20.10.2020 - 17:40 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Eine Bob-Olympiasiegerin besucht die Oberpfalz

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Olympiasiegerin Lisa Buckwitz zu Besuch in Weiden. Als Mariama Jamanka Anschieberin holte sie 2018 sensationell Bob-Gold. Beim Besuch bei ihren Freunden vom Laface-Team erzählt sie, weshalb sie nach dem Triumph nochmals von vorne begann.

Besuch bei Freunden: Bob-Olympiasiegerin Lisa Buckwitz (links) und ihr Partner Junioren-Vizeweltmeister Hans-Peter Hannighofer rechts) schauen bei Walter Arnold (Zweiter von links) und Jürgen Weiß in Weiden vorbei.
von Wolfgang Würth Kontakt Profil

Eric Frenzel ist nicht der einzige amtierende Olympiasieger mit guten Beziehungen in die Oberpfalz: Lisa Buckwitz hat 2018 in Pyeongchang als Mariama Jamankas Anschieberin die Goldmedaille im Zweierbob gewonnen. Diese Woche war sie zu Besuch in Weiden. Die Triathleten Walter Arnold und Jürgen Weiß vom Laface-Team Weiden verbindet eine disziplinübergreifende Freundschaft. Außerdem unterstützt der Cube-Store Weiden die Spitzensportlerin.

Für die 25-Jährige war der Besuch eine letzte Ablenkung, bevor eine besondere Saison beginnt. Nach Olympia hatte Buckwitz den Wechsel von der Bremse an die Lenkseile im Bob gewagt. "Als Anschieberin hatte ich alles erreicht", erzählt sie beim Besuch in Weiden. Mit einer Bob-Pilotenausbildung fing sie nochmal von vorne an. Ihr Ziel: 2022 in Peking vorne im Bob Platz zu nehmen. "Vier Jahre sind aber knapp", sagt Buckwitz über diesen Plan. Und die Konkurrenz im "Bobfahrer-Land" Deutschland ist groß. Fünf Pilotinnen konkurrieren um drei Weltcup-Startplätze. Wenn also ab Mitte November die ersten Rennen im Fernsehen laufen, liegen Buckwitz' wichtigsten Saisoneinsätze vielleicht schon hinter ihr Ab kommender Woche starten die internen Ausscheidungsrennen.

Und die haben es im Coronajahr besonders in sich. Vor der Teamausscheidung seien kleinere Testrennen üblich, in diesem Jahr entfallen diese Tests Corona-bedingt. "Nach einem halben Jahr ohne Fahrt im Eiskanal geht es für uns sofort um sehr viel." Was die Modellathletin positiv stimmt: Am Start ist sie die dynamischste aller deutschen Pilotinnen. Beim Test vor drei Wochen schob sie den 90 Kilo-Bob am schnellsten über die 35 Meter Strecke.

Auf diese Dynamik baut auch Buckwitz' Olympia-Plan-B: Sollte es als Pilotin 2022 noch nicht reichen, wäre eine Rückkehr auf die Anschieber-Position möglich. Andererseits: In Peking soll es für Frauen erstmals ein Mono-Bob-Rennen geben, eine Pilotin ohne Anschieber. Die Disziplin wäre quasi auf Buckwitz' Fähigkeiten zugeschnitten.

Zuvor steht aber der Kampf um den Weltcup. Der wird Corona-bedingt kürzer ausfallen. "Die Rennen in Übersee fallen ganz weg", sagt Buckwitz. Höhepunkt ist die WM in Altenberg. Der Ort in Sachsen springt für Lake Placid ein. Für die Weidener Triathleten verlängert Buckwitz ihre Saison dann nochmals: Wenn Corona es zulässt, soll es spätestens im März ein Wiedersehen geben – an der Bobbahn am Königsee. Lisa Buckwitz hat zur Fahrt im Gästebob eingeladen – wenn die Oberpfälzer Ausdauersportler sich trauen.

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