10.10.2019 - 21:57 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Das ewig junge Derby

Die Eishockey-Duelle zwischen Weiden und Selb gehören zu den Saisonhöhepunkten. In diesen Partien steckt viel Brisanz, das ist am Freitag beim Match in Selb nicht anders. Zwei Tage später wartet eine Pflichtaufgabe auf die Oberpfälzer.

Die Spiele zwischen den Blue Devils Weiden und den Selber Wölfen (Szene aus der letzten Saison vor dem Kasten von Devils-Goalie Daniel Filimonow) gehören zu den Saisonhöhepunkten. Am Freitag treffen beide Teams in Selb aufeinander, am Sonntag empfangen die Weidener den EV Lindau.
von Rudolf Gebert Kontakt Profil

Derbystimmung in Selb und Weiden: Am Freitag um 20 Uhr steigt in Oberfranken der ewig junge Nachbarschlager zwischen den punktgleichen Selber Wölfen (5./8 Punkte) und den Blue Devils Weiden (7./8). "Derbys gegen Selb sind immer interessante und besondere Spiele. In Selb ist es immer schwer, schwerer als bei einem normalen Spiel. Das wird richtig hart", rechnet Devils-Trainer Ken Latta mit einem heißen Kampf. Am Sonntag um 18.30 Uhr gastiert dann Schlusslicht EV Lindau (12./3) in der Hans-Schröpf-Arena. Hier spricht Latta "von einer Pflichtaufgabe, ohne Diskussion".

Die Blue Devils sind mit drei Siegen und zwei Niederlagen ordentlich in die neue Oberliga-Saison gestartet, haben aber noch Luft nach oben. Latta, der sich über das 3:4 zu Hause gegen Peiting ärgert, weiß, dass die Defensivarbeit (bereits 21 Gegentore) besser werden muss. "Das war während der Woche auch der Schwerpunkt im Training. Die Defensive fängt in der Offensive an - von den Stürmern über die Verteidiger bis zum Torwart." Über die Torausbeute mit 22 Treffern in 5 Spielen könne man sich momentan nicht beschweren: "Da dürfen wir nicht jammern."

Konkurrenzkampf im Tor

Verletzte gibt es bei Weiden derzeit nicht zu beklagen, aber gesundheitlich sind einige Spieler angeschlagen. Ob es Ausfälle gibt, entscheidet sich kurzfristig. Sicher scheint, dass der Coach Änderungen bei den Abwehrpärchen plant. Nicht festlegen will sich Latta nach wie vor auf eine Nummer 1. Er schätzt Daniel Filimonow und Jonas Neffin als gleich stark ein. "Der Konkurrenzkampf ist gesund. Es ist aber schwer, die richtige Entscheidung zu treffen."

Dieses Problem hat der Selber Trainer Henry Thom nicht, bei den Wölfen ist Niklas Deske zwischen den Pfosten gesetzt. Das verjüngte Team der Oberfranken ist nach zwei Niederlagen zum Auftakt in Schwung gekommen und feierte zuletzt drei Siege. Vor allem mit dem 7:5 in Rosenheim ließen die Wölfe aufhorchen. Schon in dieser frühen Phase der Saison gibt es mit Verteidiger Leon Kremer (Daumenbruch) und Stürmer Carl Zimmermann (Schulterverletzung) zwei Langzeitverletzte. Zuletzt fehlte auch Angreifer Dennis Schiener wegen einer Leistenzerrung.

Sonntag gegen Lindau

Fünf Spiele, erst ein Sieg, 7:26 Tore, Tabellenletzter: Für den EV Lindau ist der Start alles andere als wunschgemäß verlaufen. "Das ist nicht das, was wir erwartet haben", sagt Trainer Chris Stanley, der bei seinem Team speziell bei den Auswärtsspielen in Peiting (0:6) und Garmisch (0:8) "Herz und Leidenschaft" vermisste. Bei der schwachen Torausbeute fällt auf, dass die neuen Kontingentspieler - die beiden Kanadier Bobby Chaumont und Brent Norris - noch nicht Fuß gefasst haben. Beide erzielten bisher jeweils erst ein Tor.

Aufgebot Blue Devils: Filimonow, Neffin - Herbst, Schusser, Schreyer, Noe, Poldruhak, Klein, Bäumler - Siller, Rubes, Heinisch, Geisberger, Clayton, Habermann, Piehler, Kirchberger, Pronath, Wolf, Maschke

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