Was macht ein Eishockeyspieler eigentlich im Sommer? Die Schlittschuhe gegen Flip-Flops tauschen und die Füße hochlegen? Nicht unbedingt. Zumindest nicht, wenn man Maximilian Brunner heißt. Der 20-jährige Angreifer der Blue Devils Weiden weiß aus eigener Erfahrung, dass auch in der warmen Jahreszeit fleißig an der Karriere gefeilt werden kann. In der neuesten Folge des Podcasts „Powerplay“ erzählt der gebürtige Bogener von seinen Stationen im Ausland, seinem bisherigen Weg im Profi-Eishockey und davon, warum in der Kabine der Blue Devils auch mal Country-Musik läuft.
Dass Brunner auf dem Eis zu den besonders flinken Spielern gehört, kommt schließlich nicht von ungefähr. Während seiner Zeit in Schwedens höchster Nachwuchsliga standen ihm selbst im Sommer die Türen der Eishallen offen. Beste Voraussetzungen also, um weiter an Tempo und Technik zu feilen. Und Übung macht bekanntlich den Meister.
Doch Schweden war für den Youngster längst nicht das Ende seiner Reise. Nach einem Zwischenstopp in Iserlohn, wo er sogar sein DEL-Debüt feiern durfte, zog es den Niederbayern noch einmal über den großen Teich. In der kanadischen Nachwuchsliga BCHL sammelte Brunner weitere wertvolle Erfahrungen, ehe er schließlich bei den Blue Devils Weiden landete.
Dort fühlt sich der 20-Jährige inzwischen pudelwohl. Nur eine Sache fehlt noch zum ganz großen Glück: sein erster Treffer in der DEL2. Gegen Ravensburg hatte Brunner den Puck zwar bereits im Netz versenkt, doch die Freude (über das erste eigene Tor) währte nur kurz – das Tor wurde am Ende seinem Kollegen Alex-Olivier Voyer zugeschrieben. Schließlich zählt am Ende vor allem eines: der Sieg. Überhaupt findet Brunner für den erfahrenen Angreifer nur lobende Worte. Voyer sei nicht nur ein hervorragender Spieler, sondern nehme ihn als jungen Teamkollegen auch ein Stück weit an die Hand.
Ob es ausgerechnet am Freitag gegen Rosenheim endlich mit dem ersten DEL2-Treffer klappt? Brunner lässt sich nicht in die Karten schauen. Dafür verrät er an anderer Stelle umso mehr: etwa, wo es seiner Meinung nach in Weiden die besten Gnocchi und den besten Kaffee gibt oder mit welchen Spielen sich die Blue Devils in der Kabine die Zeit vertreiben.
Apropos Mannschaft: Erstmals konnte das Team eine volle Woche unter Coach Dave Matsos trainieren. Auch davon zeigt sich Brunner begeistert. Die Stimmung stimmt, die Chemie scheint zu passen – und womöglich ist mit dem Erfolg gegen Ravensburg in der vergangenen Woche auch sportlich endlich der Knoten geplatzt.
Bleibt zu hoffen, dass die Blue Devils am kommenden Wochenende wieder Grund zum Feiern haben. Für den passenden Soundtrack hätte Brunner jedenfalls schon eine Idee: Country-Musik! Warum ausgerechnet dieses Genre bei ihm hoch im Kurs steht, wer sonst in der Kabine den DJ gibt und welche Geschichten der 20-Jährige aus seiner Zeit in Schweden und Kanada mitgebracht hat, gibt es in der neuen Folge von „Powerplay“ zu hören.















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