08.10.2020 - 17:51 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Elf Fragen an Michael Baumann (SV Kohlberg)

Den Vater nennen sie Rudi Völler. Klar, dass Michael Baumann da nur Fußballer werden konnte. Der Kohlberger lüftet auch noch weitere Geheimnisse.

Michael Baumann.
von Ernst FrischholzProfil

Urgestein, Führungsspieler, Leistungsträger: All dies vereinigt Michael Baumann (31) vom SV Kohlberg auf sich. Kein Wunder, wenn sein Vater Rudi Völler genannt wird. Auf die Frage, warum er so gerufen wird, hat Michael auch keine Antwort. Der Baumann Gerd, eine Größe beim FC Weiden-Ost, kickte zwar annehmbar, aber nicht mehr.

Geboren in Kohlberg, begann Michael seine Laufbahn natürlich als Schüler beim SV. Seine Qualitäten blieben nicht verborgen, denn nach der Jugend zog ihn der SV Etzenricht, der damals in der Landesliga spielte, an Land. Nach vier schönen Jahren ging es „Back to the Roots“. Seitdem ist Michaels sportliche Heimat der SV Kohlberg. Bei der AOK Bayern als Firmenkundenberater angestellt, seit einem Jahr mit Ehefrau Julia verheiratet, liebt es Michael mit Freunden auf Feste zu gehen und dies vermisst er auch wegen der Pandemie. Reisen, ein weiteres Faible, Sri Lanka war ein Highlight, sind derzeit auch außen vor. Aber er freut sich, dass Fußball wieder gespielt werden darf.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Michael Baumann: ... ein Teil meines Lebens, der mich auch geprägt hat. Nicht nur der Kick auf dem Rasen, sondern auch das soziale Umfeld.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Michael Baumann: In Kohlberg gab's nur Fußball und dann schob mein Vater an. Aber Schach kann ich auch. Ich schätze daran das vorausschauende Taktieren, das auch im Fußball wichtig ist.

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ONETZ: 3. Ihre Rückennummer ist die "10". Warum?

Bei den damals nur elf Rückennummern vergab man die "10" an den Taktgeber im Mittelfeld und die trag ich heute noch. In Etzenricht hatte ich die aber nicht.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Wir sind zwei Mal mit dem SV in die Kreisliga aufgestiegen und konnten uns nur ein Jahr halten.

ONETZ: 5. Welches Ritual pflegen Sie kurz vor einem Spiel?

Erst den rechten Schuh anziehen, und mit einem letzten Satz dem Team in der Kabine nochmals einen Motivationsschub geben.

ONETZ: 6. An welches Spiel erinnern sich auf Anhieb in Ihrer Laufbahn?

Kreisklasse 2015, Entscheidungsspiel um Platz eins: Wir haben in Etzenricht vor über 1000 Zuschauern mit 1:0 gegen den VfB Mantel gewonnen.

ONETZ: 7. Anstoßzeit 15 Uhr. Ist der Schweinebraten da schon verdaut, oder gibt's nichts vorher?

Der Schweinebraten oder Ähnliches kommt später. Aber auch nur, wenn das Match gut gelaufen ist. Vorher gibt es mittags nur Nudeln mit Pesto.

ONETZ: 8. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen, welche fehlt?

Die Coachingzone würde ich abschaffen. Mag in der Bundesliga Sinn haben, aber doch nicht in unserer Liga.

ONETZ: 9. Gibt es legendäre Abschlussfahrten in Ihrer Karriere?

Mallorca war da mit Etzenricht schon dabei, aber auch Prag oder Pilsen mit dem SV haben wir feiernd und ausgelassen erlebt.

ONETZ: 10. Wie sehen Sie das Derby am Sonntag gegen die TSG Weiherhammer?

Derby hin oder her. Wir stehen nur drei Punkte vor der TSG, die einen Abstiegsplatz inne hat und darum ist es für uns ein Sechs-Punkte-Spiel. Viele persönliche Freundschaften müssen ausgeklammert werden.

ONETZ: 11. Was gefällt Ihnen am SV Kohlberg?

Die Zuschauer, die uns immer unterstützen und uns auch nicht böse sind, wenn es mal nicht so läuft. Und der kameradschaftliche Zusammenhalt, die gute Arbeit der Vereinsführung sowie auch die Mischung Jung und Alt im Team.

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