01.03.2021 - 19:05 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Coronavirus sorgt wieder für Wirbel

Es sah gut aus in der Eishockey-Oberliga Süd: Alle ausgefallenen Spiele waren neu angesetzt, die Hauptrunde schien komplett über die Bühne zu gehen. Doch nun hat das Coronavirus in Deggendorf und Peiting wieder zugeschlagen.

Außergewöhnliches Bild in außergewöhnlichen Zeiten: Luca Endres, Torwart der Blue Devils Weiden, wird im Match gegen den EV Lindau in seinem Kasten gefangen. Die Oberliga Süd ist inzwischen wieder in den Fängen des Coronavirus, betroffen war neben dem EC Peiting auch der Deggendorfer SC. Bei den Niederbayern gab es aber am Montagabend Entwarnung.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Seit Mitte Januar lief es optimal, die Oberliga Süd blieb von coronabedingten Absagen verschont. Doch Ende vergangener Woche wurden aus Deggendorf und Peiting Verdachtsfälle gemeldet. Die Folge: Die Spiele des Deggendorfer SC am Freitag in Regensburg und am Sonntag daheim gegen Rosenheim wurden ebenso abgesagt wie die Partien des EC Peiting in Landsberg (Freitag) und zu Hause gegen Regensburg (Sonntag). Inzwischen ist auch das Heimspiel der Peitinger am Dienstag gegen Rosenheim abgesetzt worden. Ein Fragezeichen steht aktuell hinter dem Match der Blue Devils Weiden am Freitag in Peiting.

Wie es bei beiden Klubs weitergeht, konnte Markus Schubert, beim Deutschen Eishockey-Bund für den Spielbetrieb zuständig, am Montagnachmittag noch nicht sagen: „Da müssen wir noch abwarten. In Deggendorf waren am Montag nochmals Tests vorgesehen, in Peiting warten wir auf die Antwort des Gesundheitsamtes.“ Das Spiel der Blue Devils am Freitag in Peiting sei „auf jeden Fall gefährdet“, meinte Schubert.

Zumindest aus Deggendorf kam am Montagabend dann Entwarnung. Nachdem die Schnelltests am Freitag keine endgültige Klarheit gebracht hatten, wurden bei den betroffenen Spielern PCR-Tests durchgeführt. Diese sind negativ ausgefallen. Die Mannschaft nahm noch am Montagabend das Training wieder auf, meldete der DSC auf seiner Facebook-Seite.

Während die beiden ausgefallenen Partien der Deggendorfer für das zweite März-Wochenende neu angesetzt sind, steht dagegen schon fest, dass Peiting die Hauptrunde nicht komplett abschließen wird. Der ECP müsste bis 16. März noch sieben Spiele absolvieren, doch so viele Termine sind nicht mehr verfügbar. Auch die entsprechenden Gegner der Peitinger kommen nicht auf die Anzahl von 36 Spielen. Schubert bestätigte, dass damit auf jeden Fall die Wertung nach dem Punkte-Quotienten (Anzahl der Punkte geteilt durch die Anzahl der Spiele) erfolgen wird. Eine erneute Verlängerung der Hauptrunde und damit ein weiteres nach hinten schieben der Pre-Play-offs und Play-offs schloss der DEB-Funktionär aus.

Der EC Peiting, bei dem es offenbar einige positive Fälle gibt, wird schon zum dritten Mal in dieser Saison vom Coronavirus ausgebremst. Von Mitte bis Ende November 2020 sowie um die Jahreswende waren die Oberbayern bereits in Quarantäne, jetzt droht im schlimmsten Fall die dritte längere Zwangspause. "Wir befinden uns im vorgeschriebenen Coronatest- und Ablaufprotokoll. Damit sind wir bereits zum dritten Mal zum Zusehen verdammt. Gesundheit und Vorbeugung gehen aber immer vor, ganz klar", wurde ECP-Teammanager Gordon Borberg am Sonntag auf der Homepage des Vereins zitiert. Selbst wenn es eine 14tägige Quarantäne geben sollte, dürfte keine Gefahr bestehen, dass Peiting die Pre-Play-offs am 19. und 21. März verpasst. Durch die 29 absolvierten Spiele ist auch die Quote von mindestens 75 Prozent erfüllt, die für die Teilnahme an den Pre-Play-offs beziehungsweise Play-offs nötig ist.

Hintergrund:

Eishockey: Oberliga Süd

Tabelle in gewohnter Form

1. Selber Wölfe 34 141:74 80

2. Eisbären Regensburg 31 132:80 75

3. Starbulls Rosenheim 32 152:88 69

4. SC Riessersee 32 113:109 54

5. Höchstadter EC 32 123:121 54

6. Deggendorfer SC 31 133:110 52

7. EV Lindau 32 108:112 46

8. ECDC Memmingen 35 114:119 46

9. EC Peiting 29 108:93 45

10. Blue Devils Weiden 32 116:118 41

11. EV Füssen 34 92:136 31

12. Passau Black Hawks 32 91:145 27

13. HC Landsberg 32 71:189 7

Tabelle nach Punktequotient

1. Eisbären Regensburg 31 132:80 2,42

2. Selber Wölfe 34 141:74 2,35

3. Starbulls Rosenheim 32 152:88 2,16

4. SC Riessersee 32 113:109 1,69

5. Höchstadter EC 32 123:121 1,69

6. Deggendorfer SC 31 133:110 1,68

7. EC Peiting 29 108:93 1,55

8. EV Lindau 32 108:112 1,44

9. ECDC Memmingen 35 114:119 1,31

10. Blue Devils Weiden 32 116:118 1,28

11. EV Füssen 34 92:136 0,91

12. Passau Black Hawks 32 91:145 0,84

13. HC Landsberg 32 71:189 0,22

Mitte Februar war die Hoffnung groß

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