19.03.2019 - 23:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils liegen in der Serie hinten

Die Weidener verlieren am Dienstag das dritte Match im Play-off-Achtelfinale der Eishockey-Oberliga bei den Hannover Scorpions. Am Freitag muss ein Heimsieg her, um ein entscheidendes fünftes Spiel am Sonntag zu erzwingen.

Am vergangenen Freitag (Szene) gewinnen die Blue Devils bei den Hannover Scorpions mit 3:2, am Dienstag verloren sie in Mellendorf mit 2:6. Damit liegen die Weidener in der „Best-of-5“-Serie mit 1:2 hinten.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Die Blue Devils liegen in der "Best-of-5"-Serie des Play-off-Achtelfinales gegen die Hannover Scorpions mit 1:2 hinten. Nach dem 3:2-Auftaktsieg am vergangenen Freitag und der 4:5-Heimniederlage am Sonntag verlor die Truppe von Trainer Ken Latta am Dienstag das dritte Match in der "hus de groot Eisarena" in Mellendorf mit 2:6 (1:1, 0:2, 1:3).

"Zu hoch ausgefallen"

"Das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen, wir waren mit dem Top-Team wieder auf Augenhöhe. Hannover hat unsere Fehler ausgenutzt", sagte Co-Trainer Florian Zellner. Die Höhe der Niederlage sei aber in den Play-offs egal. "Ob 1:2 oder 2:6, wir liegen in der Serie jetzt 1:2 hinten. Am Freitag wollen wir gewinnen, um noch einmal nach Hannover zu fahren."

Bei den Blue Devils fehlte am Dienstag Philipp Siller aus beruflichen Gründen. Dessen Part im Sturm neben Tomas Rubes und Martin Heinisch übernahm Paul Wolf. Zwischen den Pfosten stand auch im dritten Match Daniel Filimonow, der erneut eine starke Leistung bot.

Die Blue Devils erwischten einen Start nach Maß. Nach 24 Sekunden schoss Herbert Geisberger die Gäste in Front. Das erste Drittel verlief völlig ausgeglichen mit Vorteilen für Weiden bei den Torschüssen (15:9). Die Latta-Truppe attackierte früh und ließ die Scorpions nicht richtig ins Spiel kommen. In der 16. Minute fiel trotzdem der Ausgleich für die Niedersachsen. Dennis Arnold nutzte die erste Unordnung in der Weidener Abwehr zum 1:1.

Nach Wiederbeginn gab es die erste Strafzeit - und die kassierte der Weidener Marco Habermann. Die Scorpions zogen ein starkes Powerplay auf, doch die Gäste warfen sich in die Schüsse und was durchkam entschärfte Daniel Filimonow. Eine Sekunde vor Ablauf der Strafe war es dann aber soweit: Der Ex-Weidener Patrick Schmid zog von der blauen Linie ab und die Scheibe schlug rechts oben ein (25.). Wenig später verhinderte Filimonow mit der Fanghand gegen den allein auf ihn zulaufenden Marian Dejdar das 1:3. Die Devils hielten aber auch in den zweiten 20 Minuten dagegen (Schussverhältnis 14:14) und hatten Möglichkeiten. Unter anderem scheiterte Paul Wolf aus kurzer Distanz. Kurz vor Drittelende ließ dann der Paradeblock der Scorpions (Patrick Schmid, Björn Bombis und Marius Garten) seine individuelle Klasse aufblitzen und Schmid erhöhte auf 3:1 (39.).

Die Blue Devils gaben aber nicht auf. Im ersten Powerplay verkürzte Matt Abercrombie auf 2:3 (44.). Die Partie war wieder offen, bis die Weidener die Scheibe vertändelten. Chad Niddery nahm das Geschenk an und schoss zum 4:2 (47.) ein. 57 Sekunden später war der Doppelschlag perfekt, Andrej Strakhov erhöhte auf 5:2 (48.). Danach ließen die cleveren Hannoveraner nichts mehr anbrennen und spielten das Match souverän zu Ende. Goran Pantic (57.) erhöhte noch auf 6:2. Erwähnenswert ist noch ein beherzter Faustkampf zwischen Devils-Kapitän Ralf Herbst und Chad Niddery, der beiden Streithähnen jeweils 2 + 2 + 10 Strafminuten einbrachte.

Freitag zweites Heimspiel

Jetzt stehen die Blue Devils unter Zugzwang und müssen am Freitag (Beginn 20 Uhr) ihr zweites Heimspiel unbedingt gewinnen, sonst ist die Saison beendet. Sollte tatsächlich der zweite Sieg gegen den Favoriten gelingen, fällt die Entscheidung über den Einzug ins Viertelfinale am Sonntag um 18 Uhr in Mellendorf.

Hannover Scorpions - Blue Devils Weiden 6:2 (1:1, 2:0, 3:1)

Hannover Scorpions: Mathis – Lehmann, Schnell, Thomson, Pantic, Martin, Strakhov, Weist – Bombis, Garten, Dejdar, Fischer, Schmid, Koziol, Blank, Ringe, Marek, Arnold, Janisch, Niddery, Wilkins

Blue Devils Weiden: Filimonow – Herbst, Noe, Schusser, Willaschek, Schreyer, Deichstetter – Waldowsky, Abercrombie, Geisberger, Heinisch, Rubes, Wolf, Habermann, Kirchberger, Pronath, Hintermeier

Tore: 0:1 (1.) Geisberger (Waldowsky, Abercrombie), 1:1 (16.) Arnold (Blank, Schnell), 2:1 (25.) Schmid (Bombis, Blank), 3:1 (39.) Schmid (Bombis, Garten), 3:2 (44.) Abercrombie (Heinisch, Noe), 4:2 (47.) Niddery (Lehmann, Wilkins), 5:2 (48.) Strakhov (Blank, Arnold), 6:2 (57.) Pantic (Wilkins, Lehmann)

Schiedsrichter: Sogusku – Zuschauer: 1276 – Strafminuten: Hannover 10 + 10 für Niddery, Weiden 6 + 10 für Herbst

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