11.09.2020 - 17:25 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

DEB: "Ein Signal der Wertschätzung"

Die beiden Eishockey-Oberligen Süd und Nord werden in das Bundespaket "Coronahilfen Profisport" aufgenommen. Ein Knackpunkt ist nach wie eine EU-Richtlinie.

Die Vereine der Eishockey-Oberligen Süd und Nord dürfen auf finanzielle Unterstützung für ausfallende Zuschauereinnahmen hoffen.
von Externer BeitragProfil

Die Clubs der beiden DEB-geführten Eishockey-Oberligen Süd und Nord werden zusätzlich zu den Teams der beiden Profiligen DEL und DEL2 als Antragsberechtigte ins Bundespaket "Coronahilfen Profisport" aufgenommen. Diese haushaltspolitische Entscheidung traf der Bund, meldet die Fachzeitung "Eishockey News" auf ihrer Online-Seite.

DEB erfreut über die Entscheidung

"Der Deutsche Eishockey-Bund ist erfreut über diese weitere, wichtige Entscheidung der Bundesregierung. Die Aufnahme der Eishockey-Oberligen als Antragsberechtigte für die 'Coronahilfen Profisport' war unser Wunsch und dafür haben wir seit Monaten beharrlich geworben", heißt es in der Mitteilung des DEB. "Es ist schön und vor allem für die Vereine der höchsten DEB-Ligen ein Signal der Wertschätzung. Dass sich Einsatz und Engagement lohnen und die Politik ein offenes Ohr für die Belange des Sports hat, ist damit ebenfalls einmal mehr mit Taten unterlegt", so der Verband in seinem Statement weiter.

Ungeklärte Problematik

Auch die noch ungeklärte Problematik bezüglich der EU-Richtlinie in Sachen Wirtschaftlichkeit der Clubs spricht der Eishockey-Dachverband nochmals an: "Im nächsten Schritt wird es darum gehen, weiter für die spezifischen Umstände des Profisports in Bezug auf die wesentliche Richtlinie aus dem EU-Beihilferecht zu sensibilisieren und hier erfüllbare wirtschaftliche Kriterien wie etwa die vorgeschlagene Lizenzerteilung für die Saison 2019/20 beziehungsweise 2020/21 als Maßstab anzulegen."

Verweis auf EU-Richtlinie

Knackpunkt ist für alle Eishockeyclubs (in DEL, DEL2 und nun auch der Oberligen) nach wie vor der im Hilfspaket aufgeführte Verweis auf eine EU-Richtlinie, die aussagt, dass am 31. Dezember 2019 keine wirtschaftlichen Schwierigkeiten (bilanzielles negatives Eigenkapital) beim Antragsteller vorliegen dürfen. Dies könnte dazu führen, dass Clubs nicht antragsberechtigt sind - und keine Hilfsgelder erhalten.

"Profisportvereine unterliegen einer anderen Logik als vergleichbare Wirtschaftsbetriebe, da es vordergründig um die Maximierung des sportlichen und nicht des wirtschaftlichen Erfolgs geht", hatte der DEB schon vergangene Woche mitgeteilt und die Lizenzerteilung für die Clubs durch die Ligen als mögliche, alternative Voraussetzung für den Erhalt der Hilfsgelder ins Spiel gebracht. Auch in der DEL und DEL2 ist man noch dabei, die generelle Abrufbarkeit der vom Bund zugesicherten Hilfen zu prüfen.

Weiden antragsberechtigt

"Vor der Antragstellung müssen noch die Antragsrichtlinien für die Oberligen ergänzt werden", erklärte Franz Vodermeier, Geschäftsführer der Blue-Devils-Spielbetriebs-GmbH, am Freitag. Für Weiden dürfte es keine Probleme geben. "Nach jetziger Prüfung sind wir antragsberechtigt", sagt Vodermeier.

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