09.03.2020 - 19:21 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Blue Devils sehen in Matchstrafe eine Fehlentscheidung

Das Match vom Sonntag hat ein Nachspiel. Für die Verantwortlichen der Blue Devils ist die in Rosenheim gegen Martin Heinisch verhängte Matchstrafe eine Fehlentscheidung. Die Stellungnahme des Vereins und ein Video liegen dem DEB vor.

Blue-Devils-Stürmer Martin Heinisch kassierte am Sonntag in Rosenheim eine Matchstrafe. Aus Sicht des Vereins zu Unrecht, deshalb legten die Weidener dem Deutschen Eishockey-Bund am Montag eine Stellungnahme und Videomaterial zur strittigen Szene vor.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Das letzte Spiel der Blue Devils in der Meisterrunde der Eishockey-Oberliga Süd bei den Starbulls Rosenheim (2:3) hat ein Nachspiel vor dem Sportgericht des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB). Am Montag gaben die Weidener Verantwortlichen ihre Stellungnahme beim DEB zur Matchstrafe gegen Martin Heinisch in der 55. Minute ab und legten zudem Videoaufnahmen vor.

Das vermeintliche Vergehen trug sich während einer Spielunterbrechung zu. Hauptreferee Patrick Altmann fuhr auf Heinisch zu, er fiel über den Schläger des Weidener Stürmers und wertete den Kontakt als "absichtliches Beinstellen am Hauptschiedsrichter". Die Matchstrafe hat für die Blue Devils weitreichende Folgen für den Saisonstart 2020/21, denn Heinisch wäre in den ersten Spielen gesperrt.

"Ich habe mir das Video genauer angeschaut, das war definitiv kein absichtliches Beinstellen", erklärte Franz Vodermeier, der Geschäftsführer der Blue-Devils-Spielbetriebs-GmbH. In einem persönlichen Gespräch mit Heinisch habe zudem der Spieler gesagt, dass es keine Absicht gewesen sei.

Die kuriose Situation war auch in der Pressekonferenz am Sonntagabend ein Thema. "Da war nichts absichtlich, das war ein schlechter Schauspieler-Einsatz. Dieses Video wird ein You-Tube-Hit", sagte Devils-Trainer Ken Latta, der wegen Protesten eine Spieldauerdisziplinarstrafe aufgebrummt bekam. Der Rosenheimer Coach John Sicinski ging auch kurz auf die Geschehnisse ein. "Wir müssen uns heute schon ein bisschen beim Schiedsrichter bedanken, dass wir durch solche Strafen in Überzahl gekommen sind." In doppelter Überzahl erzielte sein Team den Siegtreffer.

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