20.02.2020 - 21:45 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils: Ken Latta gibt nicht auf

Sechs Spiele vor Ende der Meisterrunde schreibt der Trainer der Blue Devils die Play-offs trotz der jüngsten Rückschläge noch längst nicht ab. Der Kanadier formuliert allerdings klare Ansagen an seine Mannschaft. Für einen Spieler ist die Saison wohl vorzeitig beendet.

Ken Latta feuert sein Team an. Auch wenn das Erreichen der Play-offs schwierig wird, gibt der Trainer der Blue Devils die Hoffnung nicht auf. Am Wochenende treffen die Weidener auf das Spitzenduo Memmingen und Regensburg.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

"Wenn wir noch eine Chance auf die Play-offs haben wollen, müssen wir von den letzten sechs Spielen 90 Prozent gewinnen", rechnet Ken Latta, Trainer der Blue Devils, vor. Mit 54 Zählern liegen die Weidener auf Rang neun der Eishockey-Oberliga Süd, punktgleich mit dem Zehnten EV Lindau. Davor rangieren die Selber Wölfe (58) auf dem letzten Play-off-Platz.

Es klingt nach Durchhalteparolen, doch Ken Latta meint es ernst. Der Trainer hat trotz der schweren Aufgaben die Hoffnung noch nicht aufgegeben - und das erwartet er auch von seinen Spielern. "Es wird schwer. Die Einstellung in der Kabine muss 100 Prozent sein", fordert Latta, der entscheidende Fragen aufwirft: "Wer will in die Play-offs? Wer gibt Gas? Haben wir Siegertypen oder nicht?" Im Saisonendspurt setzt er seine Cracks unter Druck. Es müsse sich zeigen, welche Spieler "wir für nächste Saison unter Vertrag nehmen werden".

Vier der sechs letzten Gegner sind die "Top 4" der Oberliga. Den Auftakt bildet am Freitag (20 Uhr) das Heimspiel gegen Spitzenreiter ECDC Memmingen, am Sonntag (18 Uhr) geht's zum Tabellenzweiten EV Regensburg.

Vor den beiden Herkules-Aufgaben sieht die Personallage erneut nicht rosig aus. Goalie Jonas Neffin fehlt zumindest am Freitag, denn da steht er im Aufgebot der Iserlohn Roosters im DEL-Match bei den Schwenninger Wild Wings. Fraglich ist der Einsatz von Jakub Bitomsky, der nach überstandener Grippe erst seit Mittwoch wieder trainiert. Ob die Landshuter Förderlizenzspieler Raul Jakob und Daniel Schröpfer kommen, ist laut Latta noch offen. Mit Sicherheit nicht dabei ist Philipp Siller, für den die Saison höchstwahrscheinlich vorzeitig beendet ist. Beim 23-jährigen Stürmer wurde bei einer weiteren MRT-Untersuchung ein Bluterguss im Beckenbereich festgestellt.

Nach drei "Overtime"-Niederlagen gegen die direkten Konkurrenten Lindau und Selb sowie der 4:6-Heimpleite - nach 4:1-Führung bis zur 50. Minute - gegen Füssen stehen die Blue Devils unter Zugzwang, wenn sie noch auf Platz acht klettern wollen. "Gegen Füssen waren es Undiszipliniertheiten in den letzten zehn Minuten", sagte Latta. Eine Hauptrolle spielte dabei Martin Heinisch, der beim Stand von 4:2 wegen angeblicher Spielverzögerung und anschließender Beleidigung von Spiel-Offiziellen vier Strafminuten kassierte, die Füssen zum Ausgleich nutzte. "Die erste Strafe war keine", kann Latta die Aufregung von Heinisch ein bisschen verstehen. "Trotzdem muss er Disziplin zeigen."

Aufgebot Blue Devils:

Filimonow, Lindmeier (Freitag), Neffin (Sonntag) - Schusser, Hadamczik, Herbst, Noe, Klein, Schreyer, Bäumler, Jakob (?) - Knotek, Rubes, Heinisch, Geisberger, Pronath, Wolf, Kirchberger, Habermann, Schröpfer (?), Bitomsky (?), Maschke, Arlt

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