Weiden in der Oberpfalz
22.08.2026 - 18:55 Uhr

Derbysieg in Hof: SpVgg SV Weiden landet Befreiungsschlag

Die sportliche Talfahrt ist vorerst gestoppt: Die SpVgg SV Weiden feiert in Hof den ersten Saisonsieg.

Brenzlige Szene im Weidener Strafraum: Die SpVgg SV übersteht die Situation jedoch ohne Gegentor. Bild: PIXMAWI - SPORTFOTOS MARIO WIEDEL
Brenzlige Szene im Weidener Strafraum: Die SpVgg SV übersteht die Situation jedoch ohne Gegentor.

Die SpVgg SV Weiden hat ihre schwarze Serie beendet und im siebten Saisonspiel endlich den ersten Sieg unter Dach und Fach gebracht. Ausgerechnet im Nordbayern-Derby bei der SpVgg Bayern Hof gewannen die Schwarz-Blauen am Samstagnachmittag nach einer kämpferisch starken Vorstellung mit 3:1 (1:1). Ein Sieg, der aufgrund der engagierten Leistung vor allem in Halbzeit zwei nicht unverdient ausfiel. Mit diesem Dreier hat die Wasserwerk-Elf die Rote Laterne in der Fußball-Bayernliga Nord abgegeben. Ob mit dem Prestigeerfolg in Oberfranken die sportliche Krise ad acta gelegt werden kann, muss sich in den nächsten Spielen zeigen.

Gegenüber dem Dienstag-Spiel nahm SpVgg-SV-Trainer Michael Riester zwei Änderungen in der Startelf vor. Moritz Hügel und Josef Rodler blieben auf der Bank, dafür standen der nach einer Sprunggelenkverletzung wieder genesene Martin Ruda und der vor zwei Wochen erst 17 Jahre gewordene Neuzugang Finn Horgan in der Anfangsformation.

Weiden startete mit einer defensiven Ausrichtung in das Derby. Die SpVgg SV verzichtete aufgrund der Hofer Konterstärke auf Forechecking in der gegnerischen Hälfte, griff den ballführenden Gegner erst ab der Mittellinie an. Einen schnellen Rückstand vermeiden, lautete die Devise, die Riester aufgrund von zehn Gegentoren in den letzten beiden Punktspielen ausgegeben hatte. Was auch zunächst gelang. Allerdings erarbeitete sich der Gastgeber von Beginn an deutlich mehr Spielanteile und auch zwei, drei hochkarätige Chancen, die aber nichts einbrachten.

Wie aus dem Nichts fiel der Weidener Führungstreffer. Nach einem Eckball klärte die Hofer Abwehr genau auf Moritz Zeitler. Der nahm den Ball aus rund 22 Meter volley und das Leder landete, leicht abgefälscht noch von der Heimabwehr, zum 0:1 im Netz (29.). Doch die Freude der Gäste währte nicht lange. Vier Minuten später hatte Maximilian Weimer aus ähnlicher Entfernung freie Schussbahn, SpVgg-SV-Keeper Edin Becic war gegen den platzierten Schuss genau ins linke untere Eck machtlos (33.). Hof blieb am Drücker, hätte auch mit 2:1 in Führung gehen müssen. Aber Johannes Hamann donnerte die Kugel freistehend aus sieben Meter über das Gästetor (40.).

Mit einem Weidener Traumstart ging es in die zweite Hälfte. Es waren keine 60 Sekunden gespielt, da zappelte der Ball bereits im Hofer Gehäuse. Die Gastgeber klärten nicht sauber, Lukas Schaller passte zu Jahi Sylejmani und der vollendete aus fünf Meter zum 1:2 (46.). Fünf Minuten später folgte die Kopie des zweiten Weidener Tores: Erneut legte Schaller zu Sylejmani auf, der aus kurzer Distanz das 1:3 besorgte (51.). Die Zwei-Tore-Führung verlieh dem Schlusslicht mehr Sicherheit. Zwar drückten die Gastgeber, kamen aber zu selten in die Abschlüsse. In der Schlussphase musste Weiden mit zehn Mann dagegen halten, da Lukas Schaller wegen Ball wegschlagen Gelb-Rot sah. Aber auch in Unterzahl brachte man den Sieg über die Zeit.

SpVgg Bayern Hof: Guyon, Skrabalek (59. Hain), Zuber (60 Seidel), Tittmann (69. Frank), Hamann, Scherbaum, Gezer, Schubert, Stadelmann, Durkan (69. Saalfrank), Weimer

SpVgg SV Weiden: Becic, Gebhard, Behnke, Vacek, Zeitler, Ruda (84. Söllner), Horgan (74. Lang), Lieder, Schaller, Sylejmani, Fenninger (86. Rodler)

Tore: 0:1 (29.) Moritz Zeitler, 1:1 (33.) Maximilian Weimer, 1:2 (46.) Jahi Sylejmani, 1:3 (51.) Jahi Sylejmani – SR: Markus Huber – Zuschauer: 1091 – Gelb-Rot: (80.) Lukas Schaller (Weiden/Ballwegschlagen)

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.