Der DEL2-Transfermarkt gewinnt weiter an Fahrt – und besonders die Eisbären Regensburg zeigen früh, wohin die Reise gehen soll. Die Oberpfälzer treiben ihre Kaderplanung mit Nachdruck voran, müssen dabei aber zunächst einen schmerzhaften Abgang verkraften. Bryce Kindopp wird den Verein verlassen. Der Kanadier war gerade in den Playoffs einer der prägenden Akteure, erzielte in der Serie gegen Rosenheim gleich mehrfach die entscheidenden Treffer – darunter auch im längsten Spiel der DEL2-Geschichte.
Regensburg reagiert allerdings umgehend – und vor allem ambitioniert. Mit Taylor Vause stößt ein erfahrener Center zum Team, der seine Qualitäten in der DEL2 bereits mehrfach unter Beweis gestellt hat. In seiner Zeit beim EC Bad Nauheim sammelte der Kanadier in 205 Partien beeindruckende 196 Scorerpunkte. Besonders interessant: Ein deutscher Pass steht im Raum, was den Transfer noch einmal deutlich aufwerten würde.
Auch aus Iserlohn kommen Verstärkungen. Verteidiger Marian Bauer, der bereits über Förderlizenz in Regensburg im Einsatz war, bleibt in der Domstadt, ebenso der junge Goalie Finn Becker, der zusätzliche Tiefe auf dieser Position bringen soll. Parallel dazu trennen sich die Eisbären von Routinier David Morley. Nach zwei Jahren endet die Zusammenarbeit mit dem 35-Jährigen, der in 85 Einsätzen starke 94 Scorerpunkte verbuchte. Ein verlässlicher Offensivspieler verlässt damit den Club – und hinterlässt eine Lücke, die nun unter anderem der Ex-Devil Tyler Ward füllen soll. Mit Norman Hauner kommt dazu noch ein erfahrener deutscher Angreifer in die Domstadt. Der 34-Jährige bringt reichlich DEL- und DEL2-Erfahrung mit, unter anderem aus Stationen in Köln, München, Krefeld und Bietigheim. Zuletzt war er für die Hannover Scorpions aktiv.
Während in Regensburg also sichtbar am Kader gearbeitet wird, rüsten auch andere Standorte nach. Die Starbulls Rosenheim verstärken ihre Offensive mit Samir Kharboutli. Der deutsch-tschechische Angreifer kehrt aus der DEL zurück und hat in der DEL2 bereits eindrucksvoll gezeigt, welches Potenzial in ihm steckt. Seine Zahlen aus Kaufbeuren sprechen für sich – mehr als ein Punkt pro Spiel ist in dieser Liga keine Selbstverständlichkeit. In Rosenheim soll er nun wieder eine zentrale Rolle im Angriff übernehmen.
Auch der EC Bad Nauheim setzt ein klares Zeichen und holt mit Kevin Maginot einen erfahrenen Verteidiger zurück. Der 31-Jährige bringt nicht nur DEL-Erfahrung mit, sondern kennt auch den Standort. Als ehemaliger Assistenzkapitän in Düsseldorf und mit Aufstiegserfahrung ausgestattet, soll er der Defensive Stabilität und Führung verleihen. Insgesamt zeigt sich schon jetzt: Viele Standorte haben früh klare Vorstellungen davon, in welche Richtung sich ihre Kader entwickeln sollen. Besonders Regensburg fällt dabei aktuell auf – mit einer Transferpolitik, die darauf hindeutet, dass man sich auch in der kommenden Saison wieder im oberen Drittel der Liga einordnen möchte.



















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