19.08.2020 - 15:54 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Auch im Eishockey spielt die Unsicherheit weiter die Hauptrolle

Die DEL will am 13. November beginnen, die DEL2 am 6. November. Die beiden Profi-Ligen haben den Saisonstart deutlich verschoben. Die Oberligen wollen auch später loslegen, am 16. Oktober. Daran halten der DEB und die Vereine fest - noch!

Franz Vodermeier, Geschäftsführer der Blue-Devils-Spielbetriebs-GmbH, hofft, dass die Oberliga-Saison 2020/21 wie geplant am 16. Oktober beginnt.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Bei den Eishockey-Vereinen der Oberligen Süd und Nord herrscht auch nach einer vom Deutschen Eishockey-Bund (DEB) initiierten Videokonferenz vom Montag große Unsicherheit. In der Coronakrise bleiben weiterhin viele Fragen offen. Sorgen bereitet vor allem der Anstieg von Neuinfektionen.

"Der für 16. Oktober vorgesehene Start bleibt", berichtete Franz Vodermeier, der Geschäftsführer der Blue-Devils-Spielbetriebs-GmbH, von der Videokonferenz. Allerdings bleibe die Unsicherheit: "Können wir an diesem Tag starten? Oder später? Oder überhaupt nicht?" Eine Verschiebung in den November hinein habe wohl zwangsläufig eine Modusänderung beziehungsweise eine verkürzte Saison zur Folge. Denn anders als in den beiden Profi-Ligen, könne in den Oberligen - Ausnahme ist die Weihnachtszeit - nicht während der Woche gespielt werden. Ende August sei die nächste Sitzung mit dem Verband geplant, erklärte Vodermeier.

Das Onlineportal heimatsport.de berichtet, dass der DEB am geplanten Saisonstart 16. Oktober festhalten will, obwohl manche Vereine dem Vernehmen nach weit davon entfernt sind, mit genügend Zuschauern starten zu können. Die ersten Rückmeldungen örtlicher Gesundheitsämter seien "sehr ernüchternd“. "Es wird entscheidend sein, ob wir mit Zuschauern spielen dürfen oder Geld vom Staat erhalten", beschreibt Vodermeier die wirtschaftliche Situation. Inzwischen gebe es Hoffnung auf ein Hilfspaket der bayerischen Landesregierung für die 13 Süd-Oberligisten und die Clubs aus der Bayernliga, berichtet die Fachzeitung "Eishockey News". Einer der Initiatoren dieses Pakets ist Bernhard Pohl, Landtagsabgeordneter der Freien Wähler, der vor einigen Wochen bei einem Ortstermin in der Weidener Hans-Schröpf-Arena war.

Der DEB wartet unterdessen weiter auf Signale aus den jeweiligen Ministerien der zuständigen Länder. Die Zeit drängt, denn am 1. September erhalten die Verträge der Spieler bei den allermeisten Clubs Gültigkeit. Bei den Blue Devils ist das erste Eistraining am 7. September geplant, das erste von acht Testspielen soll am 18. September gegen den ERSC Amberg ausgetragen werden.

Positive Nachrichten hatte Vodermeier am Mittwoch nach einem Gespräch mit Vertretern der Stadtwerke Weiden parat. Bei der Eisbereitung gebe es zwar technisch bedingt eine kleine Verzögerung, "aber nicht dramatisch". Mit dem Runterkühlen sei bereits begonnen worden, das Eis soll spätestens am 7. September fertig sein. "Vielleicht auch schon drei, vier Tage früher."

Das Hygiene- und Zuschauerkonzept für die Hans-Schröpf-Arena

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