12.09.2019 - 16:09 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Herkulesaufgabe für Zweitligakegler

Der SKC Gut Holz SpVgg Weiden und der SC Luhe-Wildenau starten jeweils gegen ein Team aus Kaiserslautern. Das Ziel Klassenerhalt wird durch eine Ligenreform für die Oberpfälzer Vertreter zusätzlich erschwert.

Marco Maier wechselt vom SC Luhe-Wildenau ans Weidener "Wasserwerk".
von Norbert DietlProfil

Die Kugeln rollen wieder. In der 2. Keglerbundesliga Nord/Mitte startet am Samstag der SKC Weiden daheim gegen den Aufsteiger Old School Kaiserslautern (13 Uhr), der SC Luhe-Wildenau tritt um 14 Uhr beim Meisterschaftsfavoriten TSG Kaiserslautern an. Mit dem „Ländervergleich Pfalz gegen die Oberpfalz“ legen die Zweitligisten aus dem Bereich Weiden in der neue Zweitliga-Saison los. Weiden und Luhe-Wildenau müssen sich dabei mit den beiden Kaiserslauterner Vereinen TSG und Old School auseinandersetzen. Dass dabei die Aufsteiger aus Oberwildenau zum Saisonstart bei der TSG Kaiserslautern das weitaus schwerere Los gezogen haben, spielt nur am Rande eine Rolle. Wenn am 21. März 2020 die Saison endet, haben der SKC Weiden und der SC Luhe-Wildenau eine Herkulesaufgabe hinter sich. Ob diese Aufgabe erfolgreich, sprich mit dem Klassenerhalt gelöst wird, muss sich zeigen. Vor allem beim Aufsteiger in Oberwildenau wurde die Freude über den direkten Wiederaufstieg von Verbandsseite her merklich getrübt. Nachdem im Vorjahr auf Landesverbandsebene eine Ligenkorrektur vorgenommen und dabei die Regionalliga ersatzlos gestrichen wurde, steht jetzt innerhalb des Deutschen-Kegler-Bundes-Classic (DKBC) eine Neueinteilung der Spielklassen auf dem Programm. Die vier 2. Bundesligen werden auf drei reduziert. Mit der Folge, dass in dieser Saison nur die Ränge eins bis vier zum Klassenerhalt sicher reichen. Die Mannschaften auf den Plätzen fünf bis zehn müssen voraussichtlich geschlossen den Weg zurück in die Oberligen der Landesverbände antreten.

Beim Aufsteiger SC Luhe-Wildenau hat dies dazu geführt, dass man ohne jedwede personelle Veränderung in die Zweitliga-Saison geht. „Zusätzliche Spieler zu verpflichten, mit denen man sicher unter die ersten Vier der zweiten Liga kommt, sind nicht zu bezahlen“, sagt Michael Grünwald vom SC. Das Team, das die Bayernliga-Meisterschaft geholt und beim Aufstiegsturnier in Ludwigshafen den Wiederaufstieg geschafft hat, bekommt das Vertrauen für die neue Saison. Zwar konnte man in den Vorbereitungsspielen nie in Komplettbesetzung antreten, aber vor allem auf der eigenen Bahn hat die Mannschaft ihre Zweitligatauglichkeit unter Beweis gestellt. Die TSG Kaiserslautern wurde zuletzt zweimal in Folge Dritter und will es in dieser Saison unbedingt wissen, zumal man mit dem Zweitligaaufstieg des Lokalrivalen Old School zusätzlich Druck bekommt. In der Zweitliga-Saison 2017/18 verloren die SCler das Spiel in Kaiserslautern deutlich mit 1:7. Dass die TSG wieder einen Formfehler begehen wird, das Ergebnis wurde vom Sportgericht in ein 4:4 umgewandelt, darauf sollte sich der SC nicht verlassen. Jiri Vicha, Ivan Bosko, Patrick Fickenscher, Daniel Wutz, Manuel Kessler, Gert Erben und Michael Grünwald wollen die sportliche Leistung von damals zumindest verbessern.

Aber auch am Weidener „Wasserwerk“ geht man mit gemischten Gefühlen in das neue Spieljahr. Das Vorjahresteam konnte komplett gehalten werden und wurde mit Marco Maier vom SC Luhe-Wildenau mit einem jungen und entwicklungsfähigen Kegler ergänzt. Er wird auch gleich am Samstag gegen Old School ins kalte Wasser geworfen, denn der zum Zweitliga-Stamm zählende Markus Schanderl steht derzeit verletzungsbedingt nicht zur Verfügung. Für Stefan Heitzer, der seit dem 1. Juli die Sportliche Leitung der SKC-Kegler übernommen hat, steht es außer Frage, dass der Klassenerhalt das erklärte Saisonziel ist. Da darf man sich bei den Heimspielen keine Blöße geben und muss auch die eine oder andere Auswärtsbegegnung erfolgreich gestalten. Ansonsten geht es im kommenden Jahr in die Bayernliga. Die Auftaktbegegnung auf eigener Bahn sollen Manuel Donhauser, Marco Maier, Dennis Greupner, David Junek, Thomas Schmidt und Stefan Heitzer erfolgreich gestalten.

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