Der Fonstad-Wahnsinn
Diese Serie hat ein siebtes Spiel einfach verdient – und sie bekommt es auch. Die Bietigheim Steelers sichern sich mit einem 5:4 nach Overtime gegen die Ravensburg Towerstars Spiel sieben und gleichen zum 3:3 aus. Bemerkenswert dabei: Fünf der sechs Partien wurden nicht in der regulären Spielzeit entschieden. Wer hier bei Spiel sieben ins Stadion geht, sollte inzwischen besser etwas mehr Zeit einplanen. Der Mann des Abends war einmal mehr Cole Fonstad. Mit einem Hattrick und einem Assist führte er die Steelers zum Sieg und steht nun bei unglaublichen 17 Punkten in sechs Playoff-Spielen. Eine Quote, die für sich spricht. Jetzt kommt es also zum Showdown. Zwei Teams auf Augenhöhe, eine Serie auf Messers Schneide – und ein siebtes Spiel, das spätestens am Dienstag die Entscheidung bringen wird.
Kassel kämpft sich durch
Wer auf dieses siebte Spiel besonders genau schauen wird, sind die Kassel Huskies. Der Hauptrundenzweite hat seine Serie gegen die Lausitzer Füchse am Sonntag mit einem 3:2-Auswärtssieg in Weißwasser entschieden und sich mit 4:2 insgesamt das Ticket fürs Halbfinale gesichert. Ein Selbstläufer war das allerdings nicht. Weißwasser, erst über die Pre-Play-offs ins Viertelfinale eingezogen, hielt über weite Strecken gut dagegen und brachte Kassel mehrfach an die eigenen Grenzen. Am Ende setzte sich aber die individuelle Qualität der Huskies durch – so, wie es vor der Serie zu erwarten war. Für Kassel geht der Blick nun bereits nach vorne. Im Halbfinale wartet, wie bereits erwähnt, entweder Bietigheim oder Ravensburg – eine Serie, wer auch immer dann der Gegner sein wird, die einiges verspricht. Für die Lausitzer Füchse hingegen endet die Saison, in der vor allem der starke Saisonendspurt mehr als nur ein Achtungserfolg war.
Kindopp macht Halbfinale klar
Und dann ist da noch die Geschichte der Eisbären Regensburg. Ein Jahr nach dem knappen Klassenerhalt stehen sie plötzlich im Play-off-Halbfinale. Mit einem 2:1-Sieg nach Overtime entscheiden sie die Serie gegen die Starbulls Rosenheim mit 4:2 für sich – und das durchaus verdient. Rosenheim war als Tabellendritter stabil durch die Hauptrunde gekommen, hatte aber bereits dort Probleme mit Regensburg – kein einziges der vier Duelle ging an die Starbulls. Dieses Muster setzte sich in den Playoffs fort. Und wieder war es Bryce Kindopp, der den Unterschied machte. Der Angreifer, der bereits das Rekordspiel über 122 Minuten entschieden hatte, traf auch diesmal – in doppelter Überzahl in der Verlängerung – und schoss seine Mannschaft ins Halbfinale. Dort wartet nun die wohl schwierigste Aufgabe: die Krefeld Pinguine. Der Hauptrundenmeister gilt als klarer Favorit, hat Landshut souverän aus dem Weg geräumt. Doch Regensburg hat in dieser Serie gezeigt, dass man sie nicht unterschätzen sollte. Außenseiter – ja. Chancenlos – eher nicht.



















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.