23.12.2018 - 23:49 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Dritter Derbysieg für Blue Devils

Eishockey-Herz, was willst Du mehr? Ausverkauftes Stadion, tolle Atmosphäre, packendes Match - das Derby zwischen den Blue Devils und den Selber Wölfen ist Werbung für Oberliga-Eishockey in Weiden. Und am Ende jubeln erneut die Oberpfälzer.

Danke Fans – Frohe Weihnachten: Nach dem Derbysieg gegen die Selber Wölfe bedankten sich die Blue Devils beim Publikum.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Bescherung am Tag vor Heiligabend: Die Blue Devils gewannen am Sonntagabend auch das dritte Duell in dieser Saison gegen die Selber Wölfe. Nach einer großartigen kämpferischen Leistung setzte sich die dezimierte Weidener Truppe mit 4:2 (2:0, 1:2, 1:0) durch. In der spannenden und bis zum Schluss auf des Messers Schneide stehenden Partie sorgte Martin Heinisch zehn Sekunden vor dem Ende mit einem "empty-net-goal" für die Entscheidung.

Thom: "Ich ziehe den Hut"

"Ich weiß nicht, ob der Weidener Sieg verdient war. Aber ich muss den Hut ziehen vor dem Einsatz der Weidener Mannschaft. Wie viele Schüsse die geblockt haben", sagte der Selber Trainer Henry Thom. Devils-Coach Ken Latta sah es fast so Thom, aber: "Wir haben 4:2 gewonnen, ganz einfach!" Kleinigkeiten seien der Unterschied gewesen. "Unser Plan ist aufgegangen, wir haben in der Defensivarbeit alles richtig gemacht."

Die ausverkaufte Hans-Schröpf-Arena platzte am Tag vor Heiligabend aus allen Nähten. "Wir mussten sogar mindestens 200 Leute nach Hause schicken", sagte EV-Vorsitzender Thomas Siller. Alle Fans, die ein Ticket ergattert hatten, brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen. Beide Teams lieferten sich von Beginn an einen verbissenen Fight, wobei die Blue Devils den Ausfall der vier Stammkräfte Daniel Willaschek, Philipp Siller, Marco Habermann und Lukas Zellner kompensierten.

Doppelpack von Rubes

In den ersten zehn Minuten hatte Selb Vorteile, doch die Weidener Abwehr um den starken Goalie Daniel Filimonow überstand diese Phase mit Glück und Geschick. In dem fairen Derby mit lediglich zwei Strafzeiten auf beiden Seiten nutzten die Blue Devils das erste Powerplay zur Führung. Tomas Rubes nahm hinter dem eigenen Kasten die Scheibe, lief bis ins gegnerische Drittel und zog unhaltbar ab (19. Minute). Und 14 Sekunden vor Drittelende legte der Tscheche nach einem Fehler in der Gästeabwehr das 2:0 nach.

Nach Wiederbeginn starteten die Wölfe stark und ihre Paradereihe sorgte für den Ausgleich: Oberliga-Topscorer Ian McDonald (21.) und Erik Gollenbeck (24.) waren die Torschützen. Selb hatte jetzt Oberwasser und machte weiter Druck. Weiden verteidigte jedoch konzentriert und überstand auch die einzige Unterzahlsituation unbeschadet. "Wir haben in dieser Phase gut gespielt, sind dann aber unglücklich in einen Konter gelaufen", meinte Gästecoach Thom. Matt Abercrombie bediente Marcel Waldowsky, der zur erneuten Führung einschoss (33.). Apropos "Waldi": Der zu Saisonbeginn lange verletzte Stürmer findet immer mehr zu seiner alten Form. Nach dem 3:2 hätten die Weidener den Vorsprung sogar noch ausbauen können.

Im Schlussabschnitt drängte Selb auf den Ausgleich, die Blue Devils um den überragenden Abwehrchef Ralf Herbst lauerten auf Konter. Die aufopferungsvoll kämpfenden Weidener warfen sich immer wieder in die Schüsse. In der Schlussphase wurde es dann dramatisch: Selb nahm den Torwart vom Eis und bejubelte 33 Sekunden vor dem Ende den vermeintlichen Ausgleich, doch der Schiedsrichter entschied zu Recht auf Schlittschuhtor. Zehn Sekunden vor der Schlusssirene machte Heinisch dann alles klar.

Mittwoch in Regensburg

Durch den Derbysieg kletterten die Blue Devils (8./34 Punkte) einen Platz nach oben und sind jetzt mit den Selber Wölfen (7./34) punktgleich. Am zweiten Weihnachtsfeiertag (Mittwoch, 18 Uhr) steigt beim EV Regensburg (1./57) das nächste Derby. Der Spitzenreiter kassierte am Sonntag gegen den EV Landshut die dritte Niederlage in Folge.

Blue Devils Weiden - Selber Wölfe 4:2 (2:0, 1:2, 1:0)

Blue Devils Weiden: Filimonow – Herbst, Schreyer, Noe, Deichstetter, Schusser, Bäumler, Voigt – Geisberger, Abercrombie, Waldowsky, Pronath, Rubes, Heinisch, Wolf, Kirchberger, Lehner

Selber Wölfe: Deske – Silbermann, Veisert, Ondruschka, Müller, Nijenhuis, Kolb, Kremer – Hördler, Schiener, Geigenmüller, Gollenbeck, McDonald, Gare, Klughardt, McDonough, Moosberger, Lüsch

Tore: 1:0 (19.) Rubes (Schusser, Filimonow), 2:0 (20.) Rubes (Pronath, Heinisch), 2:1 (21.) McDonald (Gollenbeck, Gare), 2:2 (24.) Gollenbeck (McDonald, Ondruschka), 3:2 (33.) Waldowsky (Abercrombie, Geisberger), 4:2 (60.) Heinisch

Schiedsrichter: Ruhnau – Zuschauer: 2560 (ausverkauft) – Strafminuten: Weiden 4, Selb 4

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