Weiden in der Oberpfalz
09.03.2020 - 14:49 Uhr

Coronavirus: Empfehlungen des Bayerischen Fußballverbandes

Das Coronavirus und seine rasante Ausbreitung beschäftigt auch den Amateurfußball. Der Bayerische Fußballverband hat nun Empfehlungen an die Vereine herausgegeben.

Spielverlegung oder nicht? Der Bayerische Fußballverband rät Vereinen zur Kontaktaufnahme mit dem Spielleiter. Bild: Tobias Hase
Spielverlegung oder nicht? Der Bayerische Fußballverband rät Vereinen zur Kontaktaufnahme mit dem Spielleiter.

Der Bayerische Fußball-Verband (BFV) hat seine Handlungsempfehlungen im Umgang mit dem neuartigen Coronavirus angepasst. Der BFV bittet laut Mitteilung vom Montag Vereine, die am kommenden Spieltag mit einem Zuschaueraufkommen von mehr als 1000 Besuchern rechnen, sich mit dem zuständigen Gesundheitsamt oder den zuständigen Sicherheitsbehörden in Verbindung zu setzen.

„Aufgrund der Tatsache, dass die Zahl der Amateurspiele mit diesem Zuschaueraufkommen überschaubar ist, gilt hier das Vorgehen zur Prüfung des Einzelfalls. Auch vor dem Hintergrund, dass sich in einem Stadion die 1000 Besucher anders verteilen, als bei Veranstaltungen in kleineren, geschlossenen Räumen“, heißt es in der Mitteilung.

Der BFV fordert alle Vereine auf, „aktiv zu prüfen“, ob Fußballer in den vergangenen zwei Wochen aus einem Risikogebiet zurückgekehrt sind. Tritt ein solcher Fall ein, kann man sich mit dem Spielgegner auf eine Verlegung verständigen. Sollten Amateurspieler an dem Virus erkrankt sein, soll der zuständige Spielleiter wegen einer Verlegung informiert werden. Der Verband bittet die Vereine „um ein faires und verantwortungsvolles Miteinander“. Die Spielverlegung habe immer Vorrang. Eine Ansetzung sogenannter „Geisterspiele“ stehe für den bayerischen Amateurfußball aktuell nicht zur Debatte.

„Vorsorglich und zur Vermeidung von Missverständnissen weisen wir darauf hin, dass die Mitteilung des Ministeriums zwar nicht unmittelbar rechtlich für den Spielbetrieb bindend ist, wir uns aber in Verantwortung für unsere Vereine daran orientieren“, so der Verband.

Dort wo gespielt wird, stellt der BFV den Vereinen und dem eingeteilten Schiedsrichter frei, auf das ansonsten obligatorische Shake-Hands vor den Spielen zu verzichten. Dabei weist der BFV ausdrücklich darauf hin, dass es sich bei dieser Empfehlung um eine Maßnahme handelt, deren Relevanz die Gesundheitsexperten unterschiedlich bewerten. "Jedoch mag es Personen geben, die sich aktuell mit dem Handschlag nicht wohl fühlen. Das ist aus unserer Sicht natürlich zu akzeptieren."

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