21.08.2019 - 14:49 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue-Devils-Neuzugang Chase Clayton: "Gehe keinem Check aus dem Weg"

Der neue Kontingentspieler der Blue Devils aus Kanada verrät im Interview kurz nach seiner Ankunft in der Oberpfalz, worauf sich die Weidener Fans besonders freuen dürfen. Und welche Sätze er bereits in deutscher Sprache beherrscht.

Chase Clayton
von Fabian Leeb Kontakt Profil

Chase Clayton ist im Trikot der Blue Devils Weiden der Nachfolger von Publikumsliebling Matt Abercrombie. Seit Samstag weilt der 25-Jährige aus Vancouver, der in den letzten vier Jahren für die University of British Columbia gespielt hat, in Deutschland. Er schildert im Interview mit Oberpfalz-Medien seine ersten Erlebnisse und sagt seine ersten Sätze in deutscher Sprache.

Hier geht's zum Video-Interview mit Chase Clayton

ONETZ: Herr Clayton, wie sind Ihre ersten Eindrücke von Ihrem neuen Club und der neuen Umgebung?

Chase Clayton: Ich bin sehr herzlich im Verein aufgenommen worden und habe meine ersten Tage hier in Weiden sehr genossen. Ich bin äußerst zufrieden, wie alles organisiert ist, sehr professionell.

ONETZ: Dies ist Ihr erstes Engagement außerhalb Nordamerikas. Hatten Sie im Vorfeld schon jemals von den Blue Devils gehört?

Chase Clayton: Speziell von den Blue Devils habe ich vorher noch nie gehört, aber ich bin durchaus etwas vertraut mit dem deutschen Eishockey. Die Oberliga ist perfekt für junge Spieler wie mich, um erste Erfahrungen im deutschen Eishockey zu sammeln. Und ich habe natürlich mitbekommen, dass Deutschland in den vergangenen Jahren richtig stark auf dem Eis unterwegs war.

Chase Clayton, kanadischer Neuzugang der Blue Devils Weiden.

ONETZ: Gibt es einen bestimmten deutschen Verein, den Sie besonders verfolgt haben?

Chase Clayton: Ich hatte ein Auge auf Clubs, in denen ich Spieler kenne. Der Bruder meiner Verlobten hat etwa in der DEL für Iserlohn, Köln und Straubing gespielt und ist in der aktuellen Saison in der DEL2 für Heilbronn aktiv. Dazu haben mich die Adler Mannheim interessiert, für die mein Coach in Kanada, Sven Butenschön, der auch für die deutsche Nationalmannschaft bei Olympia aktiv war, gespielt hat.

ONETZ: Wie verlief der erste Kontakt mit Devils-Coach Ken Latta?

Chase Clayton: Sehr gut. Ich mag seine Kommunikation. Er ist sehr direkt, sagt dir klar, was er von dir erwartet und redet nicht lange um den heißen Brei herum. Ich freue mich darauf, in dieser Saison für ihn abzuliefern.

ONETZ: Sie sind seit Samstag in Weiden. Hatten Sie schon Zeit, sich in der Stadt etwas umzusehen?

Chase Clayton: Ein klein wenig. Franz Vodermeier (Geschäftsführer der Spielbetriebs-GmbH, Anm. d. Red.) war so nett und hat mir die Innenstadt gezeigt. Wir haben einen Kaffee getrunken und etwas gegessen. Im Stadtzentrum gefällt es mir ganz gut, aber aktuell ist alles neu und entsprechend aufregend für mich. Mit Trainer Ken Latta war ich in Straubing, um seinem Sohn beim Eishockey zuzuschauen.

Das erste öffentliche Training der Saison 2019/2020

ONETZ: Wie würden Sie sich selbst beschreiben? Auf welchen Typ Eishockeyspieler dürfen sich die Fans der Devils künftig freuen?

Chase Clayton: Ich bin ein guter Skater. Ich lebe von meinem Tempo, bin aber auch ein zäher Bursche. Ich gehe keinem Check aus dem Weg und definiere mich sehr über die Physis. Ich liebe es, den Puck ins Netz zu befördern oder zumindest den Abschluss zu suchen.

ONETZ: Welche ist Ihre Lieblingsposition?

Chase Clayton: Ich bin ein Center. Ich bin grundsätzlich flexibel einsetzbar, aber Center ist die Rolle, die ich gerne ausfüllen möchte. Ich will immer den Puck und das Eis vor mir sehen.

ONETZ: Im Willkommensvideo auf der Facebook-Seite der Devils haben Sie die Fans bereits mit „Prost“ begrüßt. Sind Ihnen inzwischen weitere deutsche Redewendungen vertraut?

Chase Clayton: Ich kann bislang nur grundsätzliche Sachen wie „Wie geht’s?“ oder „Ich heiße Chase“ und „Ich trinke Bier“ (lacht). Aber mir ist es wichtig, während meiner Zeit in Deutschland viel über die hiesige Kultur und, so gut es geht, die Sprache zu lernen. Ich bin ein Kanadier, aber es erfüllt mich mit Stolz, hier in Deutschland sein zu dürfen. Ich werde alles aufsaugen wie ein Schwamm und von vielen neuen Leuten hoffentlich viel lernen.

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