Wer soll diese Krefeld Pinguine eigentlich aufhalten? Die Antwort fällt nach den ersten beiden Finalspielen der DEL2-Play-offs schwer. Nach den klaren Serien im Viertelfinale gegen Landshut und im Halbfinale gegen Regensburg steht es nun auch im Finale gegen die Kassel Huskies bereits 2:0 – und Krefeld wartet weiterhin auf die erste Niederlage in diesen Play-offs. Dabei war zumindest der Auftakt noch umkämpft. Vor über 8000 Zuschauern in der Krefelder Yayla Arena entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in dem beide Teams ihre Phasen hatten. Am Ende musste die Overtime entscheiden – und dort war es Max Newton, der nach gut drei Minuten den 3:2-Sieg für die Gastgeber perfekt machte.
Spiel zwei in Kassel zeichnete dann ein deutlich klareres Bild. Zwar gingen die Huskies früh durch Jake Weidner in Führung, doch die Antwort der Pinguine ließ nicht lange auf sich warten. Wieder war es Newton, der ausglich – und danach übernahm Krefeld zunehmend die Kontrolle. Kassel fand offensiv kaum noch Mittel, während die Gäste ihre Chancen konsequent nutzten. Spätestens mit dem Treffer zum 3:1 war die Partie entschieden, Matthew Santos setzte mit seinem Empty-Net-Tor zum 4:1 den Schlusspunkt.
Damit bestätigt sich der Eindruck, der sich bereits durch die gesamte Saison zieht. Krefeld ist nicht nur individuell stark besetzt, sondern vor allem extrem stabil. Die Mannschaft wirkt gefestigt, spielt ihr System konsequent herunter und hat die nötige Ruhe, um auch enge Spiele für sich zu entscheiden.
Kassel hingegen wirkt in dieser Serie bislang nicht in der Lage, Krefeld wirklich unter Druck zu setzen. Der Wille ist da, die Ansätze auch – aber über längere Phasen reicht es schlicht nicht, um den Favoriten ernsthaft ins Wanken zu bringen. Zwei Siege fehlen den Pinguinen nun noch zum Aufstieg in die DEL. Bereits am Dienstagabend in Krefeld haben sie die Chance, sich den ersten Matchpuck zu sichern. Und aktuell spricht wenig dafür, dass sich an der Dynamik dieser Serie noch grundlegend etwas ändern wird.

























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