13.05.2022 - 13:04 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

In der Bezirksliga Nord tobt der Abstiegskampf

Die Bezirksliga Nord biegt mit dem vorletzten Spieltag auf die Zielgerade ein. Im Kampf um den direkten Klassenerhalt ist ein Hauen und Stechen angesagt. In Oberwildenau verabschiedet sich der Trainer vom Heimpublikum.

Roland Rittner (rechts, daneben Co-Trainer Benjamin Urban) bestreitet sein letztes Heimspiel als Trainer des SC Luhe-Wildenau.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

SV Grafenwöhr - SpVgg Vohenstrauß Sa. 16.00

Zum letzten Heimspiel der Bezirksliga-Saison wartet auf die Mannschaft von Trainer Martin Kratzer ein unangenehmer Gegner, der alles dafür geben wird, auch nächstes Jahr fester Bestandteil der Bezirksliga sein zu dürfen. Die Gastgeber wollen sich mit einem Heimsieg bei allen treuen Zuschauern für die Unterstützung in der laufenden Saison bedanken. Das Hinspiel im vergangenen Oktober endete 1:1. „Wir haben gegen Schlicht die Aufgabe erfüllt und uns vorzeitig Platz zwei gesichert", sagte Kratzer. "Wir werden auch gegen Vohenstrauß mit viel Kampfgeist und Ehrgeiz auf den Platz gehen."

Drei Spiele, drei Siege – mit dieser tollen Serie konnte die SpVgg Vohenstrauß in den letzten Wochen im Abstiegskampf sukzessive Boden gut machen. Der Lohn der Mühen: Der direkte Klassenerhalt ist in den verbleibenden zwei Partien aus eigener Kraft möglich. Auch wenn vor dem „Endspiel“ kommende Woche gegen die SpVgg Schirmitz am vorletzten Spieltag noch keine Entscheidung erreicht werden kann, will die Schuster-Truppe dennoch etwas Zählbares aus Grafenwöhr mitnehmen. „Wir wissen, dass Grafenwöhr, gerade zu Hause enorm stark ist. Allerdings haben wir in den letzten Wochen wiederholt gezeigt, dass wir mit jedem Gegner in der Liga mithalten können", sagt Trainer Martin Schuster.

SV Etzenricht - SV Kulmain Sa. 16.00

Der SVE bestreitet sein letztes Heimspiel in einer sehr attraktiven Bezirksliga-Serie mit teils fesselnden Derbys und kurzen Wegen. Mit der Platzierung im oberen Tabellenbereich können die Blau-Schwarzen durchaus zufrieden sein. Ganz anders der gastierende SV Kulmain, der den bitteren Weg in die Kreisliga antreten muss. Bei 22 gesammelten Punkten fehlen doch stattliche 13 auf den Relegationsrang. Wer aber den SVK kennt, der weiß, dass es rasch wieder eine Etage höher gehen soll. Nach dem Abstieg 16/17 wurde das zuletzt eindrucksvoll ein Jahr später bewiesen. SVE-Trainer Andy Wendl stimmt Fans und Spieler so ein: „Unsere Marschroute für Samstag ist klar, wir wollen uns mit einem Heimsieg von unserem Publikum verabschieden.“ An der dünnen Personaldecke wird sich beim Gastgeber wenig ändern.

SpVgg Schirmitz - SV Schwarzhofen Sa. 16.00

Es wird eng für die SpVgg Schirmitz im Kampf um den direkten Ligaverbleib. "Das Momentum spricht nicht für uns", weiß Trainer Josef Dütsch. Während seine Truppe zuletzt überschaubar punktete, fuhr die Konkurrenz am laufenden Band Siege ein. "Wir haben seit Wochen massive Personalprobleme", nennt Dütsch den Hauptgrund für die Misere, wobei er aber keine Klagen hören will. "Wir müssen die Situation annehmen und es nehmen, wie es es kommt." Im Heimspiel gegen Schwarzhofen wäre ein Dreier schon alleine deshalb hilfreich, um eine Woche später mit gestärktem Selbstvertrauen zum "Endspiel" nach Vohenstrauß fahren zu können.

SC Luhe-Wildenau - SpVgg SV Weiden II Sa. 16.00

Für beide Mannschaft geht es um nicht mehr viel. Dennoch gibt es einen besonderen Grund, weshalb man dieses Spiel nicht verpassen sollte. Nach einer sechsjährigen Erfolgsgeschichte steht Trainerlegende Roland Rittner vorerst zum letzten Mal an der Seitenlinie der Schwarz-Roten. Nach insgesamt drei Amtszeiten als Trainer des Oberwildenauer Sportclubs wird die Mannschaft alles geben, um ihrem Trainer einen gelungenen Abschied zu bereiten. Zudem hat der Sportclub nach der bitteren 0:4-Niederlage im Hinspiel eine Rechnung offen.

Die SpVgg SV Weiden II muss sich auf eine ganz schwere Aufgabe einstellen. Beim SC Luhe-Wildenau trifft man auf die drittbeste Heimmannschaft der Liga. Die Wasserwerkler haben wohl wieder mit Personalproblemen zu kämpfen. Da es im Derby eigentlich um nichts mehr geht, hat das Landesligaspiel der ersten Mannschaft in Ettmannsdorf absolute Priorität, schließlich will man ja den Aufstieg in die Bayernliga schaffen.

 
 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.