Die konzertierte Fan-Aktion vom Wochenende richtete sich vor allem gegen den DFB. Der hatte seine Absprache mit den Fans aus dem Jahr 2017 gebrochen, künftig keine Kollektivstrafen mehr zu verhängen. Die beleidigenden Banner waren eine Solidaritätsbekundung mit den BVB-Fans, deren Block in Hoffenheim wegen des Dauer-Zwists mit Dietmar Hopp zwei Jahre lang leer bleiben muss. Der TSG-Mäzen diente dabei als Symbol für die - aus Ultra-Sicht - zu bekämpfende Kommerzialisierung des modernen Fußballs.
Derartige Beleidigungen sind absolut inakzeptabel und nicht tolerierbar. Und der DFB hat mit seinem Drei-Stufen-Plan gezeigt, dass er rigoros dagegen vorgehen wird. Wobei die Frage erlaubt sein muss, warum dieser 2019 beschlossene Plan bei den Anfeindungen im Februar auf Schalke gegen Herthas dunkelhäutigen Spieler Jordan Torunarigha nicht gegriffen hat. Der DFB hat mit seinem Vorgehen in Hoffenheim die Latte sehr hoch gelegt. Er wird sich daran messen lassen müssen, wenn künftig rassistische, homophobe oder antisemitische Beleidigungen aus den Kurven kommen. Und nicht nur, wenn ein Mäzen wie Hopp ins Visier gerät, der neben vorbildlichen Engagements im Sport und für die Gesellschaft, auch ein zahlungskräftiger Sponsor des Verbands ist.















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