimteam, gerade einmal selbst mit nur einem Erfolg zu Hause ausgestattet, agierte jetzt mit viel Selbstvertrauen und war nicht nur effizienter, sondern jetzt auch klar besser.

Trotzdem nahm die SpVgg SV ihr Herz nach dem Pausentee nochmals in die Hand und gab sich nie auf. Stefan Graf und Ole Meißner brachten neuen Schwung. Die Weidener Aktionen wirkten zielstrebiger: Moritz Zeitler scheiterte noch am Aluminium (49.), aber Kevin Grünauer machte es besser und verkürzte nach gut einer Stunde auf 1:3 (62.). Die Fuhrmann-Elf setzte alles auf eine Karte, musste aber mit zunehmender Spieldauer immer mehr ins Risiko gehen. Nach einem Konter wurde ein Erlangener Angreifer im Strafraum gelegt – Elfmeter. Diesen verwandelte Burak Ayvaz zur Entscheidung.

„Das Ergebnis geht in Ordnung. Erlangen war uns heute überlegen und wahnsinnig ballsicher“, fasste Hügel zusammen. Auch in Mittelfranken nehmen die Max-Reger Städter auswärts keine Punkte mit und müssen weiter auf ihre starke Heimbilanz setzen. Diese steht am kommenden Samstag gegen die DJK Don Bosco Bamberg auf dem Prüfstand, wenn der Tabellennachbar am Weidener Wasserwerk gastiert.

Statistik:

ATSV Erlangen - SpVgg SV Weiden 4:1 (3:0)

  • ATSV Erlangen: Böhnke – Tischler, Ruiu, Raab (83. Sarac), Ayvaz, Vidovic, Bajic (86. Rexhepi), Görtler (77. Geyer), Kuschka (77. Misic), Markert, Lawson (79. Döring)
  • SpVgg SV Weiden: Kycek – Lang (81. Panafidin), Behnke, Kopp, Zeitler, Ruda, Heinl (46. Meißner), Pühler (70. Joh. Rodler), Boynügrioglu, Grünauer (74. Moravcik), Bezdicka (46. Graf)
  • Tore: 1:0 (26.) Patrick Görtler, 2:0 (31.) Lukas Kuschka, 3:0 (40.) Lucas Markert, 3:1 (63.) Kevin Grünauer, 4:1 (81./Foulelfmeter) Burak Ayvaz - SR: Marcel Krauß (Fladungen) - Zuschauer: 94
 
 

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