Beim Heimspiel der Jugend des 1. EV Weiden gegen den EHC München gab es ein erneutes Wiedersehen mit Ron Chyzowski, dem Kanadier aus Edmonton. Er ist Trainer der Münchener U17 und gleichzeitig verantwortlich für alle Nachwuchsteams des EHC. Beim Spiel gegen die Young Blue Devils blieben ein paar Minuten Zeit, um sich kurz mit ihm zu unterhalten. Chyzowski war vor 25 Jahren (Saison 1994/95) Spieler des 1. EV Weiden. Im Team standen damals unter anderem Akteure wie Dennis Holland, Dirk Salinger und Lubos Thür.
Chyzowski ist nach seiner aktiven Zeit in Bayern geblieben. Er wohnt jetzt in Mittenwald, ist mit einer Mittenwalderin verheiratet und hat drei Kinder zwischen 12 und 19 Jahren. Alle Kids sind mit dem Eis verbunden. Beide Söhne spielen Eishockey beim SC Riessersee, der älteste in der DNL, der jüngere in der U13. Benedict war am vergangenen Samstag Gegner der Young Blue Devils beim Spiel in Garmisch. Zum Leidwesen des Weidener Nachwuchses trug er sich beim 8:2-Sieg des SC Riessersee in die Torschützenliste ein. Die Tochter ist im Eiskunstlauf aktiv.
Nach Trainerstationen im Seniorenbereich - Rosenheim, Deggendorf, Riessersee - wurde der Kanadier von Christian Winkler, Sportdirektor des EHC Red Bull München, als Cheftrainer in die Landeshauptstadt geholt. Damit erfüllte sich sein Wunsch, mit jungen Leuten zu arbeiten.
An seine Zeit in Weiden kann sich Ron Chyzowski noch gut erinnern. Vor allem an seine Ankunft: Der 1. EV hatte in der Vorrunde noch rund 12 Spiele zu absolvieren, lag hinter Platz 8, der für die Meisterrunde nötig war, und benötigte noch mindestes 8 bis 10 Siege, um diese zu erreichen. In der damaligen Ausgabe der "Eishockey News" wurde Weiden bereits klar als Mannschaft für die Abstiegsrunde gehandelt. Womit keiner rechnete: Zusammen mit Dennis Holland mischte Ron Chyzowski die Liga auf und Weiden schaffte noch das fast Unmögliche. Er selbst erreichte in 20 Spielen 19 Tore und 10 Vorlagen - ein Top-Ergebnis. Mit einem Schmunzeln erklärte er: "Die Tore waren ja auch nur durch Dennis Holland möglich, der hervorragend auflegte." Was ihm noch in Erinnerung blieb, war das phantastische Publikum: "Volle Hütte, tolle Stimmung - da konnte niemand schlecht spielen."













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