29.10.2020 - 18:17 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Elf Fragen an Simon Bauer (FSV Waldthurn, Kreisklasse Ost)

Simon Bauer stammt aus einer total fußballgegeisterten Familie. Das gilt auch für die Oma. Der Waldthurner engagiert sich schon immer für den FSV, nicht nur auf dem Platz. Eines vermisst er in Coronazeiten aber besonders.

Simon Bauer
von Ernst FrischholzProfil

"Immer einen lockeren Spruch auf Lager, mit mir kann man Gaudi haben", so skizziert sich Simon Bauer vom FSV Waldthurn. Damit meint er die Zeit "ohne Ball". Mit dem Ball hält der sympathische 26-Jährige nichts von locker. "Ich bin ein Zweikämpfer, darum spiele ich auch auf der Sechs", sagt er. Da müsste man meinen, dass er oft am Rande des Erlaubten spielt. Aber weit gefehlt. Noch keine Rote Karte und nur einmal Gelb/Rot, das ist die Bilanz seiner bisherigen Fußballerkarriere. Diese begann beim FSV in der F-Jugend, führte über die Juniorenteams dann 2012 in die "Erste" des FSV. Die Anerkennung im Team dokumentiert, dass Simon Bauer Spielführer der Fahrenberg-Elf ist. Der Student macht derzeit seinen Master in Betriebswirtschaft ist noch nicht verheiratet, spielt gerne neben Fußball Tennis und liebt Reisen. Aber da hat ihm Corona einen Riegel vorgeschoben. Früher trainierte auch die E-Junioren, derzeit engagiert er sich als Betreuer der A-Junioren der SG Fahrenberg. Als geselliger Typ vermisst er in der Coronazeit Events wie etwa die Flosser-Kirwa.

ONETZ: 1. Fußball ist für mich ...

Simon Bauer: Mehr als ein Hobby. Ich widme dem Fußball viel Zeit, ohne ihn würde mir definitiv etwas fehlen im Leben.

ONETZ: 2. Warum sind Sie bei der Sportart Fußball gelandet und nicht beim Schach?

Simon Bauer: Meine gesamte Familie ist fußballbegeistert. Meine beiden Brüder spielen auch. Der Kleine ist der Beste von uns. Fußballbegeistert sind wir alle: Selbst meine 83-jährige Oma schaut jede Woche Bundesliga.

ONETZ: 3. Welche Fußballregel würden Sie abschaffen?

Simon Bauer: Die Abseitsregelung ist immer diskussionsfähig. Dann würden mehr Tore fallen. Ganz oben steht aber die Handspielregel. Da blicke ich langsam nicht mehr durch und da bin ich sicherlich nicht alleine.

ONETZ: 4. Ein Erlebnis in Ihrer Karriere, das Ihnen heute noch stinkt?

Simon Bauer: Vergangene Saison in Pleystein: Bis zur 83. Minute lagen wir 3:1 vorne. Das wären drei sichere Punkte im Abstiegskampf gewesen. Innerhalb fünf Minuten kassierten wir drei Gegentore und fuhren mit leeren Händen heim. Sowas hab ich noch nicht erlebt.

ONETZ: 5. An welches Spiel erinnern Sie sich heute noch gerne?

Simon Bauer: Das war auch ein Spiel in der vergangenen Saison: Die Partie in Altenstadt/Voh. Es ging um den Klassenerhalt. Der war möglich, aber auch der direkte Abstieg. Es war eine Atmosphäre wie in einem Bundesligastadion und wir gewannen 2:1.

ONETZ: 6. Zu welchem Gegner fahren Sie am liebsten und zu welchem nicht gerne?

Simon Bauer: Ein Derby in Pleystein ist immer was Besonderes. Tabellensituation egal. Da ist immer Feuer drin. Nicht gerne fahre ich nach Eslarn. Das hat mit dem TSV als Verein nichts zu tun. Aber die Reisen an die Grenze sind nicht besonders rosig ausgefallen.

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ONETZ: 7. Das müsste der Nachbarverein TSV Pleystein mir bieten, damit ich wechseln würde.

Simon Bauer: Die Frage stellt sich für mich nicht. Mein Hobby Fußball übe ich am liebsten mit meinen Freunden bei meinem Heimatverein aus.

ONETZ: 8. Was ist das Gesprächsthema im Auto beim Auswärtsspiel?

Simon Bauer: Die nächste Einkehrmöglichkeit nach dem Spiel - nein, natürlich nicht. Es geht um den Gegner, den man analysiert, aber in der Hauptsache um witzige Stories vom Wochenende, die der eine oder andere erlebt oder aufgeschnappt hat.

ONETZ: 9. Anstoßzeit ist normalerweise 15 Uhr. Ist da der Schweinebraten schon verdaut?

Simon Bauer: Nein, denn ich frühstücke ja vor Spielen immer später. Das Mittagessen von der Mama, die kocht super, gibt es dann einfach als Abendessen.

ONETZ: 10. Was trauen Sie dem FSV angesichts des letzten Tabellenplatzes noch zu?

Simon Bauer: Noch einiges. Wir geben uns nicht geschlagen. Die letzten Spiele haben gezeigt, dass wir uns verbessert haben und mit Gegnern von vorne mithalten können, wenn die Einstellung stimmt. So lange es faktisch möglich ist, den Abstieg zu verhindern, wird nicht aufgegeben.

ONETZ: 11. Was lieben Sie am FSV Waldthurn und warum?

Simon Bauer: Trotz unserer sportlich eher mäßigen Erfolge in den letzten Jahren ist die Vorstandschaft und der Verein immer hinter uns gestanden. Der Zusammenhalt ist groß. Unser Team besteht im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen nahezu ausschließlich aus Waldthurner Jungs. Es macht mich stolz, Teil dieses Traditionsvereins zu sein.

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