28.02.2021 - 21:44 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils nehmen Revanche

0:5 vor einer Woche, 4:2 am Sonntag: Die Blue Devils Weiden waren diesmal gegen den EV Lindau erfolgreich. Die Entscheidung fiel erst eine Sekunde vor der Schlusssirene.

Die Blue Devils bezwangen am Sonntag den EV Lindau mit 4:2. Hier steuert Edgars Homjakovs auf den Kasten von Gästegoalie Lucas di Berado zu.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Eine Woche nach dem 0:5-Debakel am Bodensee besiegten die Blue Devils den EV Lindau am Sonntag auf heimischem Eis mit 4:2 (2:2, 1:0, 1:0). Ein Eishockey-Leckerbissen war das Match aber nicht, von gutem Oberliga-Niveau waren beide Teams weit entfernt.

"Wir waren heute deutlich besser als letztes Mal in Lindau, in den ersten beiden Dritteln waren wir nicht mal so schlecht", meinte Devils-Coach Kim Collins, der aber auch Kritik übte. "Im letzten Drittel haben wir aufgehört zu spielen." Das liege auch daran, dass nicht hundert Prozent Selbstbewusstsein vorhanden sei. "Trotzdem Hut ab, die Mannschaft hat gut gekämpft." Das vermisste der Lindauer Trainer Gerhard Puschnik von seiner Mannschaft: "Wir waren von Anfang an nicht zu hundert Prozent bereit. Wir haben am Freitag gegen Riessersee viel Energie gebraucht. Und heute die lange Busfahrt, aber das soll keine Ausrede sein."

Da Edgars Homjakovs wieder spielberechtigt war, setzte Kim Collins auf dieselben Reihen wie im Derby gegen die Selber Wölfe. Philipp Siller blieb als 13. Stürmer draußen, Marco Pronath und Raul Jakob saßen als 7. und 8. Verteidiger auf der Bank. Zwischen den Pfosten begann Philipp Lehr, der erneut nicht sicher wirkte.

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Plößberg

Von Beginn an entwickelte sich eine kampfbetonte, über weite Strecken aber zerfahrene Partie. Die Blue Devils erwischten einen Blitzstart, nach 24 Sekunden traf Martin Heinisch zum 1:0. Die Freude währte aber nicht lange: Im ersten Powerplay glich Mark Heatley aus (3. Minute). Die erneute Führung durch Edgars Homjakovs (5.), den gefährlichsten Weidener Angreifer, beantwortete Daniel Schwamberger (8.) mit dem 2:2. Kurz vor Drittelende blieb Goalie Philip Lehr benommen liegen. "Er hat ein Knie an den Kopf bekommen und ist verletzt", sagte Kim Collins. Lehr blieb noch bis zur Drittelpause auf dem Eis, dann kam Luca Endres. "Er hat gut gehalten, gerade im letzten Drittel, als von Lindau mehr Druck kam, hat er gut und ruhig gespielt", gab es Lob vom Weidener Trainer.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte Dennis Thielsch die Chance zur erneuten Führung, doch er scheiterte mit einem Penalty an Gästekeeper Luca di Berado. In der 32. Minute gelang Weiden durch Neal Samanski in Überzahl doch das 3:2. Im Schlussabschnitt war von den Blue Devils kaum noch etwas zu sehen. Lindau drängt auf den Ausgleich, den Luca Endres mehrfach verhinderte. Erst eine Sekunde vor der Schlusssirene machte Lewis Zerter-Gossage mit seinem "Empty-net-Goal" alles klar.

Statistik:

Blue Devils Weiden - EV Lindau 4:2

Blue Devils Weiden: Lehr (ab 21. Endres) - Herbst, Müller, Schusser, Enk, Noe, Schreyer, Pronath, Jakob - Thielsch, Homjakovs, Heinisch, Schmidt, Kirchberger, Habermann, Zerter-Gossage, Samanski, Latta, Zawatsky, Arlt, Palka

EV Lindau: Di Berado - Grünholz, Widen, M. Wucher, Ochmann, D. Farny, Raaf-Effertz, R. Wucher, Birner - Lüsch, Heatley, Low, Schwamberger, A. Farny, Klingler, Oppenberger, Tischendorf, C. Wucher, Rodrigues, Miller, Wirz

Tore: 1:0 (1.) Heinisch (Thielsch, Herbst), 1:1 (3.) Heatley (Low), 2:1 (5.) Homjakovs (Thielsch, Müller), 2:2 (8.) Schwamberger (Ochmann), 3:2 (32.) Samanski (Noe, Zerter-Gossage), 4:2 (60.) Zerter-Gossage (Herbst, Homjakovs) -

Schiedsrichter: Flad und Lender - Strafminuten: Weiden 6, Lindau 10

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