17.03.2020 - 15:00 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kein Wort zum Sport: Pierre Jander

In unserer wöchentlichen Rubrik verrät Triathlet Pierre Jander, wieso er nicht auf Studienfahrt durfte, dass er seine Modelleisenbahn über alles liebt und warum er sich gerne mal mit König Ludwig II auf einen Plausch verabredet hätte.

Pierre Jander.
von Alfred Schwarzmeier Kontakt Profil

Pierre Jander war jahrelang erfolgreich als Triathlet unterwegs, bis 2010 fünf Jahre lang sogar als Profi. Der gebürtige Vohenstraußer hat seine aktive Laufbahn mittlerweile beendet und sich ins Ehrenamt zurückgezogen. Der 39-Jährige ist Initiator und Vorsitzender des Teams Oberpfalz, Bundesjugendwart Moderner Fünfkampf und 2. Vorsitzender bei der Kreisjugendleitung Weiden.

ONETZ: Wo möchten Sie gerne leben?

Pierre Jander: Für mich käme es nicht in Frage wegzuziehen, da ich Weiden und die Umgebung wunderschön finde. Es gibt so tolle Fleckchen in der Natur, welche man zu Fuß oder auf dem Rad erkunden kann. Und Weiden hat für mich genau die richtige Größe als Stadt.

ONETZ: Was sind Ihre persönlichen Stärken?

Pierre Jander: In großen Stresssituationen noch einen kühlen Kopf zu bewahren und schnelle Entscheidungen zu fällen.

ONETZ: Was war Ihr größter Fehler?

Pierre Jander: Aus Fehlern wird man klug, darum ist einer nicht genug – wie Wilhelm Busch sagt. Üben muss ich mich noch in Geduld, und die Erwartungshaltung gegenüber Mitmenschen muss ich etwas zügeln.

ONETZ: Wer wollten Sie als Kind sein?

Pierre Jander: Als Kind wollte ich immer ein Indianerhäuptling sein. Daran waren wohl die vielen Indianerfilme und Karl-May-Bücher schuld.

ONETZ: Was war Ihr schlimmster/bester Schulstreich?

Pierre Jander: Am Kepler-Gymnasium war ich in einer reinen Jungenklasse. Soweit ich weiß war es damals die erste Klasse, welche wegen ihres Verhaltens nicht auf Studienfahrt durfte. Unsere Streiche reichten von Türezuhalten bis zu Chemikalien bei „Chemie-Übungen“ auszutauschen. Da die ganze Klasse als Team gearbeitet hat, wurden selten einzelne Schüler erwischt oder bestraft.

ONETZ: Mit welchem Promi würden Sie gerne mal einen Kaffee trinken?

Pierre Jander: Wenn er denn noch leben würde, dann mit König Ludwig II. Ich denke, er war ein ganz besonderer Mensch mit diesen unglaublichen Visionen. Er hat sich als König bewusst in die Natur und die Einfachheit zurückgezogen. Früher als verrückt erklärt, ist er heute der geheimnisvolle König.

ONETZ: Welchen Satz hassen Sie am meisten?

Pierre Jander: Hassen ist mir etwas zu hart. Hass beinhaltet ja etwas Feindseliges oder eine tiefe Abneigung. Ich würde das eher als „Welcher Satz nervt am meisten?“ umformulieren. Das wäre beispielsweise die Aussage „das geht nicht“, obwohl noch nicht überlegt wurde, welche Alternativen es gibt, ans Ziel zu kommen.

ONETZ: Was haben Sie sich von Ihrem ersten Gehalt/Ihrer ersten Siegprämie gekauft?

Pierre Jander: Die erste Siegprämie als 16-Jähriger bei einem Berglauf habe ich in die Startgebühr für den nächsten Wettkampf gesteckt. Mein erstes Gehalt habe ich gespart, wie schon zuvor das verdiente Geld durch Ferienjobs und Zeitungaustragen, um mir dann mit 20 Jahren den Traum von einem neuen Porsche zu erfüllen.

ONETZ: Bei welcher Nachspeise können Sie einfach nicht widerstehen?

Pierre Jander: Ganz klar bei Tiramisu mit selbstgemachtem Biskuitboden.

ONETZ: Welche Fernsehsendung ist für Sie Pflicht, bei welcher schalten Sie sofort weg?

Pierre Jander: Da ich relativ selten den Fernseher anmache, bin ich bei Sendungen und Serien nicht so im Bilde. Wenn, dann suche ich mir gezielt Filme aus, gerne bayrische Komödien, die teilweise so übertrieben sind, dass sie dadurch schon wieder gut werden.

ONETZ: Was ist Ihre Lieblingsbeschäftigung?

Pierre Jander: Jede freie Minute verbringe ich mit meiner Modelleisenbahnsammlung mit Exponaten von 1898 bis 1969. Ein weiterer Ruhepol ist für mich die Natur – Waldbaden im Sommer ist Krafttanken pur.

ONETZ: Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, würde ich ...

... ich mich darüber freuen, da ich dann wieder mehr Lebenszeit hätte, um Dinge zu bewegen, Schönes zu erleben und Erfahrung weiterzugeben.

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