07.07.2020 - 17:32 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Es wird wieder gegrätscht: Fußball-Saisonstart am 1. September rückt näher

Zum Fußball gehören nicht nur Tore, Flanken und Tricks. Dazu gehören auch herzhafte Zweikämpfe. Für Liebhaber des rustikalen Spiels war der Dienstag ein guter Tag.

Es darf wieder gegrätscht werden. Wie hier im Spiel des FC Tirschenreuth (rote Trikots) gegen den FC Trogen sind Zweikämpfe wieder erlaubt, allerdings nur im Training. Für Testspiele gibt es weiter ein Verbot.
von Josef Maier Kontakt Profil

Herzhafte Zweikämpfe, Tacklings knapp über der Grasnarbe und intensive Kopfballduelle: Seit Dienstag hat der Fußball weitere Herzstücke des Spiels zurück. Am Kabinettstisch in München wurde entschieden, dass auf dem grünen Rasen künftig Körperkontakt wieder erlaubt ist. Schon ab Mittwoch darf es bei den Trainingseinheiten auch schon mal wieder richtig scheppern.

Warten auf die Entscheidung

Die Sorgen und Nöte des Amteurfußballs

Amberg

"Das ist ein absolut wichtiges Signal für den Fußball", sagt der Oberpfälzer Bezirksvorsitzende Thomas Graml. Der Raigeringer schränkt aber gleichzeitig auch ein: "Entscheidend für die Fortsetzung der Saison ist aber, dass wir wieder Wettkämpfe machen dürfen." Spiele zwischen den Mannschaften sind weiterhin nicht erlaubt, seit dem politischen Beschluss vom Dienstag ist man aber auch bei den Fußballern optimistischer, dass das mit dem 1. September klappen könnte. "Die Chance, dass wir die Saison dann fortsetzen können, ist natürlich gewachsen." Das Innenministerium empfiehlt aber, dass es weiterhin einigermaßen feste Trainingsgruppen gibt, um bei einer Corona-Infektion eines Spieler die Kontakte nachverfolgen zu können.

Die Fußballer hoffen jetzt, dass auch das Wettkampfverbot bald fällt. "Wir brauchen da Geduld, können da auch nichts fordern", sagt Graml. Die Fußballfunktionäre haben versprochen, den Klubs vor dem Punktspiel-Start auf jeden Fall eine gewisse Vorlaufzeit zu geben. Spätestens Anfang August müssten dann Testspiele erlaubt sein, diese sind weiter verboten. Behält die Staatsregierung ihren Lockerungs-Rhythmus bei, dürfte in etwa zwei Wochen die nächste Entscheidung fallen. Wenn sich die Corona-Infektionszahlen weiter so positiv entwickeln, könnte es dann schon das Okay für Wettkämpfe geben. Auch der für den Spielbetrieb zuständige BFV-Schatzmeister Jürgen Faltenbacher (Waldsassen) ist nach dem Ja zum normalen Fußball-Training optimistisch: "Das ist ein ganz großer Schritt für unsere 4500 Vereine in Bayern."

Judoka wieder auf der Matte

Für die Hallensportarten von Handball bis Volleyball war der Dienstag ebenfalls ein guter Tag. Auch sie dürfen wieder normal trainieren. Gewisse Hygiene- und Schutzmaßnahmen, wie etwa eine begrenzte Anzahl von Leuten in der Halle, seien aber weiter einzuhalten, hieß es aus dem Ministerium. Und auch die Wettkampfsportler wie etwa Judoka oder Fechter dürfen in Gruppen mit maximal fünf Personen wieder normal üben - der Sport holt sich Stück für Stück seine Normalität zurück..

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

 

Videos

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.