09.01.2020 - 11:22 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kegler nehmen wieder die Kugel in die Hand

In der 2. Kegel-Bundesliga steht der SC Luhe-Wildenau in Bamberg vor einer ganz schweren Aufgabe. Der SKC GH SpVgg Weiden hat Heimvorteil gegen Erlangen.

Mit der Rückkehr von Markus Schanderl haben die Weidener Kegler noch einmal an Schlagkraft gewonnen.
von Norbert DietlProfil

Chancengleichheit sieht anders aus. Nach Ende der Weihnachtspause in der 2. Kegler-Bundesliga Nord/Mitte hat der SKC GH SpVgg Weiden am Samstag auf eigener Bahn (13 Uhr) den Tabellenachten FSV Erlangen-Bruck zu Gast, das Tabellenschlusslicht SC Luhe-Wildenau muss beim Tabellendritten Victoria Bamberg II (15.30 Uhr) antreten.

Zumindest auf dem Papier hat der SKC Weiden gegen den Gast aus der Universitätsstadt die wohl besseren Karten. Allerdings kommt Erlangen mit der Empfehlung eines ausgeglichenen Auswärtspunktekontos nach Weiden. In Schweinfurt und in Luhe-Wildenau setzten sich die Mittelfranken erfolgreich durch und haben, obwohl aktuell nur auf dem 8. Tabellenplatz liegend, realistische Chancen, den in dieser Saison so schwierigen Klassenerhalt doch noch zu schaffen. Erlangen-Bruck ist für den SKC keine unbekannte Größe. Tat man sich in der Vergangenheit anfänglich etwas schwer, so lief es zuletzt doch recht gut gegen den FSV. Im Hinspiel konnte Weiden sogar überzeugend mit 7:1 punkten. Der SKC ist mit derzeit 10:8-Punkten bei einem Nachholspiel beim Tabellenvorletzten in Schweinfurt auch in Sachen Klassenerhalt noch gut dabei.

Trotz einiger Personalsorgen hat sich die Rückkehr des Langzeitverletzten Markus Schanderl positiv ausgewirkt. Auf ihn und Manuel Donhauser ruhen auch am Samstag die Hoffnungen im heimischen Lager. Wer konkret gegen Erlangen-Bruck spielt, entscheidet sich erneut unmittelbar vor Spielbeginn. Nachdem die 2. Mannschaft in der Bezirksliga spielfrei ist, sollte es aber keine Probleme geben.

Wenn man in eine 10er-Liga aufsteigt und dann präsentiert bekommt, dass am Saisonende wegen einer Umstrukturierung der Ligen aller Voraussicht nach nur vier Mannschaften den Klassenerhalt schaffen werden, dann bedarf es schon einer gewaltigen Portion Selbstvertrauen, um so eine schwierige Aufgabe anzugehen. Der SC Luhe-Wildenau hat dieses Selbstvertrauen offensichtlich nicht, denn nach 10 von 18 Spieltagen liegt er bei nur einem Sieg bereits deutlich abgeschlagen am Tabellenende. In fünf Heimspielen erzielte der Wiederaufsteiger Ergebnisse, die vor zwei Jahren, als er schon einmal in einjähriges Zweitligagastspiel gab, immer zum Sieg gereicht hätten; in dieser Saison ist man bislang aber stets leer ausgegangen. Am Samstag geht es nun zur Erstligareserve von Victoria Bamberg, und da steht vermutlich die nächste Niederlage ins Haus. Die Bamberger „Zweite“ hat beim Hinspiel in Oberwildenau eine überragende Leistung gezeigt und mit 3710 Holz auf den Bahnen im „Michael-Höhbauer-Stadion“ einen „Bahnrekord für die Ewigkeit“ gespielt. Für das Rückspiel in Bamberg käme alles andere als ein Heimsieg der Victoria einer Sensation gleich. „Wir wissen unsere Chancen realistisch einzuschätzen“, sagt Michael Grünwald vom SC. Manuel Kessler, Michael Grünwald, Jiri Vicha, Patrick Fickenscher, Daniel Wutz, Gert Erben und Jonas Grünwald, so lautet das SC-Aufgebot.

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