19.02.2021 - 23:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils kämpfen den Spitzenreiter nieder

Einer gegenüber den letzten Wochen völlig verwandelten Weidener Mannschaft gelingt am Freitag im Derby gegen die Selber Wölfe eine große Überraschung. Heinisch sorgt in der "Overtime" für den Sieg der Blue Devils.

41 Sekunden vor Ende der Verlängerung kannte der Jubel bei den Blue Devils keine Grenzen, nachdem Martin Heinisch den entscheidenden Treffer zum 3:2-Sieg gegen Spitzenreiter Selber Wölfe erzielt hatte..
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Die Blue Devils feierten am Freitag einen 3:2 (2:0, 0:2, 0:0, 1:0)-Erfolg nach Verlängerung gegen die als klarer Favorit angereisten Selber Wölfe. Die Weidener lieferten dem Spitzenreiter von der ersten Sekunde an einen offenen Schlagabtausch. Die Mannschaft von Interimstrainer Kim Collins überzeugte nicht nur durch eine großartige kämpferische Leistung, sondern präsentierte sich auch spielerisch verbessert. Die Defensivarbeit war diesmal diszipliniert und zwischen den Pfosten bot Luca Endres eine tadellose Leistung.

"Ich bin mehr als zufrieden", sagte Kim Collins in der Pressekonferenz. "Das erste Drittel war furios. Im zweiten Drittel sind wir nach dem ersten Gegentor kurz ins alte Muster zurückgefallen, haben uns aber schnell erholt." Der Selber Coach Herbert Hohenberger war zufrieden mit dem einen Punkt, mit seiner Mannschaft allerdings nicht ganz: "Das erste Drittel haben wir verschlafen, waren nicht bereit für den Kampf. Im zweiten waren wir besser, das dritte war ausgeglichen."

Kim Collins agierte mit drei Abwehrblöcken und vier Sturmreihen. Im vierten Angriffsblock wartete er mit einer Überraschung auf. Juniorenspieler Oliver Arlt führte als Center die Reihe mit Alec Zawatsky und Dennis Palka. Zwischen den Pfosten rechtfertigte Luca Endres das Vertrauen, der Ex-Rosenheimer strahlte Ruhe und Sicherheit aus. Als Back-up saß Timon Bätge auf der Bank, Philip Lehr war am Freitag nicht im Aufgebot.

Vor dem Match wurde Michael Kirchberger für 500 Spiele im Weidener Trikot geehrt. Und dann gab es einen Blitzstart, nach 30 Sekunden schloss Edgars Homjakovs ein tolles Solo zum 1:0 ab. Selb zeigte Wirkung, Weiden setzte nach, konnte aber zwei Überzahlspiele nicht nutzen. In der 15. Minute fiel dann doch das 2:0, Torschütze war erneut der Lette Homjakovs. Im zweiten Abschnitt schlug der Favorit zurück. Jeweils im Powerplay stellten Brad Snetsinger (28.) und Feodor Boiarchinov (30.) den Gleichstand her.

Die Ziele des Sponsors der Blue Devils

Plößberg

Die Blue Devils brachen nun aber nicht ein, sondern blieben ein gleichwertiger Kontrahent. In der 56. Minute hätte das Match dann doch auf die Seite des Spitzenreiters kippen können, wobei die beiden Hauptschiedsrichter für eine "Lachnummer" sorgten. Nach einem Kniecheck gab es eine Spieldauerdisziplinarstrafe, doch es dauerte lange, bis der richtige Sünder gefunden war. Zunächst musste Dominik Müller raus, dann Dennis Thielsch, doch schlussendlich musste Edgars Homjakovs in die Kabine. Der Lette ist damit am Sonntag in Lindau gesperrt.

Die Blue Devils retteten sich mit großem Kampf in die Verlängerung, in der Martin Heinisch 41 Sekunden vor Schluss für die Entscheidung sorgte.

Statistik:

Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 3:2 n.V

Blue Devils Weiden: Endres - Müller, Herbst, Schreyer, Noe, Schusser, Enk, Pronath, Jakob - Thielsch, Homjakovs, Heinisch, Schmidt, Kirchberger, Habermann, Zerter-Gossage, Samanski, Latta, Zawatsky, Arlt, Palka

Selber Wölfe: Weidekamp - Silbermann, Ondruschka, Slavetinsky, Linden, Wenisch, Böhringer, Gimmel, Hirschberger - Snetsinger, Gare, Miglio, Boiarchinov, Miculka, Gelke, Geisberger, Hammerbauer, Schiener, Hechtl, Zimmermann, Klughardt

Tore: 1:0 (1.) Homjakovs (Müller, Samanski), 2:0 (15.) Homjakovs (Thielsch, Müller), 2:1 (28.) Snetsinger (Miglio, Ondruschka), 2:2 (30.) Boiarchinov (Gare, Miglio), 3:2 (65.) Heinisch (Thielsch, Noe)

Schiedsrichter: Lajoie und Lender - Strafminuten: Weiden 6 + 5 + Spieldauerdisziplinarstrafe für Homjakovs, Selb 10

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