08.09.2020 - 15:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Banger Blick auf den 19. September

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Im bayerischen Sport darf wieder um Punkte gekämpft werden. Und dies sogar vor Zuschauern. Doch nicht jedem Verein ist zum Jubeln zumute, glaubt Sport-Ressortleiter Alfred Schwarzmeier.

Die bayerischen Amateurfußballer dürfen ab 19. September wieder den Punktspielbetrieb aufnehmen. Auch den anderen Sportarten hat die bayerische Staatsregierung grünes Licht gegeben.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil
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Der Druck, den der bayerische Sport in den letzten Tagen gegenüber der bayerischen Staatsregierung aufgebaut hat, ist von Erfolg gekrönt. Die Fußballer dürfen wieder gegen das Leder kicken, die Handballer endlich Tore werfen, die Volleyballer ihre Bälle schmettern. Und zwar nicht nur im Training, sondern – was das allerwichtigste ist – nun auch im Wettkampf. Sogar Zuschauer sind erlaubt: 400 im Außenbereich, 200 Indoor.

Also Ende gut, alles gut? Mitnichten. Viele Klubs, vor allem im Fußballbereich, schauen mit großer Sorge auf den Re-Start am 19. September. Hygienekonzepte erstellen, Auflagen erfüllen – was sich unkompliziert anhört, wird in der Praxis nicht von allen leicht umzusetzen sein. Alleine die Erfassung von Kontaktdaten der Zuschauer wird einen immensen Aufwand bedeuten. Und spätestens wenn im Herbst Dauerregen einsetzt und Fußballpartien womöglich zu Schlammschlachten verkommen, werden sich dringliche Fragen stellen: Dürfen die Spieler duschen? Wenn ja, wie viele gleichzeitig?

Die Vereine nicht im Regen stehen zu lassen, das ist nun Aufgabe der Sportverbände. Im Kampf um die Zulassung von Punktspielen hatte vor allem der Bayerische Fußballverband mit seinem Präsidenten Rainer Koch zuletzt eine Führungsrolle übernommen. Die muss der BFV nun erneut innehaben, indem er Hilfestellung leistet bis hinunter in die untersten Spielklassen. Sonst drohen Erleichterung und Freude über die Rückkehr in den Spielbetrieb ganz schnell in Frust und Resignation umzuschlagen.

Nun muss Söder entscheiden

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