06.01.2022 - 19:41 Uhr
Weiden in der OberpfalzSport

Kommentar zum Corona-Chaos beim FC Bayern: Die Herren Profis mal wieder keine Vorbilder!

Es ist noch nicht vorbei. Maske, Abstand, wenig Kontakte und auf Reisen zu verzichten, ist die Maßgabe der Corona-Experten. Fußballprofis, auch die des FC Bayern, schert das wenig. Unmöglich findet das unser Redakteur Josef Maier.

Das Logo des FC Bayern München und der Hinweis auf Mundschutz und Abstandsregel sind auf einem Schild vor dem Hauptgebäude des Fußball-Vereins zu sehen. Auf dem Gelände wird strikt auf die Corona-Regeln geachtet, privat gehen die Profis wohl eher lax damit um.
von Josef Maier Kontakt Profil
Kommentar

Schafft ein heimtückisches Virus das, was Borussia Dortmund, RB Leipzig und all den anderen nicht gelingt? Sorgt Corona wieder für etwas mehr Spannung in der Fußball-Bundesliga?

Es ist natürlich eine Illusion, dass man sich gegen eine Pandemie komplett schützen kann. Es wird immer Infektionen geben, sie werden zunehmen, da ist der Profifußball keine Insel der Glückseligen. Dass sich aber beim FC Bayern eine Truppe nahezu in kompletter Mannschaftsstärke infiziert hat, ist unglaublich. Das ist so, als wenn sich bei einem Handwerksbetrieb mit 20 Leuten die Hälfte der Leute in Quarantäne befindet. Der Boss kann für einige Zeit den Laden dichtmachen.

Was wurde uns in den vergangenen Wochen von Medizinern und Virologen nicht immer wieder gepredigt, besonders in der Weihnachts- und Neujahrszeit, den kontaktintensivsten Tagen des Jahres, an denen sich in normalen Zeiten (!) das pralle Leben entfaltet, noch vorsichtiger als sonst zu sein. Um so der Omikron-Welle schon etwas die Wucht zu nehmen. Die Kicker, nicht nur die des FC Bayern, hat das wohl wenig geschert. Da können auch die Vereine ihre ach so tollen Hygienekonzepte noch so loben, wenn es bei den Fußballern in ihrer Freizeit an Eigenverantwortung fehlt.

Die Vorbildfunktion der Profifußballer wird oft betont – in Sachen sozialer Aktivitäten, in Sachen Fairness, in Sachen Verhalten in der Öffentlichkeit. Das klappt ohnehin immer weniger. Auch auf anderen Feldern taugen die Herren Fußballprofis in keinster Weise als Vorbilder.

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